Mittwoch, 12.12.2018
 
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14.11.2018

Schutz vor Fundamentalisten Religionskritiker gründen "Säkulare Flüchtlingshilfe"

Religionskritische Organisationen in Deutschland wollen verstärkt atheistischen Geflüchteten helfen. Nach Köln hat sich auch in Berlin ein Verein "Säkulare Flüchtlingshilfe" gegründet, wie die Initiatoren bekannt gaben. Es sind die Giordano-Bruno-Stiftung und der "Zentralrat der Ex-Muslime". Demnach ist eine weitere Vereinsgründung für den heutigen Mittwoch in Hamburg geplant. Bei der Vorstellung der Vereine betonte die Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime, Mina Ahadi, eine atheistische Weltanschauung sei im Iran und anderen islamisch geprägten Ländern lebensgefährlich. Dies sei deutschen Anwälten und Richtern jedoch immer noch kaum bekannt und werde in Asylverfahren zu wenig berücksichtigt. Die aus Saudi-Arabien stammende Publizistin Rana Ahmad begründete die säkulare Flüchtlingshilfe außerdem damit, dass nichtreligiöse Asylsuchende auch in deutschen Gemeinschaftsunterkünften oft von fundamentalistischen Muslimen bedroht würden.

Muslime in Indien Empörung über eingeschränkte Gebetszeiten

Die indische Behörde für Archäologie hat entschieden, dass nur noch Muslime aus der nahe gelegenen Stadt Agra im Tadsch Mahal beten dürfen, und auch nur freitags von 12.00 bis 14.00 Uhr. Diese Entscheidung sei "bizarr" und "Teil eines besorgniserregenden Trends", erklärten Vertreter islamischer Organisationen. Dies sei ein weiterer Affront der hindu-nationalistischen Regierung von Premierminister Narendra Modi. Die Archäologiebehörde hatte die Maßnahmen mit Sicherheitserwägungen sowie mit dem Schutz des historischen Baudenkmals vor dem steigenden Besucheransturm begründet. Sie folgte damit einem Urteil von Indiens Oberstem Gericht vom Juli.

Personalmangel Den Kirchen gehen die Pfarrer aus

Die evangelische und die katholische Kirche in Deutschland kämpfen mit einem dramatischen Pfarrermangel. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken erwartet, dass bis 2030 etwa 7000 von den aktuell rund 13.500 Priesterstellen nicht mehr besetzt werden können. Eine solche Entwicklung sei "katastrophal", sagte ZdK-Präsident Thomas Sternberg dem Magazin "Focus". Die Evangelische Kirche in Deutschland hat dem Bericht zufolge vergleichbare Probleme. Der Pfarrerverband geht davon aus, dass sich die Zahl der derzeit etwa 21.000 Pfarrerinnen und Pfarrer um rund ein Drittel reduzieren wird. Bis 2030 könnten ebenfalls rund 7000 Stellen nicht nachbesetzt werden. "Das führt jeden einzelnen Pfarrer an seine Belastungsgrenze - und darüber hinaus", sagte der Vorsitzende des Pfarrerverbands, Andreas Kahnt

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