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17.05.2018

Lehrerverband Warnung vor schulischen Problemen im Ramadan

Zu Beginn des Fastenmonats hat der Deutsche Lehrerverband beklagt, muslimische Schüler, die sich strikt an die Einhaltung des Fastenmonats halten, würden den Unterricht gefährden. "Sehr viele Schüler nehmen das Fasten inzwischen sehr ernst", sagte dessen Präsident Heinz-Peter Meidinger der Zeitung "Welt". An allen Schulen, die über eine nennenswerte Schülerschaft mit Migrationshintergrund verfügten, sei das Verhalten im Ramadan zu einem zentralen Thema und auch zu einem Problem geworden, erklärte der Verbandschef. So werde von Seiten muslimischer Eltern teils starker Druck auf die Schulleitungen ausgeübt, in diesem Zeitraum keine Leistungsprüfungen oder schulischen Exkursionen anzusetzen. Schwierig werde es vor allem dann, wenn die religiösen Belange einzelner Schüler alle einschränkten, sagte Meidinger weiter. "Die Rücksichtnahme wird dadurch erkauft, dass sich Prüfungen für alle Schüler in einem bestimmten Zeitraum massieren. Das geht nicht."

Bayern und Kreuze Die Debatte geht weiter

Der Passauer Bischof Stefan Oster grenzt sich in der Kreuz-Debatte ab von Kardinal Marx, dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Oster schrieb wörtlich in seinem Blog: "Ich freue mich über jedes Kreuz, das ich in Bayerns Ämtern, Behörden, staatlichen Stellen sehe". Über die Motive hinter dem Erlass lasse sich freilich streiten. Er wolle dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) jedoch unterstellen, "dass er für das Land und seine Bewohner das Gute will". Seit Wochen sorgt ein Erlass der bayerischen Landesregierung unter Söder für Diskussionen, wonach ab 1. Juni ein Kreuz im Eingangsbereich aller Dienstgebäude des Freistaats hängen soll.

Terroranschläge Mehr Schutz für Christen gefordert

Nach der Anschlagsserie auf Kirchen in der indonesischen Stadt Surabaya hat Hermann Gröhe, Kirchenbeauftragter der Unions-Bundestagsfraktion, die "brutalen Anschläge" verurteilt. Gröhe forderte von Indonesiens Regierung mehr Schutz der christlichen Minderheit. Bei der Serie von Selbstmordanschlägen auf drei Kirchen waren mindestens 13 Menschen getötet und mehr als 40 verletzt worden. Die Terrorvereinigung "Islamischer Staat" (IS) reklamierte die Anschlagsserie für sich.

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