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28.07.2005

Neurologie Ein Herzmedikament schützt auch vor quälenden Erinnerungen.

Menschen, die direkt nach einem schrecklichen Erlebnis ein Herzmedikament, den Beta-Blocker Porpanolol einnehmen, werden später seltener unter Albträumen und Angstattacken leiden. Das schließen US-amerikanische Psychiater aus den Ergebnissen von Tierversuchen. Der Wirkstoff Propanolol verlangsame den Herzschlag und senke den Blutdruck. Damit wirkt er den körperlichen Reaktion auf die Angst entgegen, schreiben die Forscher im Fachblatt "Nature". Dies führe dazu, dass die Erinnerungen an ein traumatisierendes Erlebnis ebenfalls weniger beängstigend sind. Nach lebensbedrohlichen Situationen entwickelt jeder Dritte eine so genannte posttraumatische Stressstörung, die sich in Angstattacken oder Albträumen äußert. Ob Betablocker auch Menschen helfen kann, die bereits eine posttraumatische Stressstörung entwickelt haben, soll jetzt eine Studie klären. Unter Psychiatern ist der Ansatz der US-Forscher umstritten.

Quelle: vwi

Pharmakologie Ein neues Darmkrebsmedikament zeigt nicht den erhofften Nutzen.

Der Pharmakonzern Schering hat die Pläne für die Zulassung des Wirkstoffes PTK/ZK, auf Eis gelegt. Zwischenergebnisse einer laufenden Studie hätten eine geringe Wahrscheinlichkeit gezeigt, einen Überlebensvorteil für Patienten nachweisen zu können, teilte das Unternehmen heute mit. Schering hatte geplant, 2007 die Zulassung des Wirkstoffes zur Behandlung von fortgeschrittenem Darmkrebs zu beantragen.

Quelle: mawi

Technik Hollywoods Studios einigen sich auf einen digitalen Standard.

Sieben führende Hollywood-Studios haben sich auf einen Standard für die digitale Projektion von Filmen geeinigt. Die erzielte Einigung läute das Ende des konventionellen Zelluloid-Films ein, teilten die "Digital Cinema Initiatives" (DCI) mit. Die Initiative war von Disney, Twentieth Century Fox, MGM, Paramount, Sony, Universal und Warner Bros gegründet worden. Es werde allerdings noch Jahre dauern, bis die Kinos in den USA und weltweit flächendeckend mit dem neuen Projektionssystem ausgestattet seien. Noch streiten die Studios und die Kinobesitzer darüber, wer die Ausrüstung zur digitalen Vorführung von Filmen bezahlen soll. Der Digitalfilm hat gegenüber dem herkömmlichen 35-Millimeter-Filmen den Vorteil, dass er sich durch die Vorführung nicht abnutzt.

Quelle: mawi

Zoologie Aus zwei Tierarten wird eine neue.

Zwei Tierarten können entgegen der bisherigen Lehrmeinung zu einer dritten, neuen Art verschmelzen. US-Forscher haben dieses Phänomen bei Fruchtfliegen erstmals nachgewiesen. Voraussetzung dafür sei, dass die neue Art in einen anderen Lebensraum umzieht, schreiben Biologen der Pennsylvania State University im Fachblatt "Nature". Die Forscher hatten auf dem Geißblattgewächs Lonicera Fruchtfliegen entdeckt. Eine genetische Analyse ergab, dass es sich bei den Lonicera-Fliegen um eine neue Art handelt, die aus der Verschmelzung zweier bekannter Arten hervorgegangen war. Nachkommen von Eltern unterschiedlicher Tierarten, wie etwa Maultiere als Nachkommen von Pferd und Esel, sind in der Regel unfruchtbar. Sie können sich nicht fortpflanzen und keine eigene Art bilden.

Quelle: mawi

Zoologie Da waren es plötzlich fünf.

Es gibt nicht wie bisher angenommen vier sondern fünf Schimpansen-Unterarten. Australische Forscher der Universität Canberra haben dem „New Scientist“ zufolge festgestellt, dass die ostafrikanischen Schimpansen aus zwei Unterarten bestehen. Etwa jeder dritte ostafrikanische Schimpanse gehöre zu der neuen Unterart //Pan troglodytes marungensis//. Die in Tansania lebenden Tiere sind kleiner und mit rund 30 bis 35 Kilogramm Körpergewicht auch deutlich leichter als die anderen ostafrikanischen Schimpansen. Charakteristisch sei auch ein kleiner Schädel sowie ein schmaler Kopf.

Quelle: mawi

Virologie US-Forscher entdecken, wie Herpes-Viren in die Zelle schlüpfen.

Virologen der Universität Michigan haben auf Zellen von Schweine-Nieren-Zellen eine Struktur gefunden, die das Herpes-Virus benutzt, um in Zellen hineinzugelangen. Der Rezeptor mit Namen B5 finde sich auch auf der Oberfläche von menschlichen Zellen, schreiben die Forscher im "Journal of Virology". Jetzt sei es möglich, neuartige Wirkstoffe zu entwickeln, die es den Herpes-Viren unmöglich machen, in Zellen einzudringen. Dies werde allerdings noch Jahre dauern. Ähnliche Wirkstoffe haben Aids-Forscher bereits entwickelt, und können so den Vermehrungszyklus des HI-Virus erfolgreich stören.

Quelle: mawi

27.07.2005

Biologie Kormorane tauchen auch in der langen Polarnacht nach Beute.

Der Kormoran ist zum Beutefang gewöhnlich auf Licht angewiesen, er spürt seine Beute mit den Augen auf. Eine kleine Kormoran-Population allerdings überwintert nördlich des Polarkreises an der Westküste von Grönland – trotz der langen dunklen Polarnächte. Ein internationales Forscherteam hat die Jagdstrategien dieser Tiere beobachtet und darüber in den "Proceedings of the Royal Society : Biology Letters" berichtet. Sie stellten fest, dass die Vögel um so länger unter Wasser jagen, je dunkler es im Winter wird. Wie die Vögel ihre Beutetiere bei Lichtstärken von weniger als einem Lux aufspüren, ist allerdings unklar. Die Forscher wollen jetzt herausfinden, ob die Vögel für die Jagd auch nicht-visuelle Reize nutzen.

Quelle: mawi

Biologie Schüsse im Maisfeld ….

Effektiver als ein Gewehr oder ein Kanone schießt der Getreidepilz //Gibbrella zeae//. Mit beinahe 130 Stundenkilometern verschießt der Pilz seine Sporen in die Umgebung. Die Sporen werden mit dem 870.000fachen der Erdbeschleunigung auf Geschwindigkeit gebracht. Das haben Biologen der Duke University im Labor nachgemessen. Die Sporen fliegen allerdings nur 5 Millimeter weit. Der Pilz müsse die Sporen so weit wie möglich vom Fruchtkörper fortschleudern, so die Forscher in der Zeitschrift "Fungal Genetics and Biology", Band 46. Damit steige die Wahrscheinlichkeit, dass eine Windbö die Sporen erfasst und sie so weit verbreitet. Mit seiner Schusskraft übertrifft der Pilz den bisherigen Rekordhalter, Fungus Pilobolus, um das Hundertfache.

Quelle: mawi

Physik Britische Forscher erzeugen atomdünne Schichten.

Wissenschaftler der Universität Manchester haben mit Hilfe einer speziellen Technik, der mikromechanischen Spaltung, einzelne atomdünne Schichten von Kristallen abgeschält. Je nach dem benutzten Kristall besaßen die ulltra-dünnen Schichten besondere Eigenschaften: sie erweisen sich als besonders stabil, als stark isolierend, besonders leitfähig oder als magnetisch. Die Herstellung der neuartigen Materialien sei verhältnismäßig einfach, schreiben die Forscher im Fachblatt PNAS. Zahlreiche verschiedene Anwendungen seien denkbar: von der Herstellung winzigster Transistoren für Computerchips bis hin zu neuartigen Textil-Beschichtungen. Die Forscher wollen jetzt klären, ob sich die atom-dünnen Schichten auch im industriellen Maßstab herstellen lassen.

Quelle: mawi

Astronomie Der Saturn heult.

Die Raumsonde "Cassini" hat Radiowellen in einem speziellen Frequenzbereich vom Saturn aufgefangen. Die Radiowellen seien mit Polarlichtern in der Saturn-Atmosphäre verknüpft, berichten Astronomen der Universität von Iowa. Das selbe Phänomen kennen Forscher auch von der Erde. Von den Saturnaufnahmen erhoffen sich die Astronomen nun neue Erkenntnisse über die physikalischen Vorgänge bei den Polarlichtern in der oberen Saturnatmosphäre und über das Magnetfeld des Planeten.

Quelle: mawi

Medizin Die Infektionskrankheit in China fordert weitere Todesopfer.

In der chinesischen Provinz Sichuan hat sich die Zahl der Toten inzwischen auf 24 erhöht. Seit dem Ausbruch der Krankheit im vergangenen Monat seien 117 bestätigte Fälle oder Verdachtsfälle registriert worden. Nach Einschätzung der Gesundheitsbehörden handelt es sich bei der Krankheit wahrscheinlich um eine Infektion mit //Streptococcus suis//-Bakterien. Diese Erreger befallen gewöhnlich Schweine. Die Opfer hatten erkrankte Schweine oder Schafe geschlachtet. //Streptococcus suis// kann nicht von Mensch zu Mensch weiter gegeben werden. Die Bakterien können beim Menschen eine Hirnhaut-Entzündung verursachen. Auch nach einer erfolgreichen Behandlung mit Penicillin können Patienten unter bleibenden Schäden am Gehirn oder dem Innenohr leiden.

Quelle: mawi

Medizin US-Forscher verstehen jetzt, wie die "Fujian"-Grippe entstand.

Forscher der US-amerikanischen Gesundheitsinstitute haben die Erbinformation von Grippeviren analysiert. Sie sequenzierten die Genome von 156 Influenza A-Viren, die zwischen 1999 und 2004 in Staat New York gesammelt worden waren. Ein Vergleich der Genom-Daten zeigte: das Influenza-Virus vom Stamm „Fujian“, das in der Grippe-Saison 2003/2004 grassierte, ist aus einem wenig infektiösen Virus-Stämmen entstanden. Die zunächst harmlosen Viren erwarben dann ein einziges Gen von anderen Grippeviren. Dieses eine Gen machte sie zu einem gefährlichen Virus. Die Forscher fordern, eine Genomkarte von allen auf dem Globus zirkulierenden Influenza-Viren zu erstellen. Die Genomdaten könnten helfen, früher als bisher zu erkennen, welcher Virusstamm der gefährlichste der nächsten Grippe-Saison sein wird.

Quelle: mawi

26.07.2005

Raumfahrt Frauen ins All.

China will in spätestens fünf Jahren seine erste Astronautin ins All schicken. Rund 30 Pilotinnen seien bereits ausgewählt worden, um eine Ausbildung zur Astronautin zu starten, berichtet die chinesische Staatspresse. Die ersten Frauen sollten dann bis 2010 an Bord eines chinesischen Raumschiffs gehen. Im Oktober 2003 hatte China erstmals einen Menschen ins Weltall geschickt.

Quelle: dk

Astronomie Angst um den Mars.

Angesichts der Pläne für eine Landung von Menschen auf dem Mars haben amerikanische Wissenschaftler auf die Gefahr einer Verseuchung unseres Nachbarplaneten durch Mikroben von der Erde aufmerksam gemacht. Das National Research Council fordert in diesem Zusammenhang in einer Studie die Raumfahrtbehörde Nasa zu neuen Forschungen mit dem Ziel auf, eine solche Verseuchung zu verhindern. Die bisherigen Methoden zur Reinhaltung von Raumfahrzeugen eliminierten nur einen Bruchteil von Mikroorganismen, heißt es in der Studie. Derzeitige unbemannte Marsexpeditionen zeigten aber, dass auf dem Roten Planeten möglicherweise Umweltbedingungen herrschten, in denen Mikroben von der Erde gedeihen könnten. Dies wiederum könne die Suche nach Lebensformen, die ihren Ursprung auf dem Mars hätten, beeinträchtigen.

Quelle: dk

Medizin Immunzellen verstärken Nervenerkrankungen.

Forscher der Neurologischen Klinik der Universität Würzburg haben herausgefunden, dass die so genannten Charcot-Marie-Tooth-Erkrankungen durch den Einfluss von Immunzellen verstärkt werden. Sie entdeckten, dass in den geschädigten Nerven vermehrt Zellen des Immunsystems auftreten, nämlich T-Lymphozyten und Makrophagen. Diese greifen die ohnehin geschädigten Nervenzellen zusätzlich an. In Experimenten an Mäusen zeigte sich, dass der Schädigungsgrad der Nerven geringer ausfällt, wenn die Immunzellen inaktiv bleiben. Bei den Charcot-Marie-Tooth-Erkrankungen (CMT) werden nach und nach Nervenfasern zerstört, welche die Muskeln versorgen. Dadurch kommt es zu Lähmungserscheinungen, Muskelkrämpfen und Bewegungsstörungen. Die Erbkrankheit CMT kommt einmal in 2500 bis 5000 Menschen vor und ist damit recht häufig. Da der Gendefekt noch nicht bekannt ist, wollen die Würzburger Forscher nun versuchen, die Aktivierung der Fresszellen im Nervengewebe zu hemmen.

Quelle: dk

Chemie Kohlenstoff speichert Wasserstoff.

Dresdner Forscher sind dem Ziel eines alltagstauglichen Wasserstoffspeichers für Autos ein Stück näher gekommen. Die Wissenschaftler der TU Dresden und des National Research Council Canada haben das zumindest in Computersimulationen gezeigt. Sie spielten dort die Möglichkeit durch, mit dem Einbau von so genannten Spacer-Molekülen in Graphit molekularen Wasserstoff bei Raumtemperatur zu speichern. Dies ist laut Simulation in einer Menge möglich, die die vom Department of Energy der USA geforderte Speicherkapazität für einen praktischen Einsatz als Wasserstoffspeicher überschreitet. Die Forschungsergebnisse werden heute in der Zeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS) veröffentlicht.

Quelle: dk

Biologie Schädlinge schützen Pflanzen.

Das hat eine Arbeitsgruppe am Institut für Pflanzenschutz im Obstbau der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) herausgefunden. Sie entdeckte, dass die Larven von bestimmten Sägewespen und Blattkäfern Substanzen ausscheiden, die das Wachstum von Krankheitserregern deutlich hemmen. Diese Substanzen schützen die Insekten selbst vor Bakterien. Das konnte in Versuchen gezeigt werden. Ein solcher Abwehrmechanismus war bei Insekten bislang nicht bekannt. Einzelne Bestandteile aus den Sekreten etwa unterdrücken das Wachstum des Erregers des Feuerbrandes, einer bakteriellen Pflanzenkrankheit, die im Obstbau alljährlich Schäden in Millionenhöhe verursacht. Auch die Sporen des Apfelschorfes, eine der bedeutendsten Pilzkrankheiten des Apfels, werden gehemmt. Nun muss untersucht werden, ob sich die Sekrete der Insekten gezielt für den biologischen Pflanzenschutz einsetzen lassen.

Quelle: dk

Biologie Schlüsselprotein fördert die Metastasenbildung.

Das Prohibitin-Protein steuert maßgeblich die Entstehung von Krebs, wie Forschungsergebnisse des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie zeigen. Das Prohibitin, so die Forscher, beeinflusse seinerseits das Ras-Protein, das eine wichtige Schalterfunktion in den Zellen innehat. In seiner entarteten Form steuert es nicht nur das Wachstum von Tumoren, sondern auch die Metastasenbildung. Über das Zusammenwirken von Prohibitin und Ras-Protein berichten die Forscher in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Nature Cell Biology" .

Quelle: dk

25.07.2005

Medizin Forscher entschlüsseln die genetische Ursache des Nierenversagens bei Diabetes.

Genetiker des Universitätsklinikums in Heidelberg haben ein Gen entschlüsselt, das je nach Variante vor einem Nierenversagen schützt oder es begünstigt. Wie die Forscher in der August-Ausgabe der Fachzeitschrift "Diabetes" schreiben, schützt normalerweise das Eiweiß Carnosin die Niere. Bei rund 40 Prozent der Zuckerkranken wird dieses Eiweiß jedoch nicht optimal produziert. Ursache ist die unterschiedliche Aktivität des "CNDP-1-Gens", von dem die Forscher drei verschiedene Varianten feststellen konnten. Dabei sahen sie, dass sowohl eine Über- als auch eine Unterfunktion des Gens - Nierenzellschäden verursachen.

Quelle: mst

Biologie Tiger sind keine Naschkatzen.

Zumindest wenn es sich um Zucker oder andere Süßspeisen handelt. Wie amerikanische Forscher vom Monell Chemical Senses Center in Philadelphia berichten, können weder Großkatzen wie etwa Löwen oder Tiger, noch Hauskatzen Süßes schmecken. Als Ursache entdeckten die Forscher einen funktionslosen Abschnitt in einem Gen, das für das Schmecken von Zucker nötig ist. Damit können Katzen das entsprechende Eiweiß T-1-R-2 nicht komplett bilden und so keinen Zucker schmecken. Da diese Veränderung alle Katzen betrifft, muss sie sich nach Ansicht der Wissenschaftler schon relativ früh in der Evolution entwickelt haben. Alle anderen Geschmacksrichtungen - bitter, sauer, salzig und umami - können Katzen jedoch schmecken, schreiben die Forscher im Fachmagazin "Public Library of Science Genetics".

Quelle: mst

Biologie Ein gestörter Zeitrhythmus beeinträchtigt das Pflanzenwachstum.

Das schreibt Anthony Dodd von der Universität Cambridge im Fachmagazin "Science". Bei seinen Experimenten veränderte er das Erbgut von Pflanzen der Art Ackerschmalwand so, dass deren innere Uhr auf zweimal zehn oder zweimal 14 statt zwei mal zwölf Stunden eingestellt war. Dabei stellte er fest, dass Pflanzen mit einem 14-Stunden-Rhythmus auch bei einem Tag mit 14 Stunden mehr Chlorophyll produzierten als die Pflanzen mit einem kürzeren Rhythmus. Hintergrund war die Überlegung, dass das Wachstum an den Hell-Dunkel-Rhythmus angepasst ist. Ist dieser gestört, ist auch das Wachstum beeinträchtigt, da die Proteine, die für die Photosynthese benötigt werden, rechtzeitig - also weder zu früh noch zu spät - gebildet werden müssen.

Quelle: mst

Medizin Moderater Alkoholkonsum schützt vor Nierenschäden.

Das berichten Mediziner der Berliner Charité in der Fachzeitschrift "Archives of Internal Medicine". Für die Analyse zogen die Wissenschaftler einen Datensatz von 11.000 US-amerikanischen Ärzten heran, die in den Jahren 1982 und 1996 freiwillig ihre Blutproben zur Verfügung gestellt und mehrere Fragebögen zu ihrem Alkoholkonsum beantwortet hatten. Die Auswertung ergab, dass Männer, die wöchentlich zwei bis vier alkoholische Getränke zu sich nahmen, das gleiche Risiko trugen, an einer Nierenfunktionsbeeinträchtigung zu erkranken, wie Männer, die keinen Alkohol tranken. Bei Männern aber, die mindestens sieben Drinks pro Woche konsumierten, lag das Risiko bis zu 30 Prozent niedriger als bei ihren abstinenten Kollegen, schreiben die Forscher.

Quelle: mst

Medizin Peptid hemmt HIV-Reifung.

Forscher des Universitätsklinikums in Heidelberg haben ein Peptid identifiziert, das die Reifung von HI-Viren verhindert. Wie sie in der Fachzeitschrift "Nature Structural & Molecular Biology" schreiben, verbindet sich dabei eine Kette von zwölf Aminosäure-Molekülen mit einem Protein der Virushülle. Diese Anlagerung verhindert, dass die "Capsid" genannte Virus-Hülle aus weiteren Poteinen zusammengesetzt werden kann. Dadurch könnten die Forscher die Entwicklung der HI-Viren in einem Stadium halten, in dem sie noch keine weiteren Zellen infizieren können.

Quelle: mst

Meteorologie Riesige Sandwolke weht auf Florida zu.

Die Sandwolke ist etwa 2400 mal 4000 Kilometer groß und transportiert dabei Sand aus der Sahara Tausende von Kilometern weit. Wie der Wetterdienst in Miami, Florida, berichtet, sorgt die Staubwolke, die bis spätestens Mittwoch die Küste erreichen soll, aber nicht für Gefahr, sondern eher für spektakuläre Sonnenuntergänge. Derartige Sandstürme seien in dieser Jahreszeit nichts Ungewöhnliches. Der Staubtransport spielt eine wichtige Rolle für das Ökosystem, da er etwa in der Amazonasregion den Regenwald düngt, berichten die Meteorologen. Quelle: spiegel-online

Quelle: mst

Medizin Zahl der Masern-Infektionen steigt.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Berlin wurden diese Jahr bundesweit bis Ende Juni 668 Krankheitsfälle registriert. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es gerade einmal 71 Fälle. Der Schwerpunkt der Erkrankungen lag in Bayern mit 266 und Hessen mit 255 Fällen.

Quelle: mst

22.07.2005

Biologie Große Säugetiere sterben schneller aus als kleine.

Wiegt ein Säugetier über drei Kilogramm, steigt sein Risiko, auszusterben, steil an. Dies ist das Ergebnis von Berechnungen, die ein britisch-amerikanisch-deutsches Forscherteam im Fachblatt „Science“ vorstellt. Demnach sind für Säugetiere mit einem großen Körper Risiko-Faktoren wie zum Beispiel eine langsame Generationenfolge oder eine geringe Populationsdichte ausschlaggebend. Bei Tieren, die leichter sind als drei Kilogramm, sind für das Überleben der Art die unmittelbaren Bedingungen des Lebensraumes wichtiger. Die Forscher hoffen jetzt, vom Aussterben bedrohte Tierarten bereits früh erkennen und Schutzmaßnahmen treffen zu können.

Quelle: gät

Medizin Arsen trieb den britischen König Georg III. in den Wahnsinn.

Der Monarch erhielt die Arsendosen mit verunreinigten Medikamenten. Davon sind Mediziner der Universität von Kent nach der Analyse einer Haarprobe überzeugt. König Georg III. regierte von 1760 bis 1820. In dieser Zeit stieg das Britische Reich zum Empire auf; der König allerdings litt unter fünf langen Perioden geistiger Umnachtung. Bis jetzt rätselten Wissenschaftler, was diese Anfälle ausgelöst hat. Wie die Forscher in dem Fachblatt „The Lancet“, Band 366, Seite 332, schreiben, fanden sie in den Haarresten von Georg III. einen sehr hohen Arsengehalt. Die hohe Dosis könnte zu den langen Anfällen geführt haben, schließen die Wissenschaftler. Sie vermuten, dass der König das Halbmetall versehentlich zu sich genommen hat, in einem verunreinigtem Medikament.

Quelle: gät

Physik Die Kontrastmittel einer Herzuntersuchung können einen Alarm am Flughafen auslösen.

Das berichtet das Fachblatt „The Lancet“, Band 366, Seite 342. Demnach wurde auf einem Moskauer Flughafen zwei Mal ein Pilot verhaftet, weil Strahlungsdetektoren Alarm gaben. Dem Piloten war kurz zuvor bei einer Herzuntersuchung ein radioaktives Kontrastmittel gespritzt worden. Mediziner aus Großbritannien weisen darauf hin, dass nach einer Herzuntersuchung mit radioaktivem Material -oder einer Schilddrüsentherapie mit strahlendem Jod- die Sicherheitsanlagen an Flughäfen bis zu 60 Tage lang Fehlalarm auslösen können. Betroffene Patienten sollten daher von ihren Ärzten Daten über die Art und das Datum der Untersuchung mitbekommen. Diese Daten könnten dann den Sicherheitspersonal vorgelegt werden.

Quelle: gät

Planetologie Der Mars gefror zu früh für das Leben.

Das berichtet ein Forscherteam aus den USA im Fachblatt „Science“, Band 309, S. 594. Die Wissenschaftler hatten mehrere Meteorite untersucht, die vom Mars stammen. Aus dem Gehalt des Edelgases Argon schlossen die Wissenschaftler auf die Temperaturen, denen die Gesteinsbrocken ausgesetzt waren. Dabei zeigte sich, dass die Meteoriten in den letzten vier Milliarden Jahren kaum je in einer Umgebung lagen, in der mehr als Null Grad Celsius herrschten. Die Wissenschaftler gehen daher davon aus, dass es an der Oberfläche des Roten Planeten sehr schnell kalt wurde. Die Hoffnung, auf dem Mars Spuren von Leben zu finden, sei daher gering, so die Forscher.

Quelle: gät

Biologie Räuberische Raupen fesseln Schnecken mit Seidenfäden.

Der fleischfressende Nachwuchs eines im Regenwald von Hawaii lebenden Nachtfalters lauert – eingesponnen in einem winzigen Sack aus Seide und Blattresten -- in den Ästen von Bäumen. Nähert sich eine Schnecke, klebt die Larve diese mit Seidenfäden fest – wie eine Spinne. Anschließend verkeilt die Raupe ihre eigene Behausung im Eingang des Schneckenhauses so, dass die Schnecke die Larve beim Zurückziehen ins Gehäuse mitzieht. Dann frisst die Larve die Schnecke. Die Jagdtechnik des Falternachwuchses beschreiben Forscher der Universität von Hawaii im Fachblatt „Science“, Band 309, Seite 575. Die Forscher ergänzen ihren Bericht mit der Beschreibung eines besonders ungewöhnlichen Verhaltens: Hat die Raupe die Molluske verspeist, hängt sie sich deren Haus an die eigenen Wohnstatt – wie eine Trophäe.

Quelle: gät

Planetologie Ein kräftiger Stoß glättet eine Asteroiden-Oberfläche.

Bei einem Zusammenprall zweier Asteroiden entsteht nicht immer ein großer Krater: Unter Umständen ist die Folge ein große, flache Ebene. Das schließen Forscher der North-Western University aus einer Auswertung von Photographien des Asteroiden 433 Eros. Diese wurden von der Raumsonde „Near“ aufgenommen. Die Wissenschaftler hatten dabei festgestellt, dass manche Regionen des Felsbrocken weitgehend glatt sind. Diese glatten Gebiete seien nach dem Einschlag von größerem Gestein entstanden: Prallte der Asteroid mit einem anderen großen Felsbrocken zusammen, wurden starke Beben ausgelöst, so die Forscher. Durch die Beben stürzten die Ränder kleinerer Krater ein. Das habe die Simulation eines solchen Einschlags im Computer ergeben, schreiben die Wissenschaftler in der aktuellen „Nature“, Bd. 436, S. 364. Damit derartige Beben allerdings tatsächlich entstehen, muss der Asteroid – wie 433 Eros - einen harten Kern haben und eine relativ weiche Oberfläche.

Quelle: gät

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