Dienstag, 13.11.2018
 
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17.02.2007

Neues Programm Gesundheitskanal soll im April starten

Das Programm soll kostenfrei per Satellit ausgestrahlt werden, so der Gründer und Geschäftsführer Gerd Berger. Geplant ist seinen Angaben zufolge unter anderem ein wöchentlicher Gesundheitstalk aus Berlin. Das übrige Programm soll rund um die Uhr alle Altersgruppen mit verbraucherorientierten medizinischen Themen versorgen. Unterstützt wird das deutsche Gesundheitsfernsehen unter anderem von der Bundesärztekammer, so Berger.

Fußballsponsoring Bundesliga soll doch nicht zur T-Liga werden

Die Deutsche Telekom wird nun voraussichtlich doch nicht zum Namensgeber der Fußball-Bundesliga, berichtete die "Financial Times Deutschland" in dieser Woche. Das Sponsoring werde deutlich geringer ausfallen, als bisher geplant. Im Juni vergangenen Jahres hatten die Telekom und die deutsche Fußball-Liga bekannt gegeben, dass der Bonner Konzern in der Spielzeit 2006/2007 als Premium Partner auftritt. Die Telekom hatte sich zudem die Namensrechte der Liga ab der Saison 2007/2008 mit einer Option gesichert. Diese hätte sie jedoch bis zum 15. Februar dieses Jahres wahrnehmen müssen.

Outsourcing Journalistenverband warnt vor Auslagerungstendenzen bei Redaktionen

Nach dem Austausch einer gesamten Lokalredaktion bei der "Münsterischen Zeitung" klagt der DJV über das Outsourcen von Redaktionen. Bundesweit hätten 16 Verlage Redaktionen in Tochtergesellschaften ausgelagert und 11 Verlage griffen auf redaktionelle Leiharbeiter zurück, so der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken. Er bezeichnete dieses Vorgehen als menschenverachtend.

Mehr Medienkompetenz? Grünes Licht für Fusion der Landesmedienanstalten im Norden

Die Parteien der Kieler Landesregierung einigten sich in dieser Woche auf Änderungsklauseln an dem Medienstaatsvertrag. Danach wird der Aufgabenkatalog der neuen Anstalt erweitert. Die Medienkompetenz und Medienpädagogik sollen künftig eine größere Rolle spielen. Auch die finanzielle Ausstattung sei verbessert worden, hieß es in Kiel. Damit sei die Kritik, die aus Schleswig-Holstein kam, aus dem Weg geräumt. Der Sitz der neuen Zwei-Länder-Anstalt soll in Norderstedt bei Hamburg sein.

Pressevielfalt? Initiative Nachrichtenaufklärung stellt vernachlässigte Themen 2006 vor

An erster Stelle stehen fehlende Berichte über mangelnde Therapiemöglichkeiten für Medikamentenabhängige, so der Geschäftsführer der INA Horst Pöttker. Chinas Menschenrechtsverletzungen und der Stromfresser Internet seien ebenfalls von den Medien nicht ausreichend aufgegriffen worden, resümierte die Initiative für das vergangene Jahr. Seit zehn Jahren wählt eine Jury von Medienwissenschaftlern und Journalisten zehn Themen aus insgesamt 150 Vorschlägen aus, die in den Medien nicht genügend berücksichtigt wurden. Horst Pöttker zur Resonanz der Arbeit der Initiative: ##Wir hatten vor einigen Jahren als Top-Thema die vergessenen Kriege in Afrika. Daraufhin haben einige Zeitungen Serien publiziert, die sich mit diesen afrikanischen Ländern beschäftigt haben, in diese Kriege stattfinden. Das konnten wir als Erfolg verbuchen.##

Gewaltspiele Debatte um Verbot von Killer-Computer-Spielen geht weiter

Bayern und Niedersachsen sind mit ihrer Forderung zur Verschärfung des Strafrechts in Bezug auf gewaltlastige Computerspiele im Bundesrat auf Widerstand gestoßen. Nicht umstritten war in der Länderkammer dagegen das geplante Sofortprogramm von Familienministerin Ursula von der Leyen und NRW für einen wirksameren Jugendschutz bei Gewaltspielen. Das Verbot des Verkaufs dieser Spiele an Jugendliche soll demnach verschärft werden. Nach Ansicht des Hannoveraner Medienforschers Christoph Klimmt ist eine Gesetzesverschärfung nicht notwenig: ##Wir haben bereits sehr erfolgreiche und sehr professionell arbeitende Einrichtungen des Medienschutzes in diesem Land installiert , namentlich die USK die Unterhaltungs-Software-Selbstkontrolle, die ganz gute Arbeit macht, die auch international sehr anerkannt ist. Daher sehe ich auch nicht, was ein Verbot von Killerspielen noch an Mehrwert bringen könnte. Ich sehe im Gegenteil eher, dass Forderungen nach irgendwie gearteten Verschärfungen die bestehenden Einrichtungen ohne Not diskreditiert. Die machen wie gesagt sehr gute Arbeit und ich weiß im Moment nicht, was man auf der Seite des Jugendmedienschutzes machen könnte, um das Problem anzugehen.## Klimmt sieht mehr Handlungsbedarf auf der Herstellerseite: ##Das Hauptproblemfeld liegt darin, dass sich die Politik bisher viel zu wenig engagiert, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden, denn es gibt eine Reihe von Unternehmen, die mit Gewalt verherrlichenden Computerspielen sehr viel Geld verdienen, aber bislang wenig tun, um die - sagen wir mal - die durchaus vorhandenen negativen Wirkungen ihrer Produkte mit abfedern zu helfen. Also ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass sich die Industrie viel stärker dafür engagiert, gerade Eltern und den Erziehungssektor mit mehr Informationen zu versorgen, damit viele Eltern, aber auch Pädagogen, für die viele Computerspiele ein Fremdkörper sind, besser in die Lage versetzt werden, mit Kindern mit Jugendlichen über Spielgebrauch zu diskutieren, ja auch besser zu verstehen, was ist eigentlich der Reiz an diesen Spielen, was ist eigentlich das Attraktive, um auf diese Weise allein durch Dialog und Kommunikation zu helfen, die negativen Wirkungen abzufedern.##
10.02.2007

Fernsehen Herbert Reinecker mit 92 Jahren gestorben

Der bekannteste deutsche Autor von Kriminalserien hatte seine Karriere in den dreißiger Jahren als Propagandaschreiber im Berliner Presseamt des Reichsjugendführers begonnen. Zu Film und Fernsehen kam er 1953, als sein Bestseller-Roman "Kinder, Mütter und ein General" nach seinem eigenen Drehbuch zum Kinoerfolg geworden war. Für das Fernsehen erfand er u. a. den "Kommissar" und "Derrick" und wurde damit zu einem der erfolgreichsten deutschen TV-Autoren des letzten Jahrhunderts. In seinen über 400 Krimidrehbüchern war es dabei nie Reineckers Absicht gewesen, den Alltag der Polizei wirklichkeitsgetreu nachzubilden, wie er selber sagte. ## Das weiß auch die deutsche Polizei oder das Münchener Polizeipräsidium. Da werden alle meine Drehbücher gegengelesen auf Unrichtigkeiten usw, aber man weiß ganz genau, dass das nicht richtig ist. Wir begreifen uns hier mit unseren Geschichten mehr als in der Pflicht stehend für einen gesellschaftspolitischen Auftrag, nämlich Bürgern und Polizei zueinander in einem Vertrauensverhältnis zu sehen.##

Quelle: bb

Talk Anne Will wird Nachfolgerin von Sabine Christiansen

Die Tagesthemen-Moderatorin setzte sich bei den ARD-Intendanten gegen Frank Plasberg vom WDR durch. Sie wird ab September die Leitung der sonntäglichen Politik-Talkshow übernehmen. Plasberg wechselt dafür ab 2008 mit einem an seinem Erfolgsformat "Hart aber fair" orientierten Programm vom Dritten in das Erste. Wie die ARD-Intendanten ebenfalls entschieden, soll das renommierte Fernsehformat "Tatort" nun auch vom Hörfunk adaptiert werden.

Quelle: bb

Recht RTL hat Menschenwürde verletzt

Zu diesem Urteil kam das Verwaltungsgericht in Hannover. Der Kölner Privatsender hatte mehrfach über die Misshandlung eines alten Mannes durch seine Pflegerin berichtet und dazu Videoaufnahmen gezeigt. RTL habe das Opfer durch die wiederholte Ausstrahlung seines Martyriums abermals in seiner Menschenwürde verletzt, erklärte das Gericht. Es wies damit eine Klage des Senders gegen eine entsprechende Beanstandung durch die Niedersächsische Landesmedienanstalt ab.

Quelle: bb

Fußballübertragungen Premiere darf Bundesliga flächendeckend vermarkten

Überraschend hat sich der Pay-TV-Sender mit seinem Rivalen, dem Spartensender arena verbündet. Premiere darf nun arena, und damit die Fußball-Bundesliga, über Satellit in ganz Deutschland vermarkten. Im Gegenzug erhält arena über eine Kapitalerhöhung 16,7 Prozent der Premiere-Anteile, allerdings ergeben sich aus diesen Anteilen, die in die Hände einer unabhängigen Bank gegeben werden, keine Einflussmöglichkeiten, wie Premiere-Chef Georg Kofler betonte. ## Das Finanzinstitut verwaltet das Premiere-Aktienpaket ausschließlich, ich betone ausschließlich unter finanzwirtschaftlichen Gesichtspunkten und es ist vertraglich explizit festgehalten, dass ein Einfluss auf die Geschäftspolitik von Premiere ausgeschlossen ist. ## Trotz dieses Vertrages wird das Bundeskartellamt die Zusammenarbeit noch prüfen müssen. Im vergangenen Jahr machte Premiere Verluste in Höhe von 161,5 Millionen Euro, nachdem es noch im Jahr zuvor einen Gewinn verbuchen konnte. Die Kooperation mit arena hat zumindest die Börse kurzfristig überzeugt. Der Kurs stieg zeitweise um mehr als zwanzig Prozent an. Georg Kofler: ## Uns ist nicht nach Jubel zumute jetzt, aber durchaus finden Sie uns hier in einer sehr positiven psychischen Verfassung, hier mit richtig guter Laune, denn das ist schon ein wichtiger Schritt für die Zukunft von Premiere, auch eine fruchtbare Partnerschaft mit Unity und mit arena für die wir uns viel für die Zukunft erwarten.## Von Beobachtern wird der Vertrag als Eingeständnis von Unity Media gewertet, mit seinem Spartensender arena bislang keinen wirklichen Durchbruch auf dem deutschen Markt erzielt zu haben. Auch Premiere-Geschäftsführer Georg Kofler sieht die Zusammenarbeit als Erfolg seines Senders, der über die bislang größte Kundenbasis im Abo-Geschäft verfügt. ## Ich glaube, es hat sich auch herausgestellt, dass zwar auf der bunten Wiese des digitalen Fernsehens und des Pay-TV-Marktes in Deutschland viele Blumen blühen, aber in der Mitte steht eine Eiche, und das ist Premiere.##

Quelle: bb

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