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19.07.2005

Umwelt Der Klimawandel ist kurzfristig nicht zu stoppen.

Selbst wenn die Menschheit sofort den Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid stoppte, würden die Temperaturen weiter ansteigen. Mindestens 20 Jahre lang stiege die Durchschnittstemperatur auf der Erde noch um mehrere Zehntelgrad an, und die Konzentration des Treibhausgases Kohlendioxid wäre erst im Jahr 2100 wieder auf das Niveau von 1975 gesunken. Das haben französische Umweltforscher errechnet. Sollte der Kohlendioxid-Ausstoß bis 2025 weiter steigen, schreiben die Forscher im Fachblatt PNAS, dann sei bis zum Ende des Jahrhunderts mit 1,3 Grad Celsius höheren Temperaturen zu rechnen - verglichen mit den Temperaturen zu Beginn der Industrialisierung.

Quelle: mawi

Biologie Aggressive Mäuse fressen Jung-Albatrosse.

Auf einer entlegenen Insel im Südatlantik bilden eingeschleppte Hausmäuse regelrechte Banden, um bis zu 200 Mal größere Jung-Albatrosse zu überfallen und zu fressen, berichten Vogelkundler der Universität Kapstadt auf der Internetseite des Fachblattes "Nature". Die Mäuse hätten ihr aggressives Verhalten erlernt und an ihre Jungen weitergegeben. Die Übertragung erlernter Fähigkeiten von einer Generation auf die andere sei bei wild lebenden Mäusen bisher so noch nicht beobachtet worden. Die Vögel wehren sich nicht gegen die Mäuse. Die Forscher haben angekündigt, die Mäuse zu bekämpfen, um so die Albatrosse zu retten.

Quelle: mawi

Forschungspolitik Die Exzellenz-Initiative ist besiegelt.

Die deutschen Universitäten können sich ab August um Mittel aus der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern bewerben. Alle Bundesländer hätten die Vereinbarung unterzeichnet, teilte das Bundesforschungsministerium heute in Berlin mit. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn sprach von einem "großen Gewinn für den Wissenschaftsstandort Deutschland". Die Regierungschefs von Bund und Ländern hatten im Juni das 1,9-Milliarden-Euro-Programm für die Spitzenforschung auf den Weg gebracht. Quelle: bmbf

Quelle: mawi

Biologie Britische Biologen wollen Wale aus Übersee einfliegen...

... und in der Irischen See ansiedeln. Die Tiere sollen der Population vor der US-amerikanischen Westküste entnommen und umgesiedelt werden. Nach Aussage von Owen Nevin von der University of Central Lancashire sollen Dutzende der bis zu 18 Meter langen und 35 Tonnen schweren Tiere per Flugzeug nach Großbritannien gebracht werden. In der Irischen See sind Grauwale vor rund 400 Jahren von Walfängern ausgerottet worden. Umweltschützer bezweifeln, dass die aus dem Pazifik stammenden Grauwale sich in der neuen Umgebung zurechtfinden werden. In der Irischen See hätten sie keine Chance, die Wanderrouten der einstmals dort lebenden Wale wieder aufzunehmen. Quelle: BBC, netzeitung

Quelle: mawi

Forschungspolitik In fünf Jahren wird China die Europäische Forschung überholen.

Die Europäische Union wird das selbst gesteckte Ziel wahrscheinlich verfehlen, die Forschungs-Ausgaben von derzeit 1,9 Prozent bis 2010 auf 3,0 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) zu erhöhen, sagte EU-Forschungskommissar Janez Potocnik heute in Brüssel. Im Jahr 2010 werde China mit rund 2,2 Prozent des Brutto-Inlands-Produktes wahrscheinlich mit der EU gleichziehen. Potocnik beklagte, der Mangel an Geld treibe Forscher aus Europa. Es gebe immer weniger Investitionen aus multinationalen Firmen. Neue Forschungsinvestitionen gingen vor allem in die asiatischen Staaten: nach China, Taiwan, Hongkong und Singapur.

Quelle: mawi

Technik Kamelreitende Roboter hatten Premiere.

Zehn kleine Roboter in blau-roten Uniformen haben in Abu Dhabi erstmals ein Kamelrennen geritten. Die 15 Kilogramm schweren ferngesteuerten Maschinen-Jockeys besitzen zwei Greifarme, mit denen sie die Zügel und die Peitsche halten können. Die Veranstalter der Kamelrennen reagierten auf ein Verbot, Kinder als Jockeys einzusetzen. Menschenrechtsorganisationen hatten immer wieder kritisiert, dass Kinder vor allem aus Asien in die Golfstaaten gebracht werden, um dort als Jockeys zu arbeiten.

Quelle: mawi

Raumfahrt Die "Discovery" darf diese Woche noch nicht abheben.

Nach Angaben der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa wird sich der Start der Raumfähre Discovery noch um mindestens eine Woche verzögern. Als frühesten Starttermin nannte ein Nasa-Sprecher den 26. Juli, den kommenden Dienstag. Die Ursache für den Defekt an einem der Treibstoff-Sensoren sei noch nicht gefunden. NASA-Techniker planen, den Außentank des Shuttles mit Wasserstoff zu füllen. Sie wollen testen, ob der Sensor selbst fehlerhaft ist. Erwogen werde auch, mit nur drei funktionstüchtigen Sensoren zu starten.

Quelle: mawi

18.07.2005

Biologie Zeig mir Dein Ohr ...

.. und ich sage Dir, wer Du bist. Britische Forscher der Universität von Southhampton haben nachgewiesen, dass Menschen anhand ihrer Ohrmuscheln zuverlässiger biometrisch erkannt werden als anhand ihrer Gesichter. Wie die Zeitschrift "New Scientist" schreibt, lag die Trefferquote bei einer Versuchsreihe bei 99 Prozent. Die Konturen der Ohren blieben im Laufe des Lebens nahezu unverändert, heißt es. Das Ohr biete außerdem deutlich mehr Unterscheidungsmerkmale als das Gesicht. An die Strukturen der Augen-Iris reiche es allerdings nicht heran.

Quelle: kar

Medizin Der Schutz vor Krebs ist Atem raubend.

Jedenfalls genetisch gesehen. Denn wenn Menschen an Allergien leiden wie Asthma oder Heuschnupfen, ist es eher unwahrscheinlich, dass sie auch an einem bösartigen Gehirntumor erkranken. Diesen Zusammenhang haben Mediziner der staatlichen Universität von Ohio entdeckt und in der Zeitschrift "Cancer Research" beschrieben. Demnach sorgen zwei Gen-Varianten dafür, dass Menschen schneller an Asthma erkranken. Diese beiden Gene haben aber auch Einfluss auf das Verhalten der Zellen des Immunsystems, wenn sie Informationen austauschen. Die Botenstoffe lösen vermutlich eine verstärkte Abwehrreaktion der Lunge aus. Dabei hemmen sie gleichzeitig aber auch Entzündungen im Gehirn.

Quelle: kar

Raumfahrt Die Weltraumfähre Discovery kann frühestens am Freitag starten.

Experten der US-Weltraumbehörde Nasa suchen immer noch nach dem technischen Fehler am Space Shuttle. Vergangenen Mittwoch hatte ein defekter Treibstoffsensor dazu geführt, dass die Startvorbereitungen für die Weltraumfähre abgebrochen wurden. Der Sensor misst den Fluss des Treibstoffes zum Triebwerk. Ist der Druck zu gering, schaltet eine Automatik das Triebwerk ab. Sobald die technischen Probleme beseitigt sind, braucht die Nasa noch vier Tage, um Discovery startklar zu machen.

Quelle: kar

Medizin Ein verändertes Gen macht das Herz krank.

Die mutierte Form des Gens lässt die Aorta-Klappe verkalken und schwächt das Herz. Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in San Francisco haben die Gen-Veränderung näher untersucht und berichten darüber in der Online-Ausgabe der Zeitschrift "Nature" (doi: 10.1038/nature03940; 10.1038/nature03844). Demnach ist das Gen daran beteiligt, wenn die Erbsubstanz DNS in RNS umgeschrieben wird. Das Gen steuere - im Zusammenspiel mit anderen Genen - im Fötus die Entwicklung der Herzklappe. Ebenfalls in "Nature" berichten Wissenschaftler der Universität von Michigan über die Entdeckung eines neuen Wirkstoffes, der die Muskelzellen des Herzens stärkt. Der Wirkstoff könnte Menschen helfen, die an Muskeldystrophie leiden, einer erblich bedingten Muskelkrankheit.

Quelle: kar

Raumfahrt Schweine im Weltall.

Das ist das Ziel der chinesischen Raumfahrt. Wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, soll im Oktober das Sperma von Schweinen ins All geschossen werden und mehrere Tage lang um die Erde kreisen. Nach der Rückkehr wollen die chinesischen Wissenschaftler mit dem Sperma die Eizellen weiblicher Schweine befruchten - um herauszufinden, ob Schwerelosigkeit und Strahlung das Sperma genetisch verändert haben. Als Spender für das wissenschaftliche Experiment wurden - wie es heißt - zwei besonders prachtvolle Exemplare der südchinesischen Schweinerasse Rong-chang ausgewählt.

Quelle: kar

Archäologie Archäologen graben in Norddeutschland.

Und zwar in den Ruinen der mittelalterlichen Stadt Nienover in Niedersachsen, nördlich von Uslar. Die Stadt war um das Jahr 1300 untergegangen und wurde vor zwölf Jahren von Archäologen wieder entdeckt. 50 Experten aus Europa und Übersee haben von ehemals 100 Fachwerkhäusern 30 ausgegraben. Nach den bisherigen Funden gehen die Archäologen davon aus, dass die Stadt von einer blühenden Metallindustrie lebte. Bei früheren Grabungen wurden bereits Schmelzöfen für Eisen, Kupfer, Zinn, Zink und Bronze freigelegt.

Quelle: kar

Technik Eine japanische Toilette prüft die Gesundheit...

... beim WC-Besuch. Das Klosett testet automatisch den Zuckergehalt im Urin und speichert die Daten auf Wunsch des Benutzers für künftige Besuche. Neben dem Papierhalter befindet sich ein Blutdruckmessgerät, im Boden vor dem Waschbecken ist eine Waage eingelassen. Außerdem kann über eine weitere Einrichtung auch noch der Fettgehalt im Körper kontrolliert werden. So verbindet sich der Gang zur Toilette gleich mit einem Basis-Gesundheitscheck. Die Idee für das High-Tech-WC stammt von einem Bauunternehmer aus Tokio. Er regte nach einem Krankenhausbesuch die Konstruktion der neuen Toilette an.

Quelle: kar

15.07.2005

Medizin Händewaschen kann Kinderleben retten.

Das berichten Mitarbeiter der US-Seuchenbehörde CDC im Fachblatt „The Lancet“, Band 366, Seite 225. Die Forscher hatten ein Jahr lang Seife an 600 Familien in Karachi verteilt und diese ermuntert, sich regelmäßig die Hände zu waschen. Bei einem Vergleich mit anderen Familien zeigte sich, dass sich die Zahl von Durchfall- und Atemwegserkrankungen bei Kindern um die Hälfte reduziert hatte. Jede Familie einmal in der Woche zu besuchen, ist allerdings zu teuer. Die Wissenschafter wollen daher nach billigeren Wegen suchen, das Händewaschen zu propagieren.

Quelle: gät

Informationstechnik Magnet-Speicher Chips werden immer schneller.

Konventionelle Speicherchips müssen mit Strom versorgt werden, damit die Informationen erhalten bleiben. Bei Magnet-Speicherchips dagegen werden die Informationen durch die Ausrichtung von winzigen Partikeln dauerhaft gespeichert. Ein Computer ist damit nach dem Einschalten ohne zu booten sofort betriebsbereit und verbraucht deutlich weniger Strom. Allerdings dauerte es bis jetzt länger, um die Information dem Partikel aufzuprägen, weil diese nach dem Schreiben sozusagen magnetisch nachschwingen. Forscher der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig haben jetzt eine Technik entwickelt, mit der diese magnetische Anregung auf dem ganzen Chip unterdrückt wird. Damit könnten sich Informationen genau so schnell wie auf den schnellsten konventionellen Chips speichern lassen.

Quelle: gät

Neurologie Nerven kommunizieren nicht nur über die Synapsen.

Biologen gingen bis jetzt davon aus, dass Informationen zwischen Nervenzellen nur über die Synapsen ausgetauscht werden. Das sind die verdickten Enden der Zellen, die von einem winzigen Spalt getrennt werden. Durch diesen Spalt diffundiert ein Botenstoff zur nächsten Nervenzelle und löst dort einen Reiz aus. Forscher des Salk Instituts in den USA beschreiben im Fachblatt „Science“, Band 309, Seite 446, jetzt jedoch einen anderen Weg, auf dem Signale im Gehirn übertragen werden. Durch Untersuchungen und Simulationen der Signalvermittlung in den Nervenzellen vom Huhn konnten die Wissenschaftler zeigen, dass ein Teil der Botenstoffe an den Synapsen vorbei freigesetzt und empfangen wird. Die Forscher schließen daraus, dass Nervenzellen - entgegen der Lehrmeinung - mehrere Möglichkeiten haben, miteinander zu kommunizieren.

Quelle: gät

Archäologie Archäologen finden vier mittelalterliche Papstsiegel in einer Latrine.

Die Siegel sind aus Blei und messen etwa 3,5 Zentimeter. Sie wiegen mehr als 50 Gramm und stammen aus der Zeit von Papst Bonifatius IX. Gefunden wurden die Siegel von Archäologen bei Ausgrabungen auf dem Gelände der Universität Greifswald in einem zeitgenössischem Latrinenschacht. Die Forscher vermuten daher, dass die Siegel noch während des oder kurz nach dem Pontifikat im Unrat landeten. Ob es sich dabei um ein Versehen handelte, ließen die Wissenschaftler offen.

Quelle: gät

Umwelt Eissturmvögel tragen Industriegifte in die Arktis.

Das notieren Forscher aus Kanada im Fachblatt „Science“, Band 309, Seite 445. Bislang hatten Wissenschaftler vermutet, dass Schadstoffe wie DDT oder Hexa-Chlorbenzol durch Luftströmungen in den hohen Norden geweht werden. Die Ergebnisse der Studie legen jedoch nahe, dass viele Schadstoffe von Tieren wie den Eissturmvögeln verschleppt werden. Diese fressen weit im Süden Seetiere, die bereits hoch belastet sind. Anschließend fliegen die Tiere nach Norden zu ihren Nistplätzen und scheiden dort die hoch belasteten Reste ihre Nahrung wieder aus. Dieser Schadstoff-Transport schadet auch den Menschen: So zählen Eskimos zu den am stärksten belasteten Menschen der Welt.

Quelle: gät

14.07.2005

Medizin Aidstherapie zum Discountpreis.

Die thailändische Regierung will Hunderttausenden Aids-Kranken Zugang zu einer bezahlbaren Behandlung verschaffen. Etwa 500.000 HIV-Kranke können ab Oktober in den Krankenhäusern des Landes eine Anti-Retroviral-Therapie für umgerechnet etwa 60 Euro-Cent pro Besuch bekommen, teilte das Bangkoker Gesundheitsministerium heute mit. Die dafür benötigten Medikamente würden in Thailand günstig als Generika hergestellt. Nach Angaben aus Bangkok ist das Projekt in der Welt einmalig. Das Angebot richte sich an HIV-Kranke, bei denen die Krankheit bereits fortgeschritten ist. Als Gradmesser dient der Wert der CD4-T-Zellen im Blut, die von dem HI-Virus besonders stark angegriffen werden. Für die Generika werden Medikamente internationaler Pharmafirmen in heimischen Labors billig kopiert. Vor allem bei US-Pharmakonzernen hatte dies einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.

Quelle: dk

Astronomie Gasplanet erstaunt Astronomen.

Ein US-Astronom hat einen rätselhaften heissen Planeten in einem System mit drei Sonnen entdeckt. Der Gasplanet hätte nach den gängigen Theorien gar nicht entstehen dürfen. Anziehungskraft und Hitze der drei Sonnen in diesem System hätten das nach den gängigen Theorien verhindern müssen, schreibt der Forscher vom California Institute of Technology in Pasadena in der britischen Fachzeitschrift Nature, Band 436, Seite 230. Als Mindestabstand für die Entstehung von Gasplaneten gilt nach den bisherigen Theorien die 2,7-fache Distanz Erde-Sonne. Erst hinter dieser Grenze kann sich demnach ein Eiskern formen, an dem dann Gas kondensiert. In dem Dreifachsternsystem beträgt die Entfernung jedoch nur die Hälfte dessen. Die geschätzte Zahl der Planeten bei anderen Sternen müsste dann nach oben korrigiert werden.

Quelle: dk

Geologie Phuket hat sich verschoben.

Das Erdbeben, das im Dezember die Tsunami-Katastrophe in Asien auslöste, hat einen weit größeren Riss am Grunde des Indischen Ozeans erzeugt als angenommen. Statt anfangs vermuteter 450 Kilometer sei der Graben 1000 Kilometer lang, heisst es in einer im britischen Wissenschaftsblatt "Nature" veröffentlichten Untersuchung eines Geologenteams. Bei dem Beben am 26. Dezember 2004 wurde dabei der unterseeische Rand der Asiatischen Platte zusätzlich zur Nordverschiebung um zehn Meter angehoben. Zudem veränderte sich die Lage mehrerer Orte in der Region deutlich Die thailändische Ferieninsel Phuket verschob sich durch das Beben um 27 Zentimeter, die malaysische Insel Langkawi um 17 Zentimeter. Schon zehn Minuten nach Beginn des Bebens sei es bei den Messpunkten in Thailand zu Verschiebungen gekommen. Selbst an bis zu 3000 Kilometer entfernten Orten seien noch Bewegungen zwischen fünf und zehn Millimetern registriert worden. Die Messungen wurden mit dem GPS-System durchgeführt.

Quelle: dk

Umwelt Mit Benzin am Arbeitsplatz lebt es sich gefährlicher.

Benzindämpfe aus Zapfsäulen können bei dauerhaftem Einatmen das Unfallrisiko mehr als verdoppeln. Das haben die Unfalldaten von 20.000 Arbeitnehmern in Taiwan gezeigt, die von der taiwanesischen Nationaluniversität in Taipeh ausgewertet wurden. Über die Studie berichtet das britische Magazin "New Scientist", Nummer 2508, Seite 16. An Zapfsäulen Beschäftigte hatten demnach auf dem Heimweg 2,4 Mal mehr Unfälle als Büroangestellte. Die seit 1997 auch in Deutschland vorgeschriebenen Absauganlagen für Benzindämpfe schalten das zusätzliche Risiko der Studie zufolge effektiv aus.

Quelle: dk

Medizin Akupunktur hilft bei Arthrose.

Akupunktur kann die Schmerzen lindern und die Gelenkfunktion verbessern. Das ist das Ergebnis einer Studie der Charité - Klinik in Berlin mit 300 Arthrose-Patienten, die jetzt in der Fachzeitschrift "Lancet" publiziert wurde. Ein einmaliger Akupunkturzyklus bringt den Patienten demnach nachweislich eine spürbare Besserung für die Dauer von mindestens acht Wochen. Die Studie belegt auch, dass es durchaus einen Unterschied macht, ob die Nadeln an richtigen Akupunkturpunkten gesetzt werden oder nur zum Schein an der Oberfläche. Die 300 Patienten mit chronischen Schmerzen wurden nach dem Zufallsprinzip auf echte und Scheinakupunktur verteilt sowie nicht behandelt. Die mit echter Akupunktur behandelten Menschen hatten deutlich weniger Beschwerden.

Quelle: dk

Paläontologie Dinosaurier holten ähnlich Luft wie die Vögel.

Ähnlich komplex wie das der heute lebenden Vögel war das Atmungssystem der Dinosaurier. Sie besaßen zahlreiche bis in die Knochen reichende Luftsäcke zur Unterstützung der Atmung. Darauf deuten die Ergebnisse zweier amerikanischer Forscher hin, die eine Reihe von Dinosaurierknochen untersucht haben. Sie sind in der aktuellen Nature, Band 436, Seite 253 veröffentlicht. Luftsäcke ziehen sich beinahe durch den ganzen Körper von Vögeln. Diese Konstruktionen ermöglichen es den Tieren, einen nahezu konstanten Luftfluss sowohl beim Ein- wie auch beim Ausatmen aufrecht zu erhalten, was einen optimalen Gasaustausch gewährleistet. Die Forscher verglichen Aufbau der fossilen Knochen aus zahlreichen Museen mit dem moderner Vögel und untersuchten, wie das Luftsacksystem in das Skelett an Nacken, Brustkorb und Hüfte vorgedrungen war. Dabei gab es eindeutige Ähnlichkeiten zu denen der Vögel. Deren Atemsystem ist also entstanden, lange bevor sich die Vögel als Art entwickelt haben.

Quelle: dk

Medizin Essstörungen treten immer früher auf.

Essstörungen bei Jugendlichen treten nach einer Studie schon im jüngeren Alter auf als bislang bekannt. Vor allem bei der Bulimie sei das Alter der Ersterkrankten um etwa drei Jahre auf 15- bis 16-jährige gesunken. Das geht aus einer Studie der Universität Halle hervor. Laut Untersuchung seien bei zehn Prozent der Mädchen und zwei Prozent der Jungen bulimische Verhaltens- und Denkweisen festzustellen. Jeder siebte Jugendliche trage mittlerweile ein Magersuchtrisiko, auch Jungen seien zunehmend betroffen. Risikofaktoren für Essstörungen seien unter anderem ein instabiles Selbstwertgefühl sowie ein ausgeprägtes Schlankheitsideal.

Quelle: dk

13.07.2005

Mikrobiologie Elektronenfluss hält Bakterien am Leben.

Forscher der Züricher Hochschulen haben die atomare Struktur zweier Eiweiße bestimmt, die eine wichtige Rolle bei der anaeroben Energiegewinnung des weitverbreiteten Bakteriums //Escherichia coli// spielen. Darüber berichtet die amerikanische Wissenschaftszeitschrift "Structure", Band 13, Ausgabe 7. Dabei konnten die Forscher zeigen, wie Elektronen von Protein zu Protein übertragen werden, um letztlich das für die Atmungskette des Bakteriums wichtige Protein Cytochrom c funktionsbereit zu machen. Untersucht haben die Forscher speziell zwei Schlüsselproteine, deren Zusammenwirken bei der Reifung von Cytochrom c bisher umstritten war. Beide Eiweiße bilden dabei einen Komplex. Es zeigte sich auch, dass eines der Proteine strukturell so flexibel ist, dass es mit Proteinen ganz unterschiedlicher Stoffwechselwege interagieren kann. Die Ergebnisse aus Zürich sind deshalb von grundlegender Bedeutung, denn das bessere Verständnis der anaeroben Energiegewinnung von Bakterien, also unter Luftabschluss, ist eine Voraussetzung, um krankheitserregende Bakterien besser bekämpfen zu können.

Quelle: dk

Biologie Auch in der Tiefsee gibt es einen Tagesrhythmus.

Das berichtet ein Tübinger Wissenschaftler nach Abschluss einer Forschungsreise. Unterhalb von 1000 Metern lebende Arten, die ohne Sonnenlicht auskommen müssen, orientieren sich offenbar an den Mondphasen. Auf der Reise des US-Forschungsschiffes "New Horizon" entdeckten die Forscher in den Zirbeldrüsen von Tiefseefischen den Botenstoff Melatonin, der auch im menschlichen Hirn den Tag- und Nachtrhythmus steuert. Dabei hat sich gezeigt, dass bodenlebende Arten wie Tiefseeaale oder Grenadierfische nicht die Sonne als Rhythmusgeber haben, sondern den Mond, dessen Phasen sie durch die Strömungswechsel der Gezeiten wahrnehmen. Die Änderungen der Strömungsrichtung werden vom Seitenliniensystem und durch Änderungen bestimmter Signal- und Geruchsstoffe wahrgenommen.

Quelle: dk

Medizin Ein Fehler im Signalweg lässt den Krebs entstehen.

Forscher der Universität Zürich haben den Mechanismus des so genannten "Wnt- Signalweges" ein Stück weiter aufgeklärt. Dieser regelt die Kommunikation der Zellen untereinander. Fehler in diesem Signalweg können zu Krebs führen. Die Forschungsgruppe konnte nun zeigen, dass ein bestimmtes Protein zuständig für die Aktivierung der Kommunikation von Zellen untereinander ist. Diese Kommunikation ist wichtig, damit sich die Zellen richtig verhalten und ihr entsprechendes genetisches Programm abrufen. Diese Erkenntnis soll neue Ansatzpunkte für die Behandlung von Krebs liefern. Die Studie wurde in der Wissenschaftszeitschrift "Current Biology", Band 15, Ausgabe 13, publiziert. Mutationen von Komponenten des so genannten "Wnt-Signalweges" sind die Ursache für gut 90 Prozent der auftretenden Fälle von Dickdarmkrebs.

Quelle: dk

Medizin Schwankender Luftdruck erhöht das Risiko für Herzinfarkte.

Sinkt der Luftdruck plötzlich ab, ist die Gefahr eines Herzinfarkts besonders hoch. Aus diesem Grund sind im Winter mehr Herzinfarkte zu verzeichnen, da in der kalten Jahreszeit der Luftdruck stärker schwankt. Das berichten US-Mediziner vom Scott & White Hospital in Temple im "American Journal of Cardiology", Band 96, S. 45. Sie stützen ihre Aussage auf die Daten von über 2000 Herzpatienten und den entsprechenden Wetterlagen. Die Kälte an sich sei nicht das Problem, denn auch an warmen Orten wie Hawaii kommt es laut der Studie im Winter vermehrt zu Herzattacken. Verantwortlich sei daher der Umgebungsdruck. Je drastischer der Druck sinkt, desto größer ist das Risiko, am nächsten Tag einen Herzinfarkt zu erleiden, zeigten die Ergebnisse. Verantwortlich seien Ablagerungen in den Blutgefäßen. Bei einem Druckabfall könnten sie sich in den Arterien lösen und so einen Herzinfarkt verursachen.

Quelle: dk

Medizin In Europa sterben noch immer viele Frauen an Lungenkrebs.

Zu diesem Ergebnis kommen Forscher aus Italien und der Schweiz nach einer umfangreichen vergleichenden Studie. Demnach, so meldet der Internetdienst "wissenschaft.de", ist die Zahl der Todesfälle pro 100.000 Frauen aufgrund dieser Krebserkrankung in den meisten Ländern in den vergangenen zwanzig Jahren stetig gestiegen. Die Trends in einigen Ländern geben allerdings auch Grund zur Hoffnung, berichten die Wissenschaftler. In den EU-Ländern ist die Zahl der Todesfälle durch Lungenkrebs bei Frauen zwischen 1990 und 2000/2001 um 16 Prozent gestiegen. Sechs Länder weisen hingegen in diesem Jahrzehnt einen Abfall der Zahlen auf darunter England und Russland. In weiteren Ländern wie Italien und den Niederlanden nehmen die Sterbefälle bei jüngeren Frauen die ab. Dies gebe Anlass zu der Hoffnung, dass in Europa der Höhepunkt der Entwicklung bereits erreicht sei. Anders als in den USA Dort führt Lungenkrebs gegenüber anderen Tumorarten bei Frauen am häufigsten zum Tode.

Quelle: dk

Physik Warmes Licht aus der LED.

Chemiker aus Münster, München und Freiburg haben eine weiße LED-Lichtquelle mit außergewöhnlicher Farbbrillanz hergestellt. Dem Team gelang es, zwei neuartige orangerote und gelbgrüne Phosphore auf der Basis von Silizium und Stickstoff und dem fluoreszierenden Element Europium zu entwickeln. Diese Leuchtquellen wurden mit einer blauen LED kombiniert. Das Ergebnis sei eine warmweiße Lichtquelle mit hoher Effizienz und exzellenter Farbbrillanz, so die Forscher. Die Firma Lumileds Lighting, der größte amerikanische Leuchtdiodenhersteller, wird diese LEDs auf den Markt bringen.

Quelle: dk

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