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24.09.2005

Schleichwerbung ARD wendet sich gegen mögliche Bußgelder

Der Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder Kurt Beck hat vorgeschlagen, auch die öffentlich-rechtlichen Anstalten bei Verstößen gegen das Schleichwerbeverbot künftig mit Bußgeldern zu belegen. Dies ist bislang nur für Privatsender möglich. Sie müssen mit einer Strafe von bis zu 500.000 Euro belegt rechnen, sollten sie unerlaubtes Product- oder Themen-Placement ausstrahlen. Der ARD-Vorsitzende Thomas Gruber hält eine Ausweitung dieser Bestimmung aus dem Rundfunkstaatsvertrag für absurd. Gegenüber dem Nachrichtendienst epd medien betonte er, die ARD habe aus der Marienhof-Affäre gelernt und Konsequenzen gezogen. Die eigenen Programme müssten neutral sein und dürften sich nicht "ökonomischen Partikularinteressen dienstbar" machen. "Das A und O", sagte Gruber, "ist unsere Glaubwürdigkeit."

Quelle: bb

Sportrechte Streit um die Fernsehrechte an der Fußball-Bundesliga

Für die kommende Saison 2006/2007 gehen Experten von einer deutlichen Preissteigerung bei den Fernsehrechten aus. Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenige hält gar bis zu 500 Millionen Euro für realistisch. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert erklärte, die Liga könne sich auch auf Dauer selbst präsentieren, wenn kein angemessener Preis für die TV-Rechte erzielt werde. Bislang nehmen die Vereine pro Saison insgesamt rund 300 Millionen Euro an Fernsehgeldern ein. Premiere-Chef Georg Kofler drohte der Deutschen Fußballliga allerdings mit einem reduzierten Angebot seines Senders, wenn die ARD-Sportschau bei ihrer Zusammenfassung der Samstagsspiele ab 18:10 Uhr bleibe. Diese, so Kofler, "anachronistische Verwertungsform" behindere das Pay-TV. Dagegen sprach sich Bayern-Vorstand Rummenige für eine weitere zeitnahe Zusammenfassung im frei empfangbaren Fernsehen aus. Das Sponsoring sei für die Vereine wichtiger als die Einnahmen aus der Fernsehvermarktung. Liga-Geschäftsführer Seifert bestätigte gegenüber der Süddeutschen Zeitung, dass auch die Bundesliga selbst bald den Namen eines Sponsors tragen könnte. Bislang ist das schon für einige Fußball-Stadien der Fall. Auch der Sender Premiere hat Interesse am Kauf des Namens angemeldet.

Quelle: bb

Wirtschaft RTL will möglicherweise Stellen abbauen

Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung könnten 200 feste und 300 feste freie Mitarbeiter ihre Arbeit verlieren. Hintergrund ist die Zusammenlegung der Sender RTL, Vox und Super RTL unter ein Dach bis zum Jahr 2008. Zur Zeit sind die Sender an verschiedenen Standorten in Köln untergebracht. Die neue RTL-Geschäftsführerin Anke Schäferkordt hat eine Strukturreform der Sender angekündigt.

Quelle: bb

17.09.2005

Presse Presserat fordert besondere Sorgfalt bei Rankings.

Die Zeitschriften "Impulse" und "Computer-Partner Compact" haben öffentliche Rügen bekommen, weil die von ihnen veröffentlichten Ranglisten Mängel aufwiesen. Die Zeitschrift "Impulse" hatte beispielsweise eine Studie unter dem Titel "Deutschlands schärfste Finanzämter" veröffentlicht, die nicht korrekt war. Eine weitere Rüge erhielt der "Branchenanzeiger", weil er in einer Überschrift behauptete, dass die Talfahrt der Kaffeeautomatenhersteller unvermindert anhalte. Marktforscher hätten dagegen ein anderes Ergebnis ermittelt.

Quelle: Bettina Koester

Zeitschriftenmark US-Medienkonzern Hearst auf Expansionskurs in Europa.

Das Unternehmen kündigte an, künftig mehr Zeitschriften als bisher in Gemeinschaftsunternehmen oder als Lizenzausgaben auf den europäischen Markt zu bringen. Der US-Konzern hat bei seinen Plänen auch den deutschen Markt ins Visier genommen. Die positive Entwicklung auf dem Zeitschriftenmarkt sei eine gute Gelegenheit, hier etwas neues zu starten. Bislang hat Hearst in Deutschland nur eine Lizenzausgabe des Frauenmagazins "Cosmopolitan". Weltweit verlegt der Konzern 142 Zeitschriften in 54 Ländern.

Quelle: Bettina Koester

Verlage Verleger warnen vor Machtkonzentration auf dem Buchmarkt.

Grund dafür ist der von der FAZ-Gruppe geplante Verkauf der Buchverlage DVA, Kösel und Manesse an den Branchenführer Random House. Der Berliner Verleger Klaus Wagenbach gibt zu Bedenken, dass der Druck auf kleinere und mittlere Verlage immer mehr wachse und Autoren, Leser und Buchhändler immer weniger Alternativen hätten. Dem Geschäft zwischen der FAZ-Gruppe und dem zum Bertelsmann-Konzern gehörendem Verlag Random House muss das Kartellamt noch zustimmen.

Quelle: Bettina Koester

TV ARD-Magazine künftig zu späterer Sendezeit.

Die Anfangszeiten für die Politsendungen am Montag sollen vom nächsten Jahr an von 21 Uhr auf 21:45 Uhr verschoben werden, heißt es in ARD-Kreisen. Die Kürzung der Magazine von 45 auf 30 Minuten war bereits vor einigen Wochen beschlossen worden. Betroffen sind die Sendungen "Report Mainz", "Report München", "Fakt" und "Kontraste". Die Magazinmacher befürchten, dass sie mit dem verspäteten Beginn Zuschauer verlieren werden, da um 21:45 Uhr im Zweiten das "Heute Journal" beginnt.

Quelle: Bettina Koester

Schleichwerbung "World Vision" weist Schleichwerbevorwürfe zurück.

Die Hilfsorganisation habe kein Geld an die Produktionsfirma der Serie "Marienhof" gezahlt, sagte der Sprecher von World Vision Kurt Bangert gegenüber Markt und Medien: ## Weil wir davon ausgegangen sind und immer noch davon ausgehen, dass die Macher von Marienhof auf uns zugekommen sind, uns zu einer Kooperation zum Thema Kinderpatenschaften einzuladen und wir hatten keinen Grund diese Kooperation nicht einzugehen und hier auch diverse Informationen an die Macher zu geben und aus unserer Sicht ist es aber so erfolgt, dass es unentgeltlich erfolgte. Wir werden auf jeden Fall dem soweit uns das möglich ist nachgehen und werden natürlich auch den Vorwurf nicht auf uns ruhen und auf uns sitzen lassen.## Die Organisation honoriert allerdings Werbe- und PR-Agenturen, die World Vision in den Medien erscheinen ließen. Noch einmal Kurt Bangert. ## Also natürlich beauftragen wir hin und wieder Werbeagenturen und auch PR-Agenturen, die den Auftrag haben uns in die Öffentlichkeit hineinzubringen. Was da im einzelnen möglicherweise als Stil gemacht wird, das entzieht sich unserer Kenntnis. Tatsache ist allerdings, dass die in der ARD-Liste aufgeführten Firmen mit uns keinen Kontakt gehabt haben oder wir mit ihnen. Dass wir auf jeden Fall nicht als Auftraggeber hier Schleichwerbung in Auftrag gegeben hätten oder dass Zahlungen unsererseits an diese Firmen geleistet worden sind. ## Eine von der ARD eingerichtete Clearingstelle hatte am Dienstag eine Dokumentation der aufgeklärten Schleichwerbefälle vorgelegt. Gleichzeitig beschlossen die Intendanten weitere Maßnahmen gegen Schleichwerbung. Danach sollen beispielsweise eine Programmbeobachtung eingeführt und die Verträge mit Produktionsfirmen präzisiert werden.

Quelle: Bettina Koester

Schleichwerbung NDR darf Microsoft-Logo doch einblenden.

Der Sender habe erfolgreich gegen die einstweilige Verfügung des Hamburger Landgerichts Rechtsmittel eingelegt. Geklagt hatte der Linux-Verband, ein Branchenzusammenschluss, der die Interessen aller Firmen vertritt, die mit dem Softwareprogramm Linux handeln. Der Verband sieht in der Nennung des Namens Microsoft auf den Graphiken von Umfrageergebnissen eine rechtswidrige Werbung und hatte deshalb eine einstweilige Verfügung erwirkt.

Quelle: Bettina Koester

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