Samstag, 26. November 2022

Iran Human Rights
Menschenrechtler: Mehr als 370 Tote im Iran seit Beginn der Proteste

Bei den seit mehr als zwei Monaten andauernden Protesten im Iran sind der Organisation Iran Human Rights zufolge bisher fast 380 Menschen getötet worden. Unter den Todesopfern seien rund 50 Kinder, heißt es.

19.11.2022

    Auf einem unscharfen Bild sind Menschen zu sehen, die bei Protesten in der westiranischen Stadt Bukan bei Dunkelheit auf der Straße vor staatlichen Sicherheitskräften weglaufen.
    Auch in der westiranischen Stadt Bukan gibt es Proteste gegen die Führung in Teheran (Bild vom Oktober 2022). (AFP / ESN)
    Iran Human Rights wirft der Führung in Teheran zudem vor, sie wolle die Tötung von Demonstranten der Terrormiliz IS zuschreiben, um einen breiteren Einsatz von scharfer Munition bei Demonstrationen zu rechtfertigen.
    Die norwegische Menschenrechtsgruppe Hengaw teilte mit, die staatlichen Sicherheitskräfte gingen immer häufiger mit tödlichen Waffen gegen Demonstranten vor. Zuletzt seien in der westiranischen Stadt Diwandarreh mindestens drei Menschen getötet worden. Proteste habe es auch in der Stadt Bukan gegeben.
    Der iranische Außenminister Abdollahian wiederholte Vorwürfe gegen die USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Er sprach von "Feinden der Islamischen Republik", die versuchten, die Lage im Iran zu beeinflussen.
    Diese Nachricht wurde am 19.11.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.