Sonntag, 17.10.2021
 
Seit 03:05 Uhr Heimwerk
StartseiteInformationen am MorgenFolterschutz nur auf dem Papier13.05.2014

MenschenrechteFolterschutz nur auf dem Papier

Mehr als die Hälfte aller Staaten weltweit praktiziert Folter, das geht aus dem jüngsten Jahresbericht von Amnesty International hervor. Die Menschenrechtsorganisation prangert Missstände in Dutzenden Ländern an. Auch in der EU.

Von Julian Kuper

Amnesty-Generalsekretärin Selmin Caliskan fordert: Stop Folter.
Amnesty-Generalsekretärin Selmin Caliskan fordert: Stop Folter.
Weiterführende Information

Franziska Vilmer kritisiert deutsche Asylpolitik: "Entwicklung verschlafen" (Deutschlandradio Kultur, Ortszeit, 09.05.2014)

Amnesty prangert Gräueltaten in Südsudan an (Deutschlandfunk, Aktuell, 08.05.2014)

Amnesty klagt den WM-Gastgeber Katar an (Deutschlandfunk, Informationen am Morgen, 23.04.2014)

Für die Studie wurden Angaben aus 141 Ländern aus den vergangenen fünf Jahren ausgewertet. Mindestens 79 Länder wenden laut Amnesty bis heute Folter an. In Staaten wie Mexiko, Nordkorea oder Syrien gehöre systematische Folter zur Tagesordnung.

Auch für die EU dokumentiert Amnesty Fälle von Folter und Misshandlungen. Als Beispiel wird das Zurückdrängen von Bootsflüchtlingen an den EU-Außengrenzen genannt. Aus Deutschland berichtet die Organisation über keinen Fall von Folter, auch wenn es Berichte über Misshandlungen durch die Polizei gebe. Hier gebe es ein Problem mit einer "hohen Dunkelziffer".

Den Beitrag können Sie als Audio mindestens bis zum 13. Oktober 2014 nachhören.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk