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05.07.2005

Medizin Ein Gen entscheidet mit darüber, wie schnell eine Leberzirrhose entsteht.

In Mäusen haben Genetiker der Universitäten Bonn und Aachen entdeckt, dass eine bestimmte Variante des so genannten "C 5"-Gens für einen schnelleren Umbau von Lebergewebe in Narbengewebe sorgt: eine Leberzirrhose. Das C5-Gen spielt eine Schlüsselrolle für die Regulation von Entzündungsreaktionen. Bei chronischen Virus-Infektionen der Leber kann eine starke Entzündungsreaktion auf Dauer eher schaden als nützen. Im Fachblatt "Nature Genetics" berichten die Forscher, dass auch Menschen die bei den Mäusen entdeckte Gen-Variante besitzen. Die Forscher haben ein Eiweißmolekül entwickelt, das die fortschreitende Vernarbung der Leber abbremsen könnte. Der Wirkstoff ist allerdings noch nicht am Menschen getestet worden. Quelle: idw-Ticker

Quelle: mawi

Anthropologie Amerika war vielleicht doch früher bewohnt als gedacht.

Britische Archäologen haben in einem Steinbruch nahe der zentralmexikanischen Stadt Puebla menschliche Fußabdrücke ausgegraben. Die fossilen Überreste der Fußspuren warne durch eine harte Schicht Vulkangestein konserviert worden. Wahrscheinlich hatten Menschen das Ufer eines Vulkansees kurz vor einem weiteren Vulkanausbruch passiert. Ein internationales Geo-Archäologen-Team kam zu dem Schluss, dass die Spuren mindestens 40.000 Jahre alt sind. Möglicherweise seien die ersten amerikanischen Siedler auf dem Wasserweg nach Amerika gekommen, so die Forscher. Bislang gingen Wissenschaftler davon aus, dass die ersten Siedler erst vor 11.000 bis 13.000 Jahren zu Fuß über die Beringstrasse einwanderten. Quelle: Royal Society London

Quelle: mawi

Biologie Australische Biologen entdeckten eine neue Delfinart.

Nach Angaben der Forscher lebt das stumpfflossige Tier in flachen Küstengewässern vor der australischen Nordküste und wahrscheinlich auch vor Papua-Neuguinea. Die Ergebnisse von DNA-Tests hätten bestätigt, dass es sich um eine bisher unbekannte Delfinart handele. Wie viele der Stumpfflossen-Delfine es gibt, konnten die Forscher bisher nicht ermitteln.

Quelle: mawi

Medizin Ein Nachrichtenstoff warnt vor aggressiven Tumoren.

Nervenzellen verständigen sich untereinander mit chemischen Verbindungen. Einer dieser so genannten Neurotransmitter mit Namen Gamma-Amino-Butter-Säure – kurz: GABA - ist in besonders hoher Konzentration auch in bestimmten Tumoren zu finden, berichten US-amerikanische Mediziner der Washington University, Saint Louis, im Fachblatt PNAS. Erhöhte GABA-Werte seien bei besonderen Formen von Lungen-, Schilddrüsen und Prostata-Krebs gefunden worden. Je höher der GABA-Wert, um so aggressiver sei der Tumor und um so eher bilde er Tochtergeschwülste aus, so die Forscher. Im Tierversuch wollen die Forscher jetzt erproben, ob die Tumore weniger aggressiv sind, wenn die GABA-Produktion der Krebszellen medikamentös gedrosselt wird.

Quelle: mawi

Medizin Ein Australier erhält einen "bionischen Arm" - made in Germany.

Ein Zugführer aus Australien, der vor zehn Jahren bei einem Zugunglück einen Arm verlor, hat eine neuartige in Deutschland entwickelte Armprothese erhalten. Der so genannte "Dynamic Arm" ist mit einem Motor in der künstlichen Hand ausgestattet. Die bionische Prothese besitze sechsmal mehr Kraft als herkömmliche Prothesen, teilte ein Mediziner der Caulfied-Klinik in Melbourne heute mit. Dabei sei sie etwa ein Viertel leichter, dreimal so schnell und könne eine wesentlich größere Last heben als Vorgängermodelle. Der Patient müsse etwa eine Woche trainieren, um sich an den neuen künstlichen Arm zu gewöhnen.

Quelle: mawi

Umwelt In den Niederlanden töten Windräder jährlich 50.000 Vögel.

Das ergab eine gemeinsame Untersuchung des Energiekonzerns Nuon und des niederländischen Vogelschutzbundes. Die Zahl getöteter Vögel sei weitaus niedriger als bislang angenommen. Auffällig sei auch, dass große Windräder kaum mehr Vögel töten als kleine. Zum Vergleich: In den Niederlanden kommen durch den Autoverkehr jährlich etwa zwei Millionen Vögel ums Leben, sagen Schätzungen.

Quelle: mawi

04.07.2005

Medizin Eine umstrittene Parkinson-Therapie zeigt nachträglich Erfolg.

Britischen Medizinern ist es gelungen, den Verlust von Nervenzellen im Gehirn eines Parkinson-Patienten rückgängig zu machen. Wie die Wissenschaftler in der Zeitschrift "Nature Medicine", Band 11, Seite 704, berichten, hatten sie mehrere Patienten mit einem neuartigen Wirkstoff behandelt: einem körpereigenen Eiweißmolekül. Dieses Molekül ist für das Überleben und die Funktion genau jener Nervenzellen verantwortlich, die bei der Parkinson-Krankheit zerstört werden. Während der Behandlung verbesserten sich die motorischen Fähigkeiten der Patienten, doch die Wissenschaftler brachen die Studie ab. Sie befürchteten unerwünschte Nebenwirkungen. Als einer der Patienten an Herzversagen starb, untersuchten die Wissenschaftler sein Gehirn. Dort entdeckten sie im Bewegungszentrum viele dopaminhaltige Nervenfasern, die sich neu gebildet hatten.

Quelle: kar

Umwelt Leuchtender Kot weist Vogelkundlern den Weg.

Amerikanische Biologen der Universität von Florida haben die Samen eines Busches mit einem leuchtenden Pulver besprüht. Vögel pickten den Samen auf und schieden ihn wieder aus. Anhand des leuchtenden Vogelkots konnten die Wissenschaftler daraufhin das Revierverhalten der Tiere erforschen. Dabei ging es um den Rotkehl-Hüttensänger, der den Samen der Wachsgagelbüsche besonders mag. Wie die Wissenschaftler in der Zeitschrift "Science", Band 309, Seite 146, berichten, führten die Flugrouten der Vögel immer an den Kanten der Areale lang, die für den Versuch eigens gerodet wurden.

Quelle: kar

Technik Holz lässt sich schweißen wie Metall.

Den Beweis dafür hat ein französisch-schweizerisches Forscherteam angetreten. Die Wissenschaftler griffen dafür auf eine so genannte Friktionsschweißmaschine zurück. Mit der werden normalerweise thermoplastische Werkstoffe in der Automobilindustrie miteinander verbunden. Bei dem Verfahren entstehen Temperaturen von bis zu 180 Grad Celsius. Die sorgen dafür, dass die Holzfasern schmelzen, sich verwickeln und unter Druck zusammengeschweißt werden. Die Fasern bilden so eine klebrige Oberfläche, die genauso stabil ist wie die eines 24-Stunden-Klebers. Das Verfahren kann dabei helfen, dass weniger giftige Vinyl- und Acrylklebstoffen in der Holzindustrie verwendet werden. Quelle: Pressemitteilung Inras, Paris

Quelle: kar

Biologie Gemüse gedeiht auch mit weniger Wasser…

…dank eines neuartigen Gewächshauses, das Wissenschaftler der Technischen Universität Berlin in Spanien bauen. Das Wasser, das über die Nutzpflanzen verdunstet, wird dank eines Kondensationssystems in einem Kühlschacht wieder zurück gewonnen. Klima und Lüftung funktionieren auf der Basis natürlicher Auf- und Abtriebskräfte. Das Kühlsystem regeneriert sich nachts, wenn es draußen kalt wird. Die Wissenschaftler wollen in dem Gewächshaus so genanntes Grauwasser einsetzen. Das ist Abwasser, das zuhause beim Duschen oder Wäschewaschen entsteht. Geplant ist auch, über das Dach des Gewächshauses Meerwasser zu versprühen, das über das Verdunstungssystem entsalzt wird.

Quelle: kar

01.07.2005

Technik Schnelle Elektronen sorgen für Rekord im Plasmabeschleuniger.

Eine Gruppe internationaler Wissenschaftler hat Elektronen in Heliumgas mittels eines Laserstrahls auf Energien von etwa 300 Mega-Elektronenvolt beschleunigt. Damit stellten die Physiker einen neuen Rekord in der Teilchenbeschleunigung auf, berichtet das Fachmagazin "Physical Review Letters". Bei ihren Versuchen erzeugten die Forscher durch den Laserstrahl so viel Energie, dass sich ein Plasma bildete, in dem die Heliumatome ionisiert und Elektronen freigesetzt wurden. Der Laser verschob dabei die Wolke und erzeugte ein elektrisches Feld, das die Elektronen beschleunigte. Die Forscher des Imperial College in London stellten zudem fest, dass sich die Qualität des Elektronenstrahls mit der Leistungssteigerung zunehmend verschlechterte.

Quelle: mst

Medizin Liposomen-Taxi soll bei Rheuma helfen.

Forscher der Universität Jena haben eine Methode entwickelt, mit der übereifrige Immunzellen in den entzündeten Gelenken bei Patienten mit Rheuma Arthritis möglichst schonend und effektiv ausgeschaltet werden. Wie die Forscher heute in einer Pressemitteilung bekannt gaben, sollen Liposomen-Taxis dabei das entzündungshemmende Medikament direkt in die Gelenke der Patienten einschleusen. Liposome sind kleine Hohlkügelchen aus Fettmolekülen, die - mit dem Medikament im Schlepptau - in die Zellen der Gelenke transportiert werden sollen. Der Wirkstoff, so hoffen die Forscher, soll dann per Laserstrahl vor Ort aktiviert werden.

Quelle: mst

Mikrobiologie Selbst kleinste Ökosysteme sind unberechenbar.

Wissenschaftler der Universität Köln haben ein Ökosystem mit drei verschiedenen Mikroorganismen simuliert, die in einer Nahrungspyramide stehen. An der Basis standen zwei konkurrierende Bakterienstämme, von denen sich ein Wimperntierchen ernährte. Bei allen Experimenten erhielten die Forscher nie annähernd identische Ergebnisse. Die Populationen wiesen bei jeder Zählung am Ende der Experimente andere Verhältnisse auf, schreiben die Forscher in dem Fachmagazin "Nature".

Quelle: mst

Medizin Wissenschaftler entdecken genetische Ursache für Herzschwäche.

Ein Gen, das die Bildung von Blutgefäßen steuert, spielt auch bei der Pumpkraft des Herzens eine große Rolle, berichtet das Fachmagazin "Genes & Development". Mediziner der Universitätsklinik Heidelberg haben bei Versuchen an Zebrafischen herausgefunden, dass bei Veränderungen an diesem Gen gleichzeitig auch bestimmte Botenstoffe in den Herzmuskelzellen beeinträchtigt werden. In weiteren Experimenten konnten die Ergebnisse an Ratten und Mäusen bestätigt werden. Die Forscher hoffen, dass dieser Mechanismus den Weg zu neuen Therapieansätzen bei menschlichen Patienten mit Herzschwäche ermöglicht.

Quelle: mst

Genetik Gene können auch stufenweise reguliert werden.

Das berichten amerikanische Wissenschaftler der Universität von Utah im Fachmagazin "Science". Sie konnten nachweisen, dass das Eiweiß Ets-1 als Lesehilfe und Regler für die genetische Information dient. Damit gelang den Forschern erstmals der Nachweis, dass Gene nicht nur an- und ausgeschaltet, sondern auch stufenweise reguliert werden. Um ein Gen zu regeln, heften sich Phosphate an das Eiweiß. Je mehr Phosphate das Eiweiß belegen, desto schlechter kann das Eiweiß an das Gen andocken. Haben die Phosphate eine gewisse Anzahl erreicht, kann das Eiweiß nicht mehr andocken, und das Gen wird damit abgeschaltet.

Quelle: mst

Biologie Quallen bunkern Frischluft im Gelee.

Das berichtet das "Journal of Experimental Biology". Ohrenquallen sind damit in der Lage, auch in sauerstoffarmen Gewässern problemlos mehrere Stunden zu überleben. Dabei können sie je nach Bedarf Sauerstoff aus ihrem Körper extrahieren, da sie diesen als Gasspeicher nutzen. Zwischen der inneren und äußeren Gewebeschicht befindet sich eine zellfreie Schicht aus stark wasserhaltigem Gel, die Mesoglea.

Quelle: mst

30.06.2005

Umwelt Die Klimaerwärmung lässt die Stechpalme auch im Norden gedeihen.

Das notieren Forscher der Universitäten Lund und Hannover in einer Online-Vorabveröffentlichung des Fachblattes „Proceedings of the Royals Society“. 1944 wuchs die Stechpalme Ilex nur im Süden Dänemarks und dem Nordosten Deutschlands, in Schweden gar nicht. Heute dagegen gedeihen die immergrünen Laubbäume auf ganz Jütland und in Schonen. Die Wissenschafter sehen in dieser Ausbreitung eine Folge der Klimaerwärmung; die Stechpalme geht bei zu kalter Witterung ein.

Quelle: gät

Geschichte Pharaonen lächelten zahnlos.

Die Kronen bis zum Stumpf abgenutzt, weit fortgeschrittene Zahnfleischentzündung, Karies oder angegriffene Kiefernkochen - darunter litten offenbar sehr viele Ägypter der Antike, einschließlich der Pharaonen. Ursache dafür war die bevorzugte Getreidesorte am Nil, schreibt das britische Wissenschaftsjournal „New Scientist“. Die Brote aus dem Emmer-Weizen enthielten viele harte Mahlreste, darunter auch Abrieb von den Mühlsteinen. Diese Reste haben innerhalb kurzer Zeit die Zähne auch der reichsten und mächtigsten Ägypter abgeschliffen. Was Forscher allerdings überrascht ist, dass die Ägypter trotz der sehr schmerzhaften Zahnkrankheiten offenbar keine Zahnärzte kannten - obwohl ihre Medizin weit entwickelt war.

Quelle: gät

Medizin Magneten im Blut machen den Kreislauf sichtbar.

Industrieforscher aus Hamburg haben im Fachblatt „Nature“ eine neue Technik vorgestellt, mit der sich ein magnetisches Kontrastmittel im Körper bis auf Bruchteile eines Millimeters genau lokalisieren lässt. Die Wissenschaftler setzen dabei auf winzige Eisenoxid-Teilchen, die mit Dextran beschichtet sind. In einem Magnetfeld reagieren die Teilchen je nach Feldstärke unterschiedlich. Mit Hilfe von Detektoren lassen sich diese Reaktionen messen und so die Lage der Eisenteilchen genau bestimmen. Auf diese Weise könnte die Bewegung des Kontrastmittels zum Beispiel in der Blutbahn von Patienten beobachtet werden. Die Wissenschaftler tauften ihre Idee Magnet-Partikel Imaging.

Quelle: gät

Mikrobiologie Bakterien halten sich rechts….

…zumindest in flachen und rechtwinkligen Mikrokanälen. Das konnten Forscher der Harvard-Universität in den USA nachweisen. Die Wissenschaftler hatten die Bewegungen von E-Coli Bakterien auf nährstoffreichen Oberflächen studiert, auf denen sich die Einzeller nur nach rechts oder links bewegen konnten. Dabei zeigte sich, dass sich die Bakterien bevorzugt auf der rechten Seite hielten. Allerdings verhalten sich die Einzeller nur so, wenn der Boden der Mikrokanäle aus bestimmten, unterschiedlichen Materialien gefertigt ist. Die Wissenschaftler halten das jedoch für einen Vorteil: Die dann auftretende Vorliebe der Bakterien für eine Richtung ließe sich bei Sensoren oder zum Gütertransport in der Nano-Welt gezielt ausnutzen. Die Autoren veröffentlichen ihre Studie im Fachblatt „Nature“.

Quelle: gät

Biologie Wal-Weibchen bleiben nach der Geburt einen Monat lang wach.

Dieses Ergebnis ihrer Beobachtung notieren Forscher der Universität Kalifornien im Fachblatt „Nature“. Die Wissenschaftler hatten zwei Orcas und vier große Tümmler untersucht, die in Gefangenschaft leben. Dabei stellten sie fest, dass Weibchen, die gerade ein Junges geworfen haben, dieses rund um die Uhr beobachteten - ohne Schlaf. Erst im Verlauf mehrerer Monate ruhen die Tiere wieder fast so lang, wie vor dem Wurf. Wie die Tiere so lange ohne Schlaf auskommen können, ist den Wissenschaftlern unklar. Die Forscher waren von ihrer Beobachtung überrascht, weil Schlaf als Grundlage für eine gesunde Entwicklung gilt.

Quelle: gät

Planetologie Ein dunkler Fleck auf dem Titan könnte ein Methan-See sein.

Das vermuten Forscher der Nasa und der Universität von Arizona. Die Wissenschaftler stützen sich auf Aufnahmen eines ungewöhnlichen, dunklen Flecks, die von der Raumsonde Cassini aufgenommen wurden. Der Fleck ähnelt einem See mit scharfen Grenzen, die wie ein Ufer wirken. Das Gebilde liegt in der Nähe des Titan-Südpols; dort, so nehmen die Forscher weiter an, hätte es in letzter Zeit heftige Methan-Niederschläge geben können. Die Wissenschaftler hoffen, dass die Wolken auf dem Saturnmond nach Norden ziehen und dann den Blick auf den Boden für die Cassini-Kameras freigeben.

Quelle: gät

Umwelt Kohlendioxid bringt Korallen in Kalamitäten.

Durch den Anstieg des CO2-Gehaltes in der Luft werden die Ozeane langsam immer saurer. Das schreiben Forscher der University of Dundee in Schottland und Kollegen in einem Bericht für die Royal Society. Demnach könnte der pH-Wert des Oberflächenwassers bis zum Jahr 2100 auf 7,7 sinken. Diesen Wert haben die Ozeane seit mindestens 100.000 Jahren nicht mehr erreicht. Die Veränderung dürfte alle Tiere in Bedrängnis bringen, die auf gelöstem Kalk im Meerwasser angewiesen sind, um Schalen aufzubauen, wie etwa Muscheln oder Korallen: je saurer das Wasser ist, desto weniger Kalk steht für die Schalenbildung zur Verfügung.

Quelle: drö

29.06.2005

Geologie Schnelle Temperaturerhöhungen formen ovale Alaska-Seen.

Jon Pelletier von der Universität von Arizona hat durch eine Computersimulation herausgefunden, dass das schnelle Auftauen der Permafrostböden im Frühjahr die Uferbereiche an den Enden der Seen instabil macht. Dadurch weisen die Seen in Alaska alle die gleiche ungewöhnliche Form auf. Wie der Geologe in dem Fachmagazin "Journal of Geophysical Research" schreibt, wachsen die Gewässer durch ein leichtes Gefälle immer nur in eine Richtung und zwar mit rund viereinhalb Metern pro Jahr. Damit gehören die Seen zu den am schnellsten wachsenden Gewässern der Erde. Bislang waren die Forscher davon ausgegangen, dass der Wind die Ursache der eiförmigen Seen in Alaska sei.

Quelle: mst

Medizin Forscher entwickeln neuen Ansatz in der Stammzell-Therapie.

In der Online-Vorabveröffentlichung des Fachmagazins "Journal of Experimental Medicine" berichten Wissenschaftler der Universität Bonn über einen bislang unbekannten Mechanismus, wie der menschliche Körper die Zahl der Stammzellen im Knochenmark reguliert. Mit ihren Kollegen aus Harvard und Rochester entdeckten sie ein Regulatorprotein, das dafür sorgt, dass die Zahl der Stammzellen verringert wird. Die Forscher hoffen, eines Tages dieses Protein blockieren zu können, damit Stammzellen etwa nach einer Transplantation leichter im Knochenmark anwachsen können.

Quelle: mst

Biologie Wer denkt, der bleibt.

Das trifft zumindest auf Sperlingsvögel der paläarktischen Region zu, schreiben Forscher der McGill Universität in Montreal in einer Online-Vorabveröffentlichung des Fachmagazins "Proceedings of the Royal Society". Die Evolutionsbiologen wollten herausfinden, warum einige Vögel der gleichen Art in den kalten Wintermonaten in wärmere Gefilde umziehen, andere jedoch bleiben. Nachdem die Forscher insgesamt 134 Vogelarten untersuchten, kommen sie nun zu dem Schluss, dass Vögel mit einem größeren Gehirn eher an Ort und Stelle bleiben, als Vögel mit weniger Hirnmasse. Ein größeres Hirnvolumen ermögliche eine größere Flexibilität bei der Futtersuche. Je ortfester die Tiere seien, desto größer sei ihr Gehirn im Vergleich zum Körper und damit auch die Fähigkeit, sich den Herausforderungen der Umwelt, wie etwa dem knappe Futter im Winter, zu stellen, schreiben die Forscher.

Quelle: mst

Medizin Schwedische Forscher entwickeln neues Mittel gegen HIV.

Wissenschaftler der Universität Göteborg haben eine neue Substanz mit Namen αHGA entwickelt, die noch dieses Jahr erste Testreihen an HIV-infizierten Patienten durchlaufen soll. Wie das schwedische Forschungsministerium heute bekanntgab, gelang es den Wissenschaftlern bereits im Jahr 2001, eine Substanz zu entwickeln, die das HI-Virus daran hindert, sich in die korrekte Struktur zu formen. Jedoch gelang dies nur in der Zellkultur, da eines der zwei dafür benötigten Enzyme nicht im menschlichen Blut vorhanden ist. Das neue Stoffwechselprodukt soll nun den Forschern zufolge diese Lücke schließen.

Quelle: mst

Biologie Der Ursprung amerikanischer Pferde ist doch anders als gedacht.

Das hat eine internationale genetische Studie an Pferdeknochen ergeben, die bei Ausgrabungen in Nord- und Südamerika gefunden wurden. Wie die Wissenschaftler aus China, England und Australien jetzt in dem Fachmagazin "Public Library of Science Biology" schreiben, lebten entgegen bisheriger Annahmen in Nordamerika nur zwei Pferdearten, die Ende des Pleistozäns ausstarben. Die Untersuchungen ergaben, dass das so genannte Stelzenbein-Pferd nicht aus Eurasien eingewandert, sondern eigenständig vor Ort entstanden ist. Das Hippidion-Pferd aus Patagonien entwickelte sich zudem erst vor rund drei Millionen Jahren, also wesentlich später als bislang angenommen.

Quelle: mst

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