Sonntag, 23.09.2018
 
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14.06.2018

Mit Lautsprecherrufen Imam rettet brennende Kirche

Mit Hilferufen über die Lautsprecher seiner Moschee hat ein ägyptischer Imam zur Rettung einer von Feuer bedrohten Kirche beigetragen. Im Norden Kairos sei nachts an der koptisch-orthodoxen Kirche Anba Makar ein hölzernes Baugerüst in Brand geraten, berichtete ein vatikanischer Pressedienst. Der Imam der benachbarten Moschee setzte daraufhin seinen weithin hörbaren Hilferuf ab. Unter den ersten Helfern waren demnach viele junge Muslime, die sich zum abendlichen Fastenbrechen im Fastenmonat Ramadan versammelt hatten. Einheiten des örtlichen Zivilschutzes löschten später die Flammen komplett. Der koptisch-orthodoxe Bischof Morcos von Shubra al-Khaymah bedankte sich offiziell bei dem Imam für dessen rasches Handeln und würdigte es als Zeichen eines spontanen und konkreten Bemühens um ein friedliches Zusammenleben.

Christliche Prägung Bayerns Keine Verfassungsänderung geplant

Die bayerische Staatsregierung strebt offenbar nicht an, die christliche Prägung Bayerns durch einen Zusatz in der Landesverfassung zu verankern. Das geht aus einer am Montag in München bekanntgewordenen Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der SPD hervor. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte vor drei Monaten erklärt, dass die Verfassung um ein "klares Bekenntnis zu der christlich-abendländischen Prägung" ergänzt werden solle. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) beschied in seiner Antwort an die SPD, diese Prägung komme schon jetzt an mehreren Stellen der Verfassung zum Ausdruck, etwa in der Präambel oder bei der Festschreibung der "Ehrfurcht vor Gott" als ein oberstes schulisches Bildungsziel.

Mainzer Bischof Rätselhafte Formulierungen in Vatikan-Papier

Auch nach dem Machtwort des Papstes hält der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf die Diskussion über die Kommunion für evangelisch-katholische Ehepaare nicht für beendet. "Es gibt in dem letzten Schreiben der Glaubenskongregation rätselhafte Formulierungen, da muss jetzt noch vieles geklärt werden", sagte Kohlgraf der Mainzer "Allgemeinen Zeitung". Der Bischof zeigte sich offen für ein Abendmahl im Einzelfall: "Dann werde ich diesem Wunsch nachkommen", sagte er auf die Frage, was er tun würde, wenn am Sonntag ein evangelischer Ehepartner von ihm die Kommunion empfangen wolle. Es gebe viel Enttäuschung über die vatikanische Entscheidung, auch Verunsicherung und Verärgerung. Die Deutsche Bischofskonferenz hatte entschieden, dass Protestanten im Einzelfall zur Eucharistiefeier in der katholischen Kirche gehen dürfen. Sieben konservative Bischöfe hatten sich dagegen gestellt und den Vatikan eingeschaltet. Papst Franziskus stoppte den Vorstoß der Bischofskonferenz.

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