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MexikoSeit 2006 85.000 Menschen verschwunden

Zahlreiche Helfer graben den Garten eines Hauses in Tijuana um. Sie suchen nach den sterblichen Überresten vermisster Personen. (AFP / Guillermo Arias)
Helfer suchen im Garten eines Hauses in Tijuana nach den sterblichen Überresten vermisster Personen. Allein seit 2018 sind in Mexiko mehr als 1.600 Gräber entdeckt worden. (AFP / Guillermo Arias)

In Mexiko sind nach Regierungsangaben in den vergangenen 15 Jahren mehr als 85.000 Menschen verschwunden.

Diese Zahl nannte der Staatssekretär für Menschenrechte, Encinas Rodrigues, in Mexiko-Stadt. Allein seit der Amtsübernahme des jetzigen Präsidenten López Obrador 2018 seien 44.000 Personen als vermisst gemeldet worden. Zudem habe man mehr als 1.600 Gräber mit den sterblichen Überresten von Verschwundenen entdeckt.

2006 hatte der damalige mexikanische Präsident Calderón angekündigt, verstärkt gegen Drogenkartelle vorzugehen. Seitdem wurden zunehmend Menschen verschleppt und getötet oder beispielsweise in die Prostitution gezwungen.

Diese Nachricht wurde am 09.04.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.