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Merkel vor ILO"Die Wirtschaft muss dem Menschen dienen"

Kanzlerin Merkel steht am Rednerpult, vor ihr das Logo der ILO.  (dpa/Salvatore Di Nolfi)
Kanzlerin Merkel spricht vor der Internationalen Arbeitsorganisation (dpa/Salvatore Di Nolfi)

Bundeskanzlerin Merkel hat die Verdienste der Internationalen Arbeitsorganisation ILO gelobt. Ob es in einer Gesellschaft menschlich und gerecht zugehe, zeige sich auch und ganz besonders an den Arbeitsbedingungen, betonte Merkel in Genf. Frankreichs Präsident Macron übte deutliche Kapitalismuskritik.

Die ILO werde heute genauso gebraucht wie vor hundert Jahren, sagte Merkel bei den Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Gründung der Organisation in Genf, sagte Merkel. Die Wirtschaft habe dem Menschen zu dienen und nicht umgekehrt, auch in Zeiten der Globalisierung.

Der französische Präsident Macron wandte sich gegen eine Vorherrschaft des Neoliberalismus. Die heutige Organisation des Kapitalismus habe die Anhäufung von Reichtümern beschleunigt und zu großen Ungleichheiten geführt, sagte Macron. Europa sei nicht nur ein Markt, sondern ein gemeinsames Projekt. Es dürfe nicht nur für Freiheit stehen, sondern auch für Solidarität.

Der russische Ministerpräsident Medwedew sagte, es sei nötig, neue Wege in der Arbeitswelt zu finden. Die Zukunft liege möglicherweise in einer Vier-Tage-Woche.

Die ILO ist eine Sonderorganisation der UNO. Ihre Aufgabe ist es, durch eine Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen zum Weltfrieden beizutragen.