Sonntag, 19.09.2021
 
Seit 09:30 Uhr Essay und Diskurs
03.01.2009

Meinungsfreiheit Reporter ohne Grenzen sieht verstärktes Vorgehen gegen Blogger

Diese würden zunehmend verfolgt und inhaftiert. Die größten Gefängnisse für Journalisten seien auch im vergangenen Jahr wieder China und Kuba. Die Zahl der getöteten Journalisten ist nach Erhebungen der Organisation zurückgegangen. Weltweit seien mindestens 60 Journalisten wegen Ausübung ihres Berufs umgekommen.

Quelle: Reporter ohne Grenzen

Zeitungsübernahme Kölner Zeitungsverlag Dumont soll Interesse an Berliner Zeitung haben

Nach Berichten der "Süddeutschen Zeitung" und des Branchendienstes Kress sei der Berliner Verlag so sehr in die Krise geraten, dass Investor David Montgomery ans Verkaufen denken würde. Weder Dumont noch der Berliner Verlag wollten offiziell eine Stellungnahme abgeben. Der Zeitungswissenschaftler Horst Röper vom Dortmunder Formatt Institut: ##"Nun, das hat schon einen Hintergrund. Zum einen hat sich Dumont auch schon in früheren Jahren für die Berliner Zeitung, für den Berliner Verlag interessiert, wollte ihn übernehmen, ist damals aber an einem höheren Angebot von David Montgomery und seiner Mecom Gesellschaft gescheitert, nun geht es Montgomery und seiner Firma sehr schlecht, das heißt das Unternehmen ist hoch verschuldet, müsste neue Kredite bekommen, die derzeit natürlich schwierig zu bekommen sind und insofern weiß man, dass Montgomery einzelne Zeitungen von seinem riesigen Zeitungsreich veräußern will und dazu könnte dann auch der Berliner Verlag gehören und einer der Kandidaten ist dann sicherlich das Haus Dumont."## Für den Kölner Verlag wären auch erhebliche Synergieeffekte denkbar, da er auch schon die Mehrheit bei der "Frankfurter Rundschau" übernommen hat. ##"Zum einen wäre denkbar, dass die Redaktionen zum Beispiel von den Abo-Zeitungen stärker miteinander kooperieren und so auch Einsparungen erzielt werden können. Das dürfte vor allen Dingen auch gelten für die 'Berliner Zeitung' und für die 'Frankfurter Rundschau' etwa, aber auch natürlich für den 'Kölner Stadtanzeiger'. Und zum Zweiten gehört zum Berliner Verlag ja auch die regionale Boulevard-Zeitung 'Berliner Kurier' und Dumont hat in Köln eben mit dem 'Express' gleichfalls eine der wenigen noch existierenden regionalen Boulevard Zeitungen und auch auf dem Sektor wären dann Synergien möglich, das heißt also Einsparungen, die dann den Kaufpreis lukrativ erscheinen lassen. Die redaktionelle Eigenständigkeit, also die Redaktionsleistungen der einzelnen Titel, gingen womöglich zurück, also man würde hier stärker auf Kooperation setzen, beispielsweise bräuchte man womöglich nicht mehr zwei eigenständige Hauptredaktionen für den 'Kölner Express' und 'Berliner Kurier' und könnte hier eben deutlich Einsparungen dann auch im redaktionellen Bereich erzielen. Das ginge natürlich wieder mal auf die Vielfalt im Tageszeitungsmarkt. Die würde eingeschränkt."##

Quelle: Süddeutsche Zeitung/kress-report

 Aus Radio Multikulti wird Internet-Sender

Der vorerst durch Spenden finanzierte Internet-Sender MultiCult2.0 will die Tradition von Radio Multikulti in bescheidenem Rahmen weiterführen. Langfristig wollen sich die Freunde und Förderer des Programms um eine terrestrische Frequenz bemühen. Das öffentlich-rechtliche Programm des RBB war aus Kostengründen abgeschaltet worden. Auf der entsprechenden Frequenz ist jetzt Funkhaus Europa des Westdeutschen Rundfunks zu empfangen.

Neuer ARD-Vorsitzender Boudgoust fordert mehr Kooperationen bei der ARD

Der neue ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust plädiert für mehr Zusammenarbeit zwischen den Sendern und weist darauf hin, dass die Entscheidungsprozesse für die Zukunft der Anstalten vereinfacht werden müssten: ##"ARD darf nicht länger heißen: Alle reden durcheinander. Wir sind eine föderale Arbeitsgemeinschaft, das bringt es mit sich, dass erst mal alles abgestimmt werden muss. Im Extremen müssen alle zustimmen und das sind Entscheidungsprozeduren, die mit den schnellen Veränderungen, die wir heute bewältigen müssen. Da müssen wir wirklich schneller werden, sonst wird am Ende der Entscheidungsfindung die Erkenntnis stehen, dass wir zu spät kommen." ## Der Intendant des Südwestrundfunks sieht zur Zeit keine Notwendigkeit Fusionen zwischen Anstalten zu forcieren, plädiert aber für eine Neuorientierung der Sender. ##"Ich finde, wir müssen zu mehr arbeitsteiligen Strukturen kommen. Wir können uns nicht mehr leisten, dass jede Rundfunkanstalt alles macht. Wir müssen festlegen, wer ist Federführer für ein bestimmtes Thema. Und dass man das schaffen kann, beweisen wir im übrigen Tag für Tag bei der Auslandsberichterstattung und auch bei der regionalen Berichterstattung, denn dort funktioniert die ARD genauso, wie ich das jetzt als Ziel für weitere Kooperationen vorgestellt habe." ## Peter Boudgoust hat am 1. Januar den ARD-Vorsitz vom Intendanten des Saarländischen Rundfunks, Fritz Raff, übernommen.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk