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04.01.2019

Spanien Streit um geplante Exhumierung Francos spitzt sich zu

Der Benediktiner-Prior Santiago Cantera schrieb in einer Mitteilung, er werde der Regierung den Zugang zum Grab Francos nicht erlauben.

Die Gebeine des faschistischen Diktators liegen in der Gedenkstätte Valle de los Caidos, zu Deutsch: Tal der Gefallenen – ein gewaltiges Monument, das Franco noch zu Lebzeiten errichten ließ. Seine sterblichen Überreste sollen nach Willen der amtierenden spanischen Regierung an einen schlichteren Ort verbracht werden. Dagegen protestieren seit Monaten die für die Verwaltung der Gedenkstätte zuständigen Benediktiner. Die Regierung dagegen hat bereits erklärt, an ihrem Plan festzuhalten. In einer Gruft im Tal der Gefallenen befinden sich die sterblichen Überreste zehntausender Soldaten, die während des spanischen Bürgerkriegs in den 30er-Jahren getötet wurden. Unter den Toten sind jedoch auch republikanische Kriegsopfer – viele ihrer Hinterbliebenen empfinden dies bis heute als Demütigung.

Vatikan Beide Ex-Sprecher stehen für geordneten Übergang bereit

Das erklärten zum Jahresbeginn die zurückgetretenen Pressesprecher des Papstes in Rom. Der US-Amerikaner Greg Burke und die Spanierin Paloma Garcia Ovejero hatten nach nur zweieinhalb Jahren an der Spitze des Presseamts ihre Ämter überraschend am Silvestertag niedergelegt. Über die Gründe wurde nichts bekannt, Beobachter vermuten jedoch Differenzen über die Ausrichtung der Öffentlichkeitsarbeit. Der Rücktritt fällt in eine für den Vatikan heikle Zeit – die katholische Kirche steht derzeit vor allem wegen mehrerer Missbrauchsskandale in der Kritik, dem Papst selbst wird vorgeworfen, zu wenig für die Aufklärung zu unternehmen.

Kairo Muslime dürfen Christen zu deren Festen gratulieren

Zu diesem Schluss kommt eine Fatwa der Al-Azhar-Moschee in Kairo. Bei einer Fatwa handelt es sich um ein muslimisches Rechtsgutachten.

Toleranz, friedliches Miteinander und Höflichkeit zwischen Muslimen und Christen seien nicht nur akzeptabel, sondern wünschenswert, heißt es im Text. Nach eigenen Angaben handelt es sich um das erste Gutachten der Moschee, das Muslimen Respektsgesten mit Blick auf nichtmuslimische Feiertage gestatte. Die Al-Azhar-Moschee in Kairo gilt als eine der bedeutendsten Ausbildungsstätten des sunnitischen Islam.

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