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MexikoWeitere Haftbefehle im Fall der verschwundenen Studenten

Eltern, Verwandte und Freunde der 43 vermissten mexikanischen Studenten vom Lehrerausbildungs-College von Ayotzinapa, die im September 2014 in Iguala im Südwesten von Guerrero nach Zusammenstößen mit der Polizei verschwanden, demonstrieren am 25. August 2017 vor der Staatsanwaltschaft in Mexico City. (AFP / Yuri Cortez)
Eltern, Verwandte und Freunde der 43 vermissten mexikanischen Studenten (AFP / Yuri Cortez)

Fast sechs Jahre nach dem Verschwinden von 43 Studenten in der mexikanischen Stadt Iguala sind 46 neue Haftbefehle gegen Verdächtige erlassen worden.

Bei den Beschuldigten handele es sich um Personen, die in verschiedenen Behörden der Region tätig seien, teilte der Generalstaatsanwalt in Mexiko-Stadt mit. Auch gegen den Chefermittler in dem Fall laufe ein Haftbefehl, erklärte der Generalstaatsanwalt. Ihm werde Folter, Verschwindenlassen von Menschen und Behinderung von Ermittlungen vorgeworfen. Der Mann ist untergetaucht, Interpol sucht nach ihm.

Im September 2014 hatten lokale Polizisten gemeinsam mit Mitgliedern einer kriminellen Organisation eine Gruppe von Lehramtsstudenten angegriffen. Sechs Menschen wurden getötet, 43 der jungen Männer verschwanden. Bis heute ist unklar, was mit ihnen passiert ist. Angehörige werfen den Strafverfolgern vor, die Ermittlungen bewusst in eine falsche Richtung gelenkt zu haben, um die Hintergründe der Tat zu verschleiern. Von mehr als 140 Personen, die bereits wegen des Falls inhaftiert wurden, mussten 77 wieder freigelassen werden, unter anderem, weil sie gefoltert worden waren.