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28.09.2013

Verlag Die katholischen Bischöfe wollen die Zukunft der Verlagsgruppe Weltbild sichern

Bei ihrer Vollversammlung in Fulda wurde über einen entsprechenden Zeitplan gesprochen, um eine Lösung für den Fortbestand des Unternehmens zu finden. Mit der Umsetzung sei der Aufsichtsrat beauftragt. Der Betriebsrat kritisierte die neue Weichenstellung als zu unklar. Die Verlagsgruppe Weltbild ist eines der größten Medienhäuser in Europa. Sie wurde jedoch in den vergangenen Jahren öffentlich kritisiert, weil der Verlag auch Erotik und Esoteriktitel verkauft hatte. Im November 2011 hatten die Bischöfe deshalb beschlossen, sich von Weltbild zu trennen. Im Juni 2012 erklärten sie jedoch, den Konzern nicht zu verkaufen, sondern in eine kirchliche Stiftung zu überführen.

Rundfunk Griechisches Staatsradio wieder auf Sendung

Der provisorische Hörfunkkanal EDT sendet aus einem kleinen Studio in Athen. Ein Fernsehprogramm gibt es bereits seit Mitte Juli wieder. Laut Regierung sind beide Programme eine Übergangslösung. Ein neues, kleineres Staatsfernsehen und Radio soll in den nächsten Monaten unter dem Namen NERIT starten. Die griechische Regierung hatte im Juni den alten Staatsfunk von einem Tag auf den anderen geschlossen und alle 2500 Mitarbeiter entlassen.

Spiegel Nikolaus Blome übernimmt schon zum 15. Oktober die Leitung des Hauptstadtbüros von Spiegel und Spiegel Online

Der Spiegel erklärte gegenüber dem Kress-Mediendienst, dass der bisherige Chef Konstantin von Hammerstein im Berliner Büro die Position eines Autors übernehmen wird. Von Hammerstein hatte sich laut Medienberichten noch bis gestern gegen eine vorzeitige Ablösung gewehrt. Ursprünglich war geplant, dass der Ex-Vizechefredakteur der Bild-Zeitung, Nikolaus Blome, die Leitung des Spiegels in Berlin am 1. Dezember übernimmt. Über die Nachfolge beim Spiegel-Hauptstadtbüro hatte es in den vergangenen Wochen immer wieder Auseinandersetzungen gegeben.

Quelle: Kress

Urheberrecht Initiative Urheberrecht will zügige Reformen

In einem Manifest fordern die 33 Organisationen der Initiative die Politiker dazu auf, gesetzliche Grundlagen dafür zu schaffen, dass Urheber und Künstler auch weiterhin von ihren Werken leben können. Dafür müsse der künftige Bundestag dringend sorgen, so der Sprecher der Initiative Prof. Dr. Gerhard Pfennig. "Wir stellen uns vor, dass Leute, die Plattformen bereitstellen oder die als Internetprovider Dienstleistungen anbieten, wie Youtube, Google und so weiter, all diese Firmen, dass die von ihren Werbeerlösen einen Teil abgeben an die Urheber; als Entschädigung dafür, dass Menschen mit den technischen Möglichkeiten auf Werke zugreifen und diese Werke dann bei Youtube oder anderswo einstellen. Youtube macht vollkommen unbefriedigende Angebote und das löst diese Situation nicht. Das ist ein schwieriges, vermintes Feld, über das ich rede, aber ich glaube, man könnte einen gesellschaftlichen Konsens herstellen, wenn man sich verständigt, was man den Nutzern erlaubt und gleichzeitig diejenigen, die diese Möglichkeiten schaffen von ihren Erlösen etwas abgeben, damit die Urheber entschädigt werden."

Zeitung Die Zeit erweitert die Regionalberichterstattung in Ostdeutschland

Drei Seiten "Zeit im Osten" sind seit dieser Woche in dem Wochenblatt zu finden, sofern es in den neuen Ländern gekauft wird. Die westdeutsche Ausgabe enthält die Seiten nur, wenn die Zeitung als App abonniert wurde. Die Zeit startete bereits im November 2009 die Zeit für Sachsen als Regionalausgabe und gründete in Dresden ein eigenes Korrespondentenbüro. Die Sachsen-Ausgabe stieß bei den Lesern auf sehr positive Resonanz. Patrick Schwarz, Koordinator der Zeit im Osten sieht in dem Zusatzangebot aber keine klassische Spartenseite. Gegenüber Markt und Medien sagte er. " Das, was wir machen, in der Zeit im Osten, hat einen anderen Anspruch, vielleicht sogar eine publizistische Lücke zu füllen, die es in Ostdeutschland gibt. Wir haben eine ungewöhnliche Medienstruktur insofern, als es kein meinungsführendes Debattenblatt gibt, was den Osten insgesamt erfasst. Wir haben die Superillu, die eine sehr bestimmte Art der Illustrierte ist und ansonsten haben sie starke Regionalzeitungen. Sie haben aber keinen Ort, wo Diskurse, die entweder den Osten insgesamt betreffen oder aus den einzelnen Bundesländern kommen, aber für die anderen Bundesländer auch interessant sind, ausgetragen werden können. Und das ist die publizistische Lücke, die wir sehen und obwohl wir natürlich ein Westmedium sind, wenn man in diesen veralteten Kategorien überhaupt denken will, glauben wir eben durch die letzten vier Jahre in Sachsen ein faires Angebot den Lesern machen zu können."

Quelle: Markt und Medien

21.09.2013

Urheberrecht VG Wort bietet sich in Sachen Leistungsschutzrecht an

Die Verwertungsgesellschaft plant, in Zukunft auch das Leistungsschutzrecht der Presseverleger wahrzunehmen. Damit könnte sichergestellt werden, dass auch die Urheber angemessen an den Einnahmen beteiligt würden, erklärte der Vorstand der VG Wort in München. Der Plan soll auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung diskutiert werden.

Pressefreiheit Streik in Tunesien

Mit einem landesweiten Ausstand reagierten die Journalisten in dem nordafrikanischen Land gegen ihre Gängelung durch die islamistische Regierung. Auslöser war ein Eierwurf auf den Minister für Kultur. Ein Kameramann, der den Vorfall gefilmt hatte, wurde eingesperrt. Der Journalist Zied el-Heni ergriff im Fernsehen Partei für den Kameramann und wurde ebenfalls eingesperrt. Beide sind nun auf Kaution frei. "Hören Sie, wir befinden uns in einem demokratischen Reformprozess. Sie sind heute Zeuge einer der wichtigsten Phasen in der Geschichte unseres Freiheitskampfes überhaupt geworden. Die Pressefreiheit ist die Freiheit des Volkes. Es ist die Freiheit und Würde eines jeden Bürgers. Es ist sein Recht, seine Meinung frei zu äußern, um seine Beschwerden und Forderungen zu artikulieren. In diesem Prozess haben die Journalisten eine Vorreiterrolle inne. Trotz aller Versuche, das Rad nach hinten zu drehen, gibt es weiterhin eine große Bereitschaft bei den Journalisten und den Bürgern Tunesiens."

Rundfunk ARD einigt sich über neuen Finanzausgleich

Bisherige ARD-interne Sach- und Dienstleistungen an Radio Bremen und den Saarländischen Rundfunk sollen künftig zum größten Teil in Geld umgewandelt werden. Die beiden kleinsten Sender sollen frei über die Verwendung entscheiden können. Dazu kommen freiwillige Ausgleichsleistungen der fünf großen ARD-Anstalten in Höhe von jeweils fünf Millionen Euro für 2015 und 2016. Der Intendant von Radio Bremen, Jan Metzger, zeigte sich zufrieden: "Wir werden nicht im Geld schwimmen. Wir haben aber die Chance, über diese Regelung die ständige strukturelle Unterfinanzierung des Senders zu beenden. Sorgen - in dem Sinne: Werden wir finanziell überleben? Die werden wir in den kommenden Jahren so nicht mehr haben." Die ARD-Intendanten kündigten auch an, im Oktober zu veröffentlichen, wie der Rundfunkbeitrag der Bürger detailliert verwendet wird. Die Kosten für Sportrechte und die Gagen von Schauspielern sollen aber tabu bleiben, so der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor. "Wir würden damit nur die Preise nach oben treiben, ist doch naheliegend. Wenn ein Schauspieler/Schauspielerin sieht: A verdient so und so viel, dann wird er doch sagen: Ja, ich bin doch genau so gut wie der, ich hätte das auch gern. Dass aber einer sagt: B verdient ja ein bisschen weniger als ich, da verzichte ich mal auf mein Gehalt, das werden Sie nicht erleben, auf meine Gage, da muss man wirklich Güter abwägen."

Datenschutz Niedersächsischer Verfassungsschutz hatte Journalisten im Visier

Über Jahre hinweg wurden die personenbezogenen Daten von mindestens sechs Journalisten rechtswidrig gespeichert. Das teilte das niedersächsische Innenministerium in dieser Woche mit. Die Betroffenen wurden informiert und ihre Daten gelöscht. Bekanntester Fall ist der der Rechtsextremismus-Expertin und Autorin Andrea Röpke. Auf ihre Anfrage hin hatte ihr der Verfassungsschutz im letzten Jahr mitgeteilt, es seien keine Daten gespeichert. Tatsächlich wurden ihre Einträge erst dann gelöscht. Besonders brisant ist ihr Fall auch deshalb, weil Andrea Röpke wiederholt auf Versäumnisse des Verfassungsschutzes in Sachen Rechtsextremismus hingewiesen hatte.

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