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StartseiteStreitkulturTanzverbot versus Heidenspaß - sind Stille Tage von gestern?24.03.2018

Michael Wladarsch vs. Karl KernTanzverbot versus Heidenspaß - sind Stille Tage von gestern?

"Heidenspaß" an Karfreitag in der "religionsfreien Zone" verspricht der Bund für Geistesfreiheit. Die Freigeistigen wollen gegen einen gesetzlichen Feiertags-Schutz antanzen, der ihnen eindeutig zu weit geht. Vor allem Kirchenvertreter wollen die Ruhe an den sogenannten stillen Feiertagen bewahren.

Moderation: Burkhard Schäfers

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Schuldbekenntnis eines Bischofs bei einem Bußgottesdienst (dpa / picture alliance / Friso Gentsch )
Buße tun oder tanzen gehen - wie soll man sich an Karfreitag verhalten? (dpa / picture alliance / Friso Gentsch )
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Michael Wladarsch (Deutschlandradio / Burkhard Schäfers)Michael Wladarsch (Deutschlandradio / Burkhard Schäfers)"Für mich ist es selbstverständlich, dass so etwas wie das Tanzverbot eigentlich gar nicht existieren darf, weil es eine Religion mit einer bestimmten Geschmacksrichtung bevorzugt und ihr Privilegien verleiht, die so nicht gerechtfertigt sind", sagt Michael Wladarsch, Vorsitzender des Bundes für Geistesfreiheit München. Der selbstständige Grafikdesigner sieht die Trennung von Staat und Kirche in Deutschland nicht ausreichend verwirklicht.

Karl Kern  (Deutschlandradio / Burkhard Schäfers)Karl Kern (Deutschlandradio / Burkhard Schäfers)Der Jesuit Karl Kern hält dagegen: "Wenn der Mensch nur Vergnügen ist, brauchen wir keine Stillen Tage. Diese sind für mich eine soziale Skulptur, die eine Gesellschaft braucht, um die ganze Breite des Menschlichen abzubilden." Kern ist Rektor der Innenstadtkirche Sankt Michael, die sich in der Münchner Fußgängerzone inmitten von Kaufhäusern und Lokalen befindet.

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