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25.07.2005

Medizin Forscher entschlüsseln die genetische Ursache des Nierenversagens bei Diabetes.

Genetiker des Universitätsklinikums in Heidelberg haben ein Gen entschlüsselt, das je nach Variante vor einem Nierenversagen schützt oder es begünstigt. Wie die Forscher in der August-Ausgabe der Fachzeitschrift "Diabetes" schreiben, schützt normalerweise das Eiweiß Carnosin die Niere. Bei rund 40 Prozent der Zuckerkranken wird dieses Eiweiß jedoch nicht optimal produziert. Ursache ist die unterschiedliche Aktivität des "CNDP-1-Gens", von dem die Forscher drei verschiedene Varianten feststellen konnten. Dabei sahen sie, dass sowohl eine Über- als auch eine Unterfunktion des Gens - Nierenzellschäden verursachen.

Quelle: mst

Biologie Tiger sind keine Naschkatzen.

Zumindest wenn es sich um Zucker oder andere Süßspeisen handelt. Wie amerikanische Forscher vom Monell Chemical Senses Center in Philadelphia berichten, können weder Großkatzen wie etwa Löwen oder Tiger, noch Hauskatzen Süßes schmecken. Als Ursache entdeckten die Forscher einen funktionslosen Abschnitt in einem Gen, das für das Schmecken von Zucker nötig ist. Damit können Katzen das entsprechende Eiweiß T-1-R-2 nicht komplett bilden und so keinen Zucker schmecken. Da diese Veränderung alle Katzen betrifft, muss sie sich nach Ansicht der Wissenschaftler schon relativ früh in der Evolution entwickelt haben. Alle anderen Geschmacksrichtungen - bitter, sauer, salzig und umami - können Katzen jedoch schmecken, schreiben die Forscher im Fachmagazin "Public Library of Science Genetics".

Quelle: mst

Biologie Ein gestörter Zeitrhythmus beeinträchtigt das Pflanzenwachstum.

Das schreibt Anthony Dodd von der Universität Cambridge im Fachmagazin "Science". Bei seinen Experimenten veränderte er das Erbgut von Pflanzen der Art Ackerschmalwand so, dass deren innere Uhr auf zweimal zehn oder zweimal 14 statt zwei mal zwölf Stunden eingestellt war. Dabei stellte er fest, dass Pflanzen mit einem 14-Stunden-Rhythmus auch bei einem Tag mit 14 Stunden mehr Chlorophyll produzierten als die Pflanzen mit einem kürzeren Rhythmus. Hintergrund war die Überlegung, dass das Wachstum an den Hell-Dunkel-Rhythmus angepasst ist. Ist dieser gestört, ist auch das Wachstum beeinträchtigt, da die Proteine, die für die Photosynthese benötigt werden, rechtzeitig - also weder zu früh noch zu spät - gebildet werden müssen.

Quelle: mst

Medizin Moderater Alkoholkonsum schützt vor Nierenschäden.

Das berichten Mediziner der Berliner Charité in der Fachzeitschrift "Archives of Internal Medicine". Für die Analyse zogen die Wissenschaftler einen Datensatz von 11.000 US-amerikanischen Ärzten heran, die in den Jahren 1982 und 1996 freiwillig ihre Blutproben zur Verfügung gestellt und mehrere Fragebögen zu ihrem Alkoholkonsum beantwortet hatten. Die Auswertung ergab, dass Männer, die wöchentlich zwei bis vier alkoholische Getränke zu sich nahmen, das gleiche Risiko trugen, an einer Nierenfunktionsbeeinträchtigung zu erkranken, wie Männer, die keinen Alkohol tranken. Bei Männern aber, die mindestens sieben Drinks pro Woche konsumierten, lag das Risiko bis zu 30 Prozent niedriger als bei ihren abstinenten Kollegen, schreiben die Forscher.

Quelle: mst

Medizin Peptid hemmt HIV-Reifung.

Forscher des Universitätsklinikums in Heidelberg haben ein Peptid identifiziert, das die Reifung von HI-Viren verhindert. Wie sie in der Fachzeitschrift "Nature Structural & Molecular Biology" schreiben, verbindet sich dabei eine Kette von zwölf Aminosäure-Molekülen mit einem Protein der Virushülle. Diese Anlagerung verhindert, dass die "Capsid" genannte Virus-Hülle aus weiteren Poteinen zusammengesetzt werden kann. Dadurch könnten die Forscher die Entwicklung der HI-Viren in einem Stadium halten, in dem sie noch keine weiteren Zellen infizieren können.

Quelle: mst

Meteorologie Riesige Sandwolke weht auf Florida zu.

Die Sandwolke ist etwa 2400 mal 4000 Kilometer groß und transportiert dabei Sand aus der Sahara Tausende von Kilometern weit. Wie der Wetterdienst in Miami, Florida, berichtet, sorgt die Staubwolke, die bis spätestens Mittwoch die Küste erreichen soll, aber nicht für Gefahr, sondern eher für spektakuläre Sonnenuntergänge. Derartige Sandstürme seien in dieser Jahreszeit nichts Ungewöhnliches. Der Staubtransport spielt eine wichtige Rolle für das Ökosystem, da er etwa in der Amazonasregion den Regenwald düngt, berichten die Meteorologen. Quelle: spiegel-online

Quelle: mst

Medizin Zahl der Masern-Infektionen steigt.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Berlin wurden diese Jahr bundesweit bis Ende Juni 668 Krankheitsfälle registriert. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es gerade einmal 71 Fälle. Der Schwerpunkt der Erkrankungen lag in Bayern mit 266 und Hessen mit 255 Fällen.

Quelle: mst

22.07.2005

Biologie Große Säugetiere sterben schneller aus als kleine.

Wiegt ein Säugetier über drei Kilogramm, steigt sein Risiko, auszusterben, steil an. Dies ist das Ergebnis von Berechnungen, die ein britisch-amerikanisch-deutsches Forscherteam im Fachblatt „Science“ vorstellt. Demnach sind für Säugetiere mit einem großen Körper Risiko-Faktoren wie zum Beispiel eine langsame Generationenfolge oder eine geringe Populationsdichte ausschlaggebend. Bei Tieren, die leichter sind als drei Kilogramm, sind für das Überleben der Art die unmittelbaren Bedingungen des Lebensraumes wichtiger. Die Forscher hoffen jetzt, vom Aussterben bedrohte Tierarten bereits früh erkennen und Schutzmaßnahmen treffen zu können.

Quelle: gät

Medizin Arsen trieb den britischen König Georg III. in den Wahnsinn.

Der Monarch erhielt die Arsendosen mit verunreinigten Medikamenten. Davon sind Mediziner der Universität von Kent nach der Analyse einer Haarprobe überzeugt. König Georg III. regierte von 1760 bis 1820. In dieser Zeit stieg das Britische Reich zum Empire auf; der König allerdings litt unter fünf langen Perioden geistiger Umnachtung. Bis jetzt rätselten Wissenschaftler, was diese Anfälle ausgelöst hat. Wie die Forscher in dem Fachblatt „The Lancet“, Band 366, Seite 332, schreiben, fanden sie in den Haarresten von Georg III. einen sehr hohen Arsengehalt. Die hohe Dosis könnte zu den langen Anfällen geführt haben, schließen die Wissenschaftler. Sie vermuten, dass der König das Halbmetall versehentlich zu sich genommen hat, in einem verunreinigtem Medikament.

Quelle: gät

Physik Die Kontrastmittel einer Herzuntersuchung können einen Alarm am Flughafen auslösen.

Das berichtet das Fachblatt „The Lancet“, Band 366, Seite 342. Demnach wurde auf einem Moskauer Flughafen zwei Mal ein Pilot verhaftet, weil Strahlungsdetektoren Alarm gaben. Dem Piloten war kurz zuvor bei einer Herzuntersuchung ein radioaktives Kontrastmittel gespritzt worden. Mediziner aus Großbritannien weisen darauf hin, dass nach einer Herzuntersuchung mit radioaktivem Material -oder einer Schilddrüsentherapie mit strahlendem Jod- die Sicherheitsanlagen an Flughäfen bis zu 60 Tage lang Fehlalarm auslösen können. Betroffene Patienten sollten daher von ihren Ärzten Daten über die Art und das Datum der Untersuchung mitbekommen. Diese Daten könnten dann den Sicherheitspersonal vorgelegt werden.

Quelle: gät

Planetologie Der Mars gefror zu früh für das Leben.

Das berichtet ein Forscherteam aus den USA im Fachblatt „Science“, Band 309, S. 594. Die Wissenschaftler hatten mehrere Meteorite untersucht, die vom Mars stammen. Aus dem Gehalt des Edelgases Argon schlossen die Wissenschaftler auf die Temperaturen, denen die Gesteinsbrocken ausgesetzt waren. Dabei zeigte sich, dass die Meteoriten in den letzten vier Milliarden Jahren kaum je in einer Umgebung lagen, in der mehr als Null Grad Celsius herrschten. Die Wissenschaftler gehen daher davon aus, dass es an der Oberfläche des Roten Planeten sehr schnell kalt wurde. Die Hoffnung, auf dem Mars Spuren von Leben zu finden, sei daher gering, so die Forscher.

Quelle: gät

Biologie Räuberische Raupen fesseln Schnecken mit Seidenfäden.

Der fleischfressende Nachwuchs eines im Regenwald von Hawaii lebenden Nachtfalters lauert – eingesponnen in einem winzigen Sack aus Seide und Blattresten -- in den Ästen von Bäumen. Nähert sich eine Schnecke, klebt die Larve diese mit Seidenfäden fest – wie eine Spinne. Anschließend verkeilt die Raupe ihre eigene Behausung im Eingang des Schneckenhauses so, dass die Schnecke die Larve beim Zurückziehen ins Gehäuse mitzieht. Dann frisst die Larve die Schnecke. Die Jagdtechnik des Falternachwuchses beschreiben Forscher der Universität von Hawaii im Fachblatt „Science“, Band 309, Seite 575. Die Forscher ergänzen ihren Bericht mit der Beschreibung eines besonders ungewöhnlichen Verhaltens: Hat die Raupe die Molluske verspeist, hängt sie sich deren Haus an die eigenen Wohnstatt – wie eine Trophäe.

Quelle: gät

Planetologie Ein kräftiger Stoß glättet eine Asteroiden-Oberfläche.

Bei einem Zusammenprall zweier Asteroiden entsteht nicht immer ein großer Krater: Unter Umständen ist die Folge ein große, flache Ebene. Das schließen Forscher der North-Western University aus einer Auswertung von Photographien des Asteroiden 433 Eros. Diese wurden von der Raumsonde „Near“ aufgenommen. Die Wissenschaftler hatten dabei festgestellt, dass manche Regionen des Felsbrocken weitgehend glatt sind. Diese glatten Gebiete seien nach dem Einschlag von größerem Gestein entstanden: Prallte der Asteroid mit einem anderen großen Felsbrocken zusammen, wurden starke Beben ausgelöst, so die Forscher. Durch die Beben stürzten die Ränder kleinerer Krater ein. Das habe die Simulation eines solchen Einschlags im Computer ergeben, schreiben die Wissenschaftler in der aktuellen „Nature“, Bd. 436, S. 364. Damit derartige Beben allerdings tatsächlich entstehen, muss der Asteroid – wie 433 Eros - einen harten Kern haben und eine relativ weiche Oberfläche.

Quelle: gät

21.07.2005

Medizin In Hamburg wurde weltweit zum ersten Mal bei einem Patienten eine Herzklappe ohne Operation nur mit Hilfe eines Herzkatheters repariert.

Der 62jährige Patient litt an einer hochgradigen Insuffizienz einer Herzklappe. Diese Undichtigkeit konnte durch den Eingriff vor neun Tagen deutlich verbessert werden, teilten die Ärzte vom Universitären Herzzentrum Hamburg heute mit. Da sich das neuartige Verfahren zu bewähren scheine, könnte es in Zukunft als Alternative zur Operation bei Patienten eingesetzt werden, die an einer Herzmuskelschwäche und einer begleitenden Herzklappenundichtigkeit leiden.

Quelle: tj

Biologie Künstliche Befruchtung jetzt auch für Haie.

Wissenschaftler der Monash University in Melbourne haben den weltweit ersten Versuch einer künstlichen Befruchtung bei Haien vorgenommen. Die Befruchtung wurde gestern an einem Breitnasen-Siebenkiemerhai durchgeführt. Ob sie erfolgreich war und zu einer Schwangerschaft geführt hat, wird sich erst in einigen Monaten herausstellen. Das australische Forscherteam erhofft sich genauere Kenntnisse darüber, wie sich Haie vermehren. Außerdem soll das Wissen für ein Zuchtprogramm von Haien in Gefangenschaft genutzt werden. Einige Arten - wie der Sandtigerhai - sind in ihrem Fortbestand bedroht.

Quelle: tj

Medizin Bakteriengift ist bei Migräne genauso wirksam wie ein Placebo.

Das Bakteriengift Botulinumtoxin kann Migräneattacken nicht wirksamer vorbeugen als ein Scheinmedikament. Dies belegt eine Studie an der Neurologischen Universitätsklinik Münster. Das Bakteriengift galt einige Zeit lang als besonders geeignete Migräneprophylaxe. Das Ergebnis der Untersuchung mit 60 Migräne-Patientinnen widerlegt jedoch die Annahme. Injektionen mit dem Bakteriengift waren genauso wirksam wie Injektionen mit einem Placebo. Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft rät deshalb von Botulinumtoxin zur Behandlung ab.

Quelle: tj

Genetik Amerikanische Forscher haben zwei Diabetes-Gene identifiziert.

Wie das Fachjournal "Nature" berichtet, haben Forscher von der Harvard-Universität in Boston zwei Gene entdeckt, die für Diabetes Typ II verantwortlich sind. Das eine Gen heißt RBP4 und ist vor allem im Fettgewebe aktiv. Es führt zu einer Insulinresistenz . Das Hormon Insulin reguliert normalerweise den Blutzucker und zügelt den Appetit im Gehirn. Dieses Gen - so fanden die Forscher heraus - macht übergewichtige Labormäuse zu Diabetikern. Das andere Gen nennt sich ENPP1. Es ahmt im Gehirn vermutlich eine Insulin-Resistenz nach und macht Patienten so anfälliger für Übergewicht und Diabetes. Die Wissenschaftler hoffen aus den Beobachtungen praktikable Behandlungsstrategien ableiten zu können.

Quelle: tj

Physik Elektronen springen in Attosekunden-Geschwindigkeit.

Angeregte Elektronen springen zwischen den Umlaufbahnen und verschiedenen Atomen hin und her. Solche Elektronensprünge gehören zu den schnellsten Vorgängen in der Natur und spielen eine wichtige Rolle zum Beispiel bei der Photosynthese und der Energiegewinnung in den Körperzellen. Deutschen Forschern ist es nun gelungen den Wechsel eines Elektrons von einem Schwefelatom auf ein Atom des Metalls Ruthenium zu stoppen. Mit Hilfe von ultrakurzen Röntgenblitzen gelang die Zeitmessung. Das Ergebnis präsentieren sie im Fachblatt "Nature", Band 436, Seite 371: Die Elementarteilchen benötigten für einen Sprung 320 Milliardstel einer Milliardstel Sekunde. Das entspricht 320 Attosekunden - eine kaum mehr vorstellbare Kürze. Bedeutsam ist das Ergebnis für photo- und elektrochemische Prozesse etwa in Solarzellen und der molekularen Elektronik.

Quelle: tj

Medizin Chronisches Müdigkeitssyndrom läßt sich genetisch nachweisen.

Britische Forscher haben erstmals biologische Veränderungen bei Patienten mit dem chronischen Erschöpfungssyndrom - kurz CFS entdeckt. Das Team von der St. George´s University in London verglich dazu die Genaktivität in weißen Blutkörperchen von CFS-Kranken und Gesunden. Bei 35 der 9522 untersuchten Gene zeigten sich Unterschiede. Darüber berichtet das Fachmagazin "New Scientist" aus Seite 9 seiner aktuellen Ausgabe. Einige der bei den CFS-Kranken identifizierten Gene spielen offenbar eine tragende Rolle in den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zellen. Das passe gut zu der Tatsache, dass den Patienten Energie fehle und sie unter ständiger Müdigkeit leiden, heißt es weiter. Die Studie, die mit 50 Probanden durchgeführt wurde, wird derzeit mit 1000 Teilnehmern wiederholt. Bislang bestätige die größere Studie die Ergebnisse der ersten. Einige Ärzte hatten in der Vergangenheit die Meinung vertreten, es handele sich bei CFS um eine "eingebildete Krankheit". Die britischen Forscher sehen dies spätestens nach ihren Studienergebnissen als widerlegt an.

Quelle: tj

Physiologie Kokain verhindert die Fähigkeit, sich differenziert zu verhalten.

Im Rattenversuch konnten amerikanische Wissenschaftler nachweisen, dass der Mißbrauch von Kokain das so genannte adaptive Verhalten beeinflusst. Dadurch, dass Verbindungen zwischen wichtigen Schlüsselregionen im Gehirn zerstört werden, sei der Kokainkonsument nicht mehr in der Lage, sich auf neue Situationen einzustellen. Das berichtet der "New Scientist" im Internet mit Bezug auf das Fachjournal "Neuron". Die Forscher untersuchten die Verbindungen zwischen dem präfrontalen Cortex und Hippocampus - dies ist eine Region, die für das Lernen, das Gedächtnis und die Verarbeitung von Informationen zuständig ist - und dem Nucleus accumbens im Lymbischen System - das ist die Region, die für Emotionen und die Suche nach Vergnügung und Belohnung zuständig ist. Normalerweise tauschen beide Regionen gegenseitig Informationen aus und ermöglichen es, das Verhalten zu verändern und an die jeweilige Situation anzupassen. Bei Kokainkonsumenten ist das nicht der Fall. Offenbar ist der Austausch der Regionen zerstört und das Lymbische System bestimmt das Verhalten.

Quelle: tj

20.07.2005

Paläoanthropologie Ältester Phallus in Baden-Württember ist 28.000 Jahre alt.

Archäologen der Universität Tübingen haben in einer Höhle in der Nähe von Schelklingen eiszeitliche Kunst gefunden. Sie konnten insgesamt 14 Steinfragmente zusammensetzen, die auf ein Alter von 28.000 Jahren datiert wurden. Bei dem so rekonstruierten Objekt handelt es sich um einen Phallus. Er ist 20 Zentimeter lang und 3 Zentimeter breit. Der Fundort – die Höhle "Hohle Fels" gehört ebenso wie die anderen Höhlen rund um Blaubeuren zu den wichtigsten archäologischen Fundstellen Europas. Sowohl Neandertaler als auch der anantomisch modernen Mensch haben hier gelebt.

Quelle: tj

Medizin Indonesien bestätigt erste Todesfälle durch die Vogelgrippe.

Wie das indonesische Gesundheitsministerium heute mitteilte, sind ein Mann und seine beiden Töchter an der Vogelgrippe gestorben. Bei Untersuchungen des Blutes wurde das aggressive Virus H5N1 gefunden. Bislang sei jedoch noch unklar, auf welchem Wege sich die Verstorbenen angesteckt hatten. Klar sei nur, dass es sich um die konventionelle Vogelgrippe handele und nicht um eine Übertragung von Mensch zu Mensch. Die jetzt gemeldeten sind die ersten Todesfälle durch die Viruserkrankung in Indonesien. Vietnam ist das am stärksten betroffene Land. Dort sind seit Ausbruch der Krankheit Ende 2003 mindestens 39 Menschen an der Vogelgrippe gestorben.

Quelle: tj

Raumfahrt Die Nasa prüft eine weitere Nutzung der Raumsonde "Deep Impact".

Die Raumsonde "Deep Impact" hatte Anfang des Monats mit einem Projektil ein Loch in den Kometen Tempel 1 geschossen, weitere Einsätze waren zunächst nicht geplant. Jetzt will die Nasa prüfen, ob die Sonde noch einmal wissenschaftlich genutzt werden kann. Heute sollen kurzzeitig die Steuerdüsen von "Deep Impact" gezündet werden. Damit soll ein Manöver eingeleitet werden, das die Sonde im Jahr 2008 wieder zur Erde zurückbringt.

Quelle: tj

Medizin Lichttherapie soll Magenbakterien den Garaus machen

Möglicherweise können bakteriell bedingte Magenerkrankungen demnächst mit einer Lichttherapie behandelt werden. Amerikanische Forscher haben bei Laborversuchen festgestellt, dass sichtbares Licht Bakterien des Typ //Helicobacter pylori// abtötet. Dieses Bakterium gilt als Hautverursacher für Magenschleimhautentzündungen und Magengeschwüre. Bisher werden Helicobacter-Infektionen mit einer Antibiotikatherapie behandelt. Da jedoch immer mehr Stämmes des Bakteriums gegen die Wirkstoffe resistent werden, suchen Forscher nach alternativen Therapien. Eine Bestrahlung mit sichtbarem Licht könnte solch eine Alternative sein. Bei Laborversuchen mit wurde zunächst weißes Licht eingesetzt. Später wechselten die Wissenschaftler von der Harvard-Universität in Boston zu blauem und violettem Licht. Die Ergebnisse waren dabei noch besser. Jetzt soll eine Therapie für den Menschen entwickelt werden.

Quelle: wissenschaft.de

Evolution Riesenlaufvögel töteten mit einem Fußtritt.

Bis vor etwa 2 Millionen Jahren lebten in Südamerika Riesenlaufvögel, die wissenschaftlich "Phorusrhacidae" und im Volksmund "Terrorvögel" heißen. Die bis zu 350 Kilogramm schweren, flugunfähigen Fleischfresser konnten besondern schnell laufen. Zudem hatten sie extrem stabile Beinknochen. Dies befähigte sie beispielsweise dazu, Antilopenknochen mit einem Tritt zu zerbrechen. Das schließen Wissenschaftler aus Uruguay aus den Ergebnissen einer Simulation. Ihre Berechnungen haben sie in den "Proceedings of the Royl Society: Biological Sciences" veröffentlicht.

Quelle: tj

Evolution Der Australopithecus afarensis ging schon vor 3,5 Millionen Jahren aufrecht

Mit Hilfe der modernen Computertechnologie haben britische Forscher die prähistorischen Fußspuren in Tansania analysiert. Sie waren vor 25 Jahren entdeckt worden und seither war umstritten, ob sie von einem aufrecht gehenden Menschen oder von einem schlurfenden Affen stammten. Die Forscher von der Loughbourough Universität benutzten eine Technik, die verschiedene Gangarten simuliert und dabei den energiesparensten Bewegungsablauf bei verschiedenen Schrittgeschwindigkeiten errechnet. Im Fall der prähistorischen Fußspuren kamen sie zu folgendem Ergebnis: Der vor 3,5 Millionen Jahren lebende //Australopithecus afarensis// ging aufrecht und zwar mit einer Geschwindigkeit von etwa einem Meter pro Sekunde.

Quelle: tj

19.07.2005

Umwelt Der Klimawandel ist kurzfristig nicht zu stoppen.

Selbst wenn die Menschheit sofort den Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid stoppte, würden die Temperaturen weiter ansteigen. Mindestens 20 Jahre lang stiege die Durchschnittstemperatur auf der Erde noch um mehrere Zehntelgrad an, und die Konzentration des Treibhausgases Kohlendioxid wäre erst im Jahr 2100 wieder auf das Niveau von 1975 gesunken. Das haben französische Umweltforscher errechnet. Sollte der Kohlendioxid-Ausstoß bis 2025 weiter steigen, schreiben die Forscher im Fachblatt PNAS, dann sei bis zum Ende des Jahrhunderts mit 1,3 Grad Celsius höheren Temperaturen zu rechnen - verglichen mit den Temperaturen zu Beginn der Industrialisierung.

Quelle: mawi

Biologie Aggressive Mäuse fressen Jung-Albatrosse.

Auf einer entlegenen Insel im Südatlantik bilden eingeschleppte Hausmäuse regelrechte Banden, um bis zu 200 Mal größere Jung-Albatrosse zu überfallen und zu fressen, berichten Vogelkundler der Universität Kapstadt auf der Internetseite des Fachblattes "Nature". Die Mäuse hätten ihr aggressives Verhalten erlernt und an ihre Jungen weitergegeben. Die Übertragung erlernter Fähigkeiten von einer Generation auf die andere sei bei wild lebenden Mäusen bisher so noch nicht beobachtet worden. Die Vögel wehren sich nicht gegen die Mäuse. Die Forscher haben angekündigt, die Mäuse zu bekämpfen, um so die Albatrosse zu retten.

Quelle: mawi

Forschungspolitik Die Exzellenz-Initiative ist besiegelt.

Die deutschen Universitäten können sich ab August um Mittel aus der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern bewerben. Alle Bundesländer hätten die Vereinbarung unterzeichnet, teilte das Bundesforschungsministerium heute in Berlin mit. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn sprach von einem "großen Gewinn für den Wissenschaftsstandort Deutschland". Die Regierungschefs von Bund und Ländern hatten im Juni das 1,9-Milliarden-Euro-Programm für die Spitzenforschung auf den Weg gebracht. Quelle: bmbf

Quelle: mawi

Biologie Britische Biologen wollen Wale aus Übersee einfliegen...

... und in der Irischen See ansiedeln. Die Tiere sollen der Population vor der US-amerikanischen Westküste entnommen und umgesiedelt werden. Nach Aussage von Owen Nevin von der University of Central Lancashire sollen Dutzende der bis zu 18 Meter langen und 35 Tonnen schweren Tiere per Flugzeug nach Großbritannien gebracht werden. In der Irischen See sind Grauwale vor rund 400 Jahren von Walfängern ausgerottet worden. Umweltschützer bezweifeln, dass die aus dem Pazifik stammenden Grauwale sich in der neuen Umgebung zurechtfinden werden. In der Irischen See hätten sie keine Chance, die Wanderrouten der einstmals dort lebenden Wale wieder aufzunehmen. Quelle: BBC, netzeitung

Quelle: mawi

Forschungspolitik In fünf Jahren wird China die Europäische Forschung überholen.

Die Europäische Union wird das selbst gesteckte Ziel wahrscheinlich verfehlen, die Forschungs-Ausgaben von derzeit 1,9 Prozent bis 2010 auf 3,0 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) zu erhöhen, sagte EU-Forschungskommissar Janez Potocnik heute in Brüssel. Im Jahr 2010 werde China mit rund 2,2 Prozent des Brutto-Inlands-Produktes wahrscheinlich mit der EU gleichziehen. Potocnik beklagte, der Mangel an Geld treibe Forscher aus Europa. Es gebe immer weniger Investitionen aus multinationalen Firmen. Neue Forschungsinvestitionen gingen vor allem in die asiatischen Staaten: nach China, Taiwan, Hongkong und Singapur.

Quelle: mawi

Technik Kamelreitende Roboter hatten Premiere.

Zehn kleine Roboter in blau-roten Uniformen haben in Abu Dhabi erstmals ein Kamelrennen geritten. Die 15 Kilogramm schweren ferngesteuerten Maschinen-Jockeys besitzen zwei Greifarme, mit denen sie die Zügel und die Peitsche halten können. Die Veranstalter der Kamelrennen reagierten auf ein Verbot, Kinder als Jockeys einzusetzen. Menschenrechtsorganisationen hatten immer wieder kritisiert, dass Kinder vor allem aus Asien in die Golfstaaten gebracht werden, um dort als Jockeys zu arbeiten.

Quelle: mawi

Raumfahrt Die "Discovery" darf diese Woche noch nicht abheben.

Nach Angaben der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa wird sich der Start der Raumfähre Discovery noch um mindestens eine Woche verzögern. Als frühesten Starttermin nannte ein Nasa-Sprecher den 26. Juli, den kommenden Dienstag. Die Ursache für den Defekt an einem der Treibstoff-Sensoren sei noch nicht gefunden. NASA-Techniker planen, den Außentank des Shuttles mit Wasserstoff zu füllen. Sie wollen testen, ob der Sensor selbst fehlerhaft ist. Erwogen werde auch, mit nur drei funktionstüchtigen Sensoren zu starten.

Quelle: mawi

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