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Messerangriff in DresdenVerdächtiger wollte in die Türkei ausreisen

Kriminaltechniker und die Tatortgruppe des LKA Sachsen sichern Spuren an einen Tatort. (dpa-news / Roland Halkasch)
Nach der tödlichen Messerattacke steht in Dresden der Verdacht einer islamistischen Tat im Raum. (dpa-news / Roland Halkasch)

Der Verdächtige im Fall des tödlichen Messerangriffs von Dresden soll Ende 2017 versucht haben, zu seiner Schwester in die Türkei auszureisen.

Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf interne Dokumente des sächsischen Landesverfassungsschutzes. Demnach wollten die deutschen Behörden die Ausreise des Syrers unterstützen. Er war kurz zuvor als islamistischer Gefährder eingestuft worden und saß in Untersuchungshaft. Laut dpa scheiterte das Vorhaben aber, weil die türkische Botschaft ihm ein Visum verweigerte. Der heute 20-Jährige war am Dienstag festgenommen worden. Er soll Anfang Oktober in Dresden zwei Touristen aus Nordrhein-Westfalen angegriffen haben. Ein Mann starb, der andere überlebte schwer verletzt. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen eines islamistischen Hintergrunds.

Diese Nachricht wurde am 24.10.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.