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StartseiteVerbrauchertippTelefonieren per App19.09.2018

Messenger-DiensteTelefonieren per App

WhatsApp, Skype, Facetime oder Facebook-Messanger: Mit all diesen Message-Apps kann man nicht nur texten, sondern auch telefonieren. Eine schnelle Internetverbindung vorausgesetzt, kann man sein Gegenüber dabei sogar sehen. Hier sollten Verbraucher allerdings aufpassen.

Von Ann-Kathrin Stracke

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Hamburg, 17. November 2016 - WhatsApp-Icon auf einem auf einem iPhone PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY Hamburg 17 November 2016 Whatsapp Icon on a on a iPhone PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY  (imago stock&people)
Beim Verwenden der Videotelefonie sollte man seit Datenvolumen im Blick behalten - denn das könnte recht schnell aufgebraucht sein (imago stock&people)
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Alternativen zu WhatsApp Welcher Messenger ist am sichersten?

Telefonieren per Messenger-Dienst ist für viele Menschen längst eine Alternative zum herkömmlichen Telefonat.

"Wenn, dann WhatsApp noch zusätzlich zum Telefon, aber ansonsten nichts." - "WhatsApp - einfach auf das Telefonsymbol klicken und dann geht es schon los."
 
Marktführer WhatsApp ist besonders beliebt. Aber auch viele andere Instant-Messaging-Dienste wie Google, WhatsApp, Telegramm, Facetime, Skype bieten diese Option an.

Die Bedienung ist meist ziemlich einfach: Der Nutzer klickt auf eines der Telefonsymbole in der App und dann beginnt das Telefonat. Anders als beim klassischen Telefonieren gibt es für ein Telefonat per Messenger-Dienst allerdings eine wichtige Vorraussetzung, erklärt Markus Weidner, Redakteur bei "teltarif.de", einem Nachrichtenmagazin für Online-Telekommunikation:

"Mein Gesprächspartner muss zwingend den gleichen Messenger haben, bis auf solche Ausnahmen wie Skype oder so, wo man dann öffentliche Telefonnummern dazu buchen kann. Aber ansonsten: WhatsApp-Call funktioniert nur zu einem anderen WhatsApp-Kunden. Facetime funktioniert nur zu einem anderen Kunden, der diesen Dienst auf aktiviert hat. Da muss man sich im Freundes- und Bekanntenkreis vorher ansprechen." 

Je nach App kann es Probleme geben

Auch Musikstudent Till Müller nutzt gelegentlich die Telefonfunktion des Instant-Messenger-Dienstes WhatsApp. Richtig zufrieden ist er damit allerdings nicht.

"Ach so mittelmäßig, im WLAN funktioniert es ganz gut, ansonsten hängt es auch häufig."

Ähnliche Erfahrungen hat auch Student Pascal Engelbertz aus Köln gemacht. Er telefoniert gelegentlich mit Messenger-Diensten, ist allerdings von der Telefonfunktion, speziell von WhatsApp, kein großer Fan:

"Das funktioniert auch in der Regel schlecht - dann hat der eine kein Internet, dann verstehe ich den wieder nicht. Ich gehe gar nicht ran, wenn mich einer über WhatsApp anruft. Telegramm klappt schon besser, aber da rufen die Leute mich auch so an. Facetime funktioniert erstaunlich gut immer."

Ohne schnelles Internet geht es nicht

Die wohl wichtigste Voraussetzung für Telefonieren per Messenger ist eine gute und schnelle Internet-Verbindung. Grundsätzlich geht das sowohl über die Mobilfunkverbindung als auch über ein W-LAN – beispielsweise mit einem kostenlosen Hotspot im Hotel oder einem Café, erklärt Markus Weidner, von teltarif.de. Bei einer schwachen Internetverbindung oder schlechten Netzabdeckung ist die Sprachqualität allerdings häufig schlecht:

"Je nach Messenger, je nachdem welcher Sprachkodex eingesetzt wird, äußert sich das entweder in Aussetzern, schlechter Sprachqualität oder auch in Verzögerungen bei der Audio-Wiedergabe."

Telefonieren über Messenger-Dienste ist vor allem dann praktisch, wenn sich einer der Gesprächspartner nicht im EU-Ausland aufhält und der EU-Roaming-Tarif damit nicht greift. In solchen Fällen kann ein normales Telefongespräch schnell viel Geld kosten - mitunter 1,50 Euro pro Minute oder noch mehr.

"Da ist der Messenger natürlich dann viel günstiger: Ich bin im Hotel-WLAN, habe dort im Prinzip dann einen kostenlosen Internetzugang zur Verfügung und kann darüber selbstverständlich dann auch telefonieren."

Vorsicht bei Videotelefonie

Die meisten Messenger-Dienste bieten auch die Option Videotelefonie an. Hier sollten Verbraucher allerdings aufpassen. Denn dabei müssen pro Sekunde deutlich mehr Daten übertragen werden, als bei einem reinen Telefonat, da die Bildebene hinzukommt. Das kann zum einen das gekaufte Datenvolumen schnell auffressen. Zum anderen aber auch die Verbindung überlasten. Wenn das Bild also ruckelt oder Aussetzer hat, sollten Nutzer deshalb besser auf ein Telefonat ohne Bild umsteigen.

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