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MexikoAngehörige ermordeter Frauen fordern Regierung zum Handeln auf

Mehrere Mädchen laufen eine Straße entlang und halten selbst beschriftetet Pappschilder vor sich. (Archivbild) (Marco Ugarte / AP / dpa)
Mexiko-Stadt: Demonstranten protestieren nach dem Mord an einem siebenjährigen Mädchen gegen die ausufernde Gewalt gegen Frauen in dem Land. (Archiv-Bild) (Marco Ugarte / AP / dpa)

In Mexiko haben Angehörige ermordeter Frauen die Regierung zum Handeln gegen die sogenannten Femizide aufgerufen.

Vertreter überreichten Präsident Lopez Obrador in Mexiko-Stadt eine Liste mit 18.000 Unterschriften, in dem eine juristische Aufklärung der Gewalttaten sowie deren Ende gefordert wird. Die Delegation wurde von der Mutter der im Juni 2018 ermordeten Journalistin Maria del Sol Cruz Jarquin angeführt. Lopez Obrador wies seine Regierung an, das Vorgehen gegen die Gewalt gegen Frauen zu verstärken.

Amnesty International kritisierte, der mexikanische Staat sei bislang nicht in der Lage, die Femizide zu stoppen. Laut offiziellen Zahlen wurden allein zwischen Januar und September dieses Jahres 2.867 Frauen ermordet. Dies bedeute, dass in dem Land alle zweieinhalb Stunden eine Frau getötet werde, so Amnesty.

Diese Nachricht wurde am 25.11.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.