Freitag, 16.11.2018
 
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03.08.2018

Iran Frauen gegen Kopftuchzwang

In einer Studie des iranischen Parlaments gaben 55 Prozent der befragten Frauen an, dass das Tragen eines islamischen Kopftuches freiwillig sein sollte. Besonders bei Frauen mit hohen Bildungsabschlüssen verlöre das Kopftuch an Bedeutung. Im Iran müssen alle Frauen und Mädchen ab neun Jahren ein Kopftuch und einen langen weiten Mantel tragen, um Haare und Köperkonturen zu verbergen. Wer die strengen Kleidervorschriften verletzt, muss mit einem Strafverfahren und Geldbußen rechnen.

Indien Aus für Islam-TV

Im autonomen indischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir leben überwiegend Muslime. Dort wurden nun 30 islamische Fernsehsender abgeschaltet. Regierungsvertreter begründeten dies mit der Sicherung von Frieden und Ruhe. Muslimische Jugendliche würden durch die Sender "radikalisiert". Bürgerrechts-Aktivisten und islamische Geistliche in Jammu und Kaschmir kritisierten den Schritt. Die Regierung spiele mit den religiösen Gefühlen der Muslime. Außerdem würden Jugendliche nicht durch das Fernsehen, sondern durch das Internet radikalisiert. In Jammu und Kaschmir leben 12,5 Millionen Menschen. Der indische Bundesstaat ist Teil der zwischen China, Indien und Pakistan umstrittenen Region Kaschmir.

USA Reich und fromm

Die USA sind das frommste Land unter den reichen Demokratien. Einer Studie des Pew-Forschungsinstituts zufolge beten 55 Prozent der erwachsenen Amerikaner täglich. Auch besuchen sie häufiger Gottesdienste als die Menschen in anderen westlichen demokratischen Industrienationen. Was die Bedeutung der Religion für das persönliche Leben angeht, seien die USA vergleichbar mit ärmeren Entwicklungsländern wie Bangladesch oder Bolivien, heißt es in der Studie. Die Forscher erklären die Frömmigkeit der Amerikaner mit dem offenen religiösen Markt in den USA: Die freie Entfaltung der Religionen ohne Eingriffe von Staat und Politik sei eine gute Voraussetzung für religiöses Wachstum, so die Autoren der Studie. Rückläufig sei der Trend allerdings bei den unter 40-jährigen US-Bürgern: Sie beten der Studie zufolge weniger und besuchen seltener Gottesdienste als ältere Amerikaner.

25.07.2018

Serbien Serbische Kirche attackiert Montenegro

Die Führung der Serbisch-Orthodoxen Kirche hat dem Nachbarland Montenegro Unterdrückung der serbischen Minderheit vorgeworfen. Die Behandlung der Serben in Montenegro erinnere an die Zeiten des faschistischen Kroatiens im Zweiten Weltkrieg, zitierten Belgrader Zeitungen den Patriarchen Irinej. Montenegros Präsident Milo Djukanovic wies die Kritik des Kirchenführers zurück.

Niedersachsen Erste christlich-muslimische Kita eröffnet

Die Kita in Gifhorn mit dem Namen "Abrahams Kinder" wird am Donnerstag feierlich eingeweiht. Ab dem zweiten August werden 15 Kinder betreut. Hauptbetreiber sind die katholische Gemeinde, die evangelische Dachstiftung Diakonie und die deutsch-türkische Moscheegemeinde Ditib. Das Verhältnis von muslimischen und christlichen Kindern sei in etwa ausgeglichen, heißt es. Auch konfessionslose Kinder würden aufgenommen.

Nicaragua Ortega signalisiert Gesprächsbereitschaft

Der Präsident von Nicaragua, Daniel Ortega, hat jegliche Verantwortung für Angriffe auf Kirchengebäude und Geistliche in den vergangenen Wochen zurückgewiesen. Seit Mitte April gibt es in Nicaragua gewalttätige Proteste gegen Ortega. Mehr als 300 Menschen sollen ums Leben gekommen sein. Die katholische Kirche hatte sich als Vermittler in dem Konflikt angeboten. Präsident Ortega hatte das zunächst abgelehnt, weil die Bischöfe mit den Putschisten zusammenarbeiteten, so Ortega. Zuletzt zeigte er sich einem von der Kirche vermittelten Dialog aber wieder offen gegenüber.

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