Mittwoch, 12.12.2018
 
Seit 11:35 Uhr Umwelt und Verbraucher
30.10.2018

Indien Regierungspartei BJP unterstützt radikale Tempelblockierer

Der BJP-Vorsitzende Amit Shah warf der Landesregierung von Kerala vor, durch die Verhaftung von Tempelblockierern gläubige Hindus zu unterdrücken. Das ganze Land stehe jedoch hinter ihnen und ihrem Kampf für ihre Rechte, wird Shah in lokalen Medien zitiert. Der Oberste Gerichtshof in Indien hatte zuvor entschieden, dass Frauen im gebärfähigen Alter zwischen 10 und 50 Jahren den Sabarimala Tempel ab Mitte Oktober besuchen dürfen. Radikale Hindus widersetzen sich jedoch dem Gerichtsurteil und verwehren Frauen seither gewaltsam den Zutritt zur Gebetsstätte. Sie blockieren unter anderem Kreuzungen und bewerfen Busse mit Steinen, um Frauen von dem Tempel fernzuhalten. Die Polizei nahm Medienberichten zufolge bislang rund 2.000 Menschen fest.

Pittsburgh Ökumenische Trauerfeier nach Anschlag auf Synagoge

"Worte des Hasses sind in Pittsburgh nicht willkommen", sagte Rabbi Jeffrey Myers bei der Gedenkfeier, die in einem großen Saal im Zentrum der Stadt abgehalten wurde. Die Reden wurden mit Lautsprechern auch ins Freie übertragen, wo Tausende Menschen trotz Regens zuhörten. Auch in anderen amerikanischen Städten gab es Mahnwachen zum Gedenken an die Todesopfer des Anschlags. Der Schütze war am Samstag mit einem Schnellfeuergewehr und mehreren Pistolen in die Lebensbaum-Synagoge in Pittsburgh eingedrungen, wo gerade die Feier für ein Neugeborenes stattfand. Er rief antisemitische Parolen und schoss auf die Besucher der Synagoge. Jüdische Vertreter aus Pittsburgh werfen US-Präsident Donald Trump in einem offenen Brief vor, eine Mitverantwortung für den Anschlag zu tragen. "In den vergangenen drei Jahren haben Ihre Worte und Ihre Politik eine wachsende weiße nationalistische Bewegung ermutigt", heißt es in dem Schreiben.

Auch Vertreter des Judentums in Deutschland zeigten sich erschüttert. "Das Attentat zeigt, wohin ein Klima des Hasses führen kann", erklärte Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk