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07.07.2005

Biologie Viele Nachkommen allein garantieren noch nicht die Erhaltung der Art.

Ob eine bestimmte Tierart von einer anderen verdrängt wird und ausstirbt, hängt auch davon ab, wie schnell sich der Bestand jener Art nach einem ersten Einbruch wieder erholt. Das schreiben Wissenschaftler des Max-Planck Instituts für molekulare Genetik in Berlin sowie Forscher aus Göttingen im Fachblatt "Proceedings of the Royal Society: B". Bislang hatten Biologen vermutet, dass die Art überlebt, die sich am schnellsten vermehrt. Das Wissenschaftlerteam führt jedoch Berechnungen an, die belegen, dass die Geschwindigkeit, mit der sich ein Bestand erholt, entscheidend ist für das Überleben einer Art. Dabei kann sich auch eine Art behaupten, deren eigentlich Wachstumsrate niedriger ist als die des Konkurrenten. Die Forscher bezeichnen diese Fähigkeit als Robustheit oder evolutionäre Entropie einer Art.

Quelle: apr

Biologie Das Auge achtet vor allem auf Änderungen.

Von allen Informationen, die das Auge aufnimmt, erreicht offenbar nur ein Teil tatsächlich das Sehzentrum im Gehirn. Das schreiben Forscher der Harvard University im Fachblatt "Nature". Die Wissenschaftler hatten untersucht, wie die Lichtreize eines Musters in der Netzhaut in elektrische Impulse umgewandelt und weiter geleitet werden. Dabei stellten sie fest, dass ein Teil der Nervenzellen in der Netzhaut Informationen unterdrückt: Bestand das Muster überwiegend aus waagerechten Linien, reagierten die Zellen in erster Linie auf die senkrechten Striche. Die Forscher sind überzeugt, dass diese Auswahl der Netzhaut die Verarbeitung von optischen Reizen erheblich beschleunigt. Biologen hatten bereits vermutet, dass die Nervenzellen in der Netzhaut einen Teil der aufgenommenen Informationen unterdrücken.

Quelle: gät

Informationstechnik Das Bankkonto der Zukunft erhält ein digitales Schloss.

Der Schlüssel zum Schloss könnte im Mobiltelefon integriert werden, berichtet der Online-Informationsdienst "Heise.de". Das teilten Industrieforscher aus Japan mit. Will der Besitzer Geld von seinem Konto abheben, schickt er zunächst vom Mobiltelefon aus ein Passwort an den Rechner der Bank. Dieser gibt dann die Karte des Besitzers zum Geldabheben frei. Nach dem Vorgang wird das Konto wieder geschlossen. Mit dem Sicherungssystem sollen die Konten vor Dieben geschützt werden, die mit gefälschten Karten oder gestohlenen PIN-Nummern Geld abheben wollen.

Quelle: gät

Technik Prozessoren folgen ähnlichen Mustern wie das Wetter.

Davon sind Forscher des staatlichen Französischen Forschungsinstituts für Information und Automation in Orsay nach Angaben des "New Scientist" überzeugt. Die Wissenschaftler hatten ein einfaches Programm in einem Simulator - mit dem normalerweise Mikroprozessoren entworfen und getestet werden - mehrmals hintereinander laufen lassen. Dabei stellten die französischen Wissenschaftler fest, dass die Test-Läufe unterschiedlich lang dauerten. Allerdings folgten diese unterschiedlichen Längen offenbar in einem chaotischen Muster aufeinander, dem auch die Wetterentwicklung unterliegt. Die Wissenschaftler gehen daher davon aus, dass ein Rechenprozess in einem komplexen Prozessor auch von dessen Zustand beeinflusst wird.

Quelle: gät

Biologie Ein aggressives Vogelgrippevirus hat Zugvögel in China infiziert.

Das berichten zwei Forscherteams aus China in den Fachblättern "Nature" und "Science". Die Wissenschaftler hatten Wildgänse untersucht, die im Westen Chinas tot aufgefunden worden waren. Dabei entdeckten sie eine aggressive Variante des Vogelgrippevirus H5N1. Im Tierversuch zeigte sich, dass Mäuse, die mit dieser Variante infiziert wurden, innerhalb von wenigen Tagen verendeten; Hühner innerhalb von 20 Stunden. Die Forscher befürchten, dass das Virus von den Zugvögeln in ganz Asien und darüber hinaus verbreiten werden könnte.

Quelle: gät

Medizin Die Vorgänge bei Multipler Sklerose könnten enträtselt werden.

Forscher des Max-Planck Instituts für Neurologie in Martinsried haben zum ersten Mal beobachtet, was bei Multipler Sklerose im Gehirn passiert. Bei dieser Krankheit greifen T-Zellen auch im Gehirn die Umhüllungen von Nervenzellen an. Wie die Forscher im Fachblatt "Journal of Experimental Biology" schreiben, bewegt sich dabei ein Teil diese Zellen sehr schnell durch das Nervengewebe, während andere sich um bestimmte Synapsen anlagen und schwingen. Die Forscher vermuten, dass es ihnen gelungen ist, einen Vorgang der Krankheit zu beobachten. Sie hoffen jetzt, einen Therapieansatz entwickeln zu können.

Quelle: mst

Klimaforschung Italien wird heiß und trocken.

Das berichtet die italienische Wissenschaftszeitschrift "Le Scienze". Demnach hat das staatliche Wissenschaftsinstitut CNR die Aufzeichnungen von 50 Klimastationen ausgewertet, die sein mehr als zwei Jahrhunderten Wetterdaten sammeln. Dabei zeigte sich, dass die Durchschnittstemperatur um rund vier Grad gestiegen ist. Gleichzeitig fiel - vor allem in Süditalien -- immer weniger Regen. Die Forscher des CNR befürchten daher, dass fast ein Drittel Süditaliens sich in eine Wüste verwandeln könne.

Quelle: mig

06.07.2005

Biologie DFG stellt Untersuchung gegen Leibniz-Preisträgerin ein.

Die Kommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die das vermutete wissenschaftliche Fehlverhalten der Trägerin des Leibniz-Forschungspreises Stefanie Dimmeler untersuchte, hat das Verfahren gegen die Professorin eingestellt. Wie die DFG gestern mitteilte, trage die Molekularbiologin an einigen Unregelmäßigkeiten bei Publikationen ihres Instituts keine Schuld. Der Grund des Verfahrens waren irrtümlich vertauschte Bilder. Diese waren bei Veröffentlichungen in Fachzeitschriften aufgetreten. Anschließend hat die Forscherin lauf DFG entsprechende Berichtigungen publiziert und die Experimente wiederholt, bei denen sie die gleichen Ergebnisse erhielt. Mit dieser Entscheidung kann die Frankfurter Professorin jetzt über die 1,55 Millionen Euro des höchstdotierten deutschen Förderpreises verfügen. Den Preis bekam Dimmeler für ihren Beitrag zum Verständnis von Blutgefäßen und deren Verkalkung. Diese Arbeiten waren die Grundlage für erste klinische Studien zur Stammzelltherapie bei Infarktpatienten. Dimmeler hatte die Auszeichnung vorerst ruhen lassen und war der Preisverleihung am 2. März in Berlin ferngeblieben.

Quelle: mst

Informatik Das Europaparlament lehnt die EU-Richtlinie zu den Softwarepatenten ab.

Und zwar mit überwältigender Mehrheit von 648 zu 14 Stimmen. Nach der Ablehnung gilt für Computersoftware weiter das Urheberrecht. Damit schützt es wie bisher nur den konkreten Programmiercode, nicht jedoch die Idee oder das Verfahren an sich. Mit diesem Entschluss kann Software nicht generell patentiert werden. Nur wenn eine Erfindung einen technischen Marktwert besitzt, wie etwa das Programm einer Waschmaschine, ist ein Patent möglich.

Quelle: mst

Medizin Aspirin schützt nicht vor einer Krebserkrankung.

Das schlussfolgern Wissenschaftler der Harvard Medical School nach einer 10-jährigen Studie. Wie die Forscher in der Online-Ausgabe des Fachmagazins "Science" schreiben, hemmt Aspirin zwar das intrazelluläre Enzym Cyclooxygenase, das eine entscheidende Rolle bei der Entzündungsreaktion spielt. Der vermutete Schutz gegen Krebs konnte aber nicht nachgewiesen werden. Bei ihren Untersuchungen hatten die Wissenschaftler mehr als 40.000 gesunde Frauen über 45 Jahre untersucht, die täglich eine Tablette nahmen, die entweder 100 Milligramm Aspirin, Vitamin E oder ein Placebo enthielt.

Quelle: mst

Genetik Der Ursprung des Quaggas ist geklärt.

Damit haben molekulargenetische Untersuchungen des Smithsonian-Instituts in Washington die Verwandtschaftsverhältnisse des bereits vor 150 Jahren ausgestorben Zebras geklärt. Wie die Forscher in einer Online-Vorabveröffentlichung der Fachjournals "Proceedings of the Royal Society" schreiben, stammten die Proben für die Erbgutanalysen von 13 ausgestopften Museums-Tieren. Bei ihren Untersuchungen konnten sie vier typische Erbgutmuster identifizieren, von denen das älteste vor rund 290.000 Jahren entstanden sein muss. Demnach waren die Quaggas eine Unterart des Steppenzebras. Durch ihre Isolation von anderen Zebras entwickelte sich auch deren typische Fellfärbung mit einem gestreiften Vorderleib und einem einfarbigen Hinterteil.

Quelle: mst

Genforschung Der allergikerfreundliche Apfel ist in Reichweite.

Das hoffen Forscher der Universität Wageningen in den Niederlanden. Ihnen gelang es, 26 Gene in Äpfeln zu bestimmen, die eine wichtige Rolle bei allergischen Patienten spielen. 18 dieser entdeckten Gene kodieren für ein Protein mit Namen "Mal d1". Auf dieses reagieren rund zwei Prozent der Westeuropäer allergisch, schreiben die Wissenschaftler heute in einer Pressemittelung der Universität. Jetzt arbeiten die Forscher in einem EU-Projekt daran, diese Gene gezielt auszuschalten, um so den ersten allergiefreien Apfel zu züchten.

Quelle: mst

05.07.2005

Medizin Ein Gen entscheidet mit darüber, wie schnell eine Leberzirrhose entsteht.

In Mäusen haben Genetiker der Universitäten Bonn und Aachen entdeckt, dass eine bestimmte Variante des so genannten "C 5"-Gens für einen schnelleren Umbau von Lebergewebe in Narbengewebe sorgt: eine Leberzirrhose. Das C5-Gen spielt eine Schlüsselrolle für die Regulation von Entzündungsreaktionen. Bei chronischen Virus-Infektionen der Leber kann eine starke Entzündungsreaktion auf Dauer eher schaden als nützen. Im Fachblatt "Nature Genetics" berichten die Forscher, dass auch Menschen die bei den Mäusen entdeckte Gen-Variante besitzen. Die Forscher haben ein Eiweißmolekül entwickelt, das die fortschreitende Vernarbung der Leber abbremsen könnte. Der Wirkstoff ist allerdings noch nicht am Menschen getestet worden. Quelle: idw-Ticker

Quelle: mawi

Anthropologie Amerika war vielleicht doch früher bewohnt als gedacht.

Britische Archäologen haben in einem Steinbruch nahe der zentralmexikanischen Stadt Puebla menschliche Fußabdrücke ausgegraben. Die fossilen Überreste der Fußspuren warne durch eine harte Schicht Vulkangestein konserviert worden. Wahrscheinlich hatten Menschen das Ufer eines Vulkansees kurz vor einem weiteren Vulkanausbruch passiert. Ein internationales Geo-Archäologen-Team kam zu dem Schluss, dass die Spuren mindestens 40.000 Jahre alt sind. Möglicherweise seien die ersten amerikanischen Siedler auf dem Wasserweg nach Amerika gekommen, so die Forscher. Bislang gingen Wissenschaftler davon aus, dass die ersten Siedler erst vor 11.000 bis 13.000 Jahren zu Fuß über die Beringstrasse einwanderten. Quelle: Royal Society London

Quelle: mawi

Biologie Australische Biologen entdeckten eine neue Delfinart.

Nach Angaben der Forscher lebt das stumpfflossige Tier in flachen Küstengewässern vor der australischen Nordküste und wahrscheinlich auch vor Papua-Neuguinea. Die Ergebnisse von DNA-Tests hätten bestätigt, dass es sich um eine bisher unbekannte Delfinart handele. Wie viele der Stumpfflossen-Delfine es gibt, konnten die Forscher bisher nicht ermitteln.

Quelle: mawi

Medizin Ein Nachrichtenstoff warnt vor aggressiven Tumoren.

Nervenzellen verständigen sich untereinander mit chemischen Verbindungen. Einer dieser so genannten Neurotransmitter mit Namen Gamma-Amino-Butter-Säure – kurz: GABA - ist in besonders hoher Konzentration auch in bestimmten Tumoren zu finden, berichten US-amerikanische Mediziner der Washington University, Saint Louis, im Fachblatt PNAS. Erhöhte GABA-Werte seien bei besonderen Formen von Lungen-, Schilddrüsen und Prostata-Krebs gefunden worden. Je höher der GABA-Wert, um so aggressiver sei der Tumor und um so eher bilde er Tochtergeschwülste aus, so die Forscher. Im Tierversuch wollen die Forscher jetzt erproben, ob die Tumore weniger aggressiv sind, wenn die GABA-Produktion der Krebszellen medikamentös gedrosselt wird.

Quelle: mawi

Medizin Ein Australier erhält einen "bionischen Arm" - made in Germany.

Ein Zugführer aus Australien, der vor zehn Jahren bei einem Zugunglück einen Arm verlor, hat eine neuartige in Deutschland entwickelte Armprothese erhalten. Der so genannte "Dynamic Arm" ist mit einem Motor in der künstlichen Hand ausgestattet. Die bionische Prothese besitze sechsmal mehr Kraft als herkömmliche Prothesen, teilte ein Mediziner der Caulfied-Klinik in Melbourne heute mit. Dabei sei sie etwa ein Viertel leichter, dreimal so schnell und könne eine wesentlich größere Last heben als Vorgängermodelle. Der Patient müsse etwa eine Woche trainieren, um sich an den neuen künstlichen Arm zu gewöhnen.

Quelle: mawi

Umwelt In den Niederlanden töten Windräder jährlich 50.000 Vögel.

Das ergab eine gemeinsame Untersuchung des Energiekonzerns Nuon und des niederländischen Vogelschutzbundes. Die Zahl getöteter Vögel sei weitaus niedriger als bislang angenommen. Auffällig sei auch, dass große Windräder kaum mehr Vögel töten als kleine. Zum Vergleich: In den Niederlanden kommen durch den Autoverkehr jährlich etwa zwei Millionen Vögel ums Leben, sagen Schätzungen.

Quelle: mawi

04.07.2005

Medizin Eine umstrittene Parkinson-Therapie zeigt nachträglich Erfolg.

Britischen Medizinern ist es gelungen, den Verlust von Nervenzellen im Gehirn eines Parkinson-Patienten rückgängig zu machen. Wie die Wissenschaftler in der Zeitschrift "Nature Medicine", Band 11, Seite 704, berichten, hatten sie mehrere Patienten mit einem neuartigen Wirkstoff behandelt: einem körpereigenen Eiweißmolekül. Dieses Molekül ist für das Überleben und die Funktion genau jener Nervenzellen verantwortlich, die bei der Parkinson-Krankheit zerstört werden. Während der Behandlung verbesserten sich die motorischen Fähigkeiten der Patienten, doch die Wissenschaftler brachen die Studie ab. Sie befürchteten unerwünschte Nebenwirkungen. Als einer der Patienten an Herzversagen starb, untersuchten die Wissenschaftler sein Gehirn. Dort entdeckten sie im Bewegungszentrum viele dopaminhaltige Nervenfasern, die sich neu gebildet hatten.

Quelle: kar

Umwelt Leuchtender Kot weist Vogelkundlern den Weg.

Amerikanische Biologen der Universität von Florida haben die Samen eines Busches mit einem leuchtenden Pulver besprüht. Vögel pickten den Samen auf und schieden ihn wieder aus. Anhand des leuchtenden Vogelkots konnten die Wissenschaftler daraufhin das Revierverhalten der Tiere erforschen. Dabei ging es um den Rotkehl-Hüttensänger, der den Samen der Wachsgagelbüsche besonders mag. Wie die Wissenschaftler in der Zeitschrift "Science", Band 309, Seite 146, berichten, führten die Flugrouten der Vögel immer an den Kanten der Areale lang, die für den Versuch eigens gerodet wurden.

Quelle: kar

Technik Holz lässt sich schweißen wie Metall.

Den Beweis dafür hat ein französisch-schweizerisches Forscherteam angetreten. Die Wissenschaftler griffen dafür auf eine so genannte Friktionsschweißmaschine zurück. Mit der werden normalerweise thermoplastische Werkstoffe in der Automobilindustrie miteinander verbunden. Bei dem Verfahren entstehen Temperaturen von bis zu 180 Grad Celsius. Die sorgen dafür, dass die Holzfasern schmelzen, sich verwickeln und unter Druck zusammengeschweißt werden. Die Fasern bilden so eine klebrige Oberfläche, die genauso stabil ist wie die eines 24-Stunden-Klebers. Das Verfahren kann dabei helfen, dass weniger giftige Vinyl- und Acrylklebstoffen in der Holzindustrie verwendet werden. Quelle: Pressemitteilung Inras, Paris

Quelle: kar

Biologie Gemüse gedeiht auch mit weniger Wasser…

…dank eines neuartigen Gewächshauses, das Wissenschaftler der Technischen Universität Berlin in Spanien bauen. Das Wasser, das über die Nutzpflanzen verdunstet, wird dank eines Kondensationssystems in einem Kühlschacht wieder zurück gewonnen. Klima und Lüftung funktionieren auf der Basis natürlicher Auf- und Abtriebskräfte. Das Kühlsystem regeneriert sich nachts, wenn es draußen kalt wird. Die Wissenschaftler wollen in dem Gewächshaus so genanntes Grauwasser einsetzen. Das ist Abwasser, das zuhause beim Duschen oder Wäschewaschen entsteht. Geplant ist auch, über das Dach des Gewächshauses Meerwasser zu versprühen, das über das Verdunstungssystem entsalzt wird.

Quelle: kar

01.07.2005

Technik Schnelle Elektronen sorgen für Rekord im Plasmabeschleuniger.

Eine Gruppe internationaler Wissenschaftler hat Elektronen in Heliumgas mittels eines Laserstrahls auf Energien von etwa 300 Mega-Elektronenvolt beschleunigt. Damit stellten die Physiker einen neuen Rekord in der Teilchenbeschleunigung auf, berichtet das Fachmagazin "Physical Review Letters". Bei ihren Versuchen erzeugten die Forscher durch den Laserstrahl so viel Energie, dass sich ein Plasma bildete, in dem die Heliumatome ionisiert und Elektronen freigesetzt wurden. Der Laser verschob dabei die Wolke und erzeugte ein elektrisches Feld, das die Elektronen beschleunigte. Die Forscher des Imperial College in London stellten zudem fest, dass sich die Qualität des Elektronenstrahls mit der Leistungssteigerung zunehmend verschlechterte.

Quelle: mst

Medizin Liposomen-Taxi soll bei Rheuma helfen.

Forscher der Universität Jena haben eine Methode entwickelt, mit der übereifrige Immunzellen in den entzündeten Gelenken bei Patienten mit Rheuma Arthritis möglichst schonend und effektiv ausgeschaltet werden. Wie die Forscher heute in einer Pressemitteilung bekannt gaben, sollen Liposomen-Taxis dabei das entzündungshemmende Medikament direkt in die Gelenke der Patienten einschleusen. Liposome sind kleine Hohlkügelchen aus Fettmolekülen, die - mit dem Medikament im Schlepptau - in die Zellen der Gelenke transportiert werden sollen. Der Wirkstoff, so hoffen die Forscher, soll dann per Laserstrahl vor Ort aktiviert werden.

Quelle: mst

Mikrobiologie Selbst kleinste Ökosysteme sind unberechenbar.

Wissenschaftler der Universität Köln haben ein Ökosystem mit drei verschiedenen Mikroorganismen simuliert, die in einer Nahrungspyramide stehen. An der Basis standen zwei konkurrierende Bakterienstämme, von denen sich ein Wimperntierchen ernährte. Bei allen Experimenten erhielten die Forscher nie annähernd identische Ergebnisse. Die Populationen wiesen bei jeder Zählung am Ende der Experimente andere Verhältnisse auf, schreiben die Forscher in dem Fachmagazin "Nature".

Quelle: mst

Medizin Wissenschaftler entdecken genetische Ursache für Herzschwäche.

Ein Gen, das die Bildung von Blutgefäßen steuert, spielt auch bei der Pumpkraft des Herzens eine große Rolle, berichtet das Fachmagazin "Genes & Development". Mediziner der Universitätsklinik Heidelberg haben bei Versuchen an Zebrafischen herausgefunden, dass bei Veränderungen an diesem Gen gleichzeitig auch bestimmte Botenstoffe in den Herzmuskelzellen beeinträchtigt werden. In weiteren Experimenten konnten die Ergebnisse an Ratten und Mäusen bestätigt werden. Die Forscher hoffen, dass dieser Mechanismus den Weg zu neuen Therapieansätzen bei menschlichen Patienten mit Herzschwäche ermöglicht.

Quelle: mst

Genetik Gene können auch stufenweise reguliert werden.

Das berichten amerikanische Wissenschaftler der Universität von Utah im Fachmagazin "Science". Sie konnten nachweisen, dass das Eiweiß Ets-1 als Lesehilfe und Regler für die genetische Information dient. Damit gelang den Forschern erstmals der Nachweis, dass Gene nicht nur an- und ausgeschaltet, sondern auch stufenweise reguliert werden. Um ein Gen zu regeln, heften sich Phosphate an das Eiweiß. Je mehr Phosphate das Eiweiß belegen, desto schlechter kann das Eiweiß an das Gen andocken. Haben die Phosphate eine gewisse Anzahl erreicht, kann das Eiweiß nicht mehr andocken, und das Gen wird damit abgeschaltet.

Quelle: mst

Biologie Quallen bunkern Frischluft im Gelee.

Das berichtet das "Journal of Experimental Biology". Ohrenquallen sind damit in der Lage, auch in sauerstoffarmen Gewässern problemlos mehrere Stunden zu überleben. Dabei können sie je nach Bedarf Sauerstoff aus ihrem Körper extrahieren, da sie diesen als Gasspeicher nutzen. Zwischen der inneren und äußeren Gewebeschicht befindet sich eine zellfreie Schicht aus stark wasserhaltigem Gel, die Mesoglea.

Quelle: mst

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