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StartseiteNachrichten vertieftDer Vater des "Ü-Ei" ist tot15.02.2015

Michele FerreroDer Vater des "Ü-Ei" ist tot

Strahlende Kinderaugen - Streit am Frühstückstisch. Beides haben wir Michele Ferrero zu verdanken. Der reichste Mann Italiens brachte das Überraschungsei auf den Markt und den wohl berühmtesten Brotaufstrich aus Nuss-Nougat. Nun ist der Unternehmer im Alter von 89 Jahren in Monaco gestorben.

Michele Ferrero im Jahr 2011 mit Sonnenbrille. (dpa / ANSA / Alessandro Di Marco)
Michele Ferrero bei der Beerdigung seines Sohnes Pietro Ferrero im Jahr 2011. (dpa / ANSA / Alessandro Di Marco)

Der Eigentümer des Süßwarenkonzerns Ferrero, Michele Ferrero, ist tot. Er starb am Samstag im Alter von 89 Jahren nach monatelanger Krankheit in Monte Carlo.

Michele Ferrero hatte das Familienunternehmen von seinem Vater, dem Konditor Pietro Ferrero, übernommen, der in den 40er-Jahren die Idee hatte, bei der Herstellung einer süßen Streichcreme die teure Schokolade durch billigere Haselnüsse zu ersetzen. Dies war der Beginn des Nuss-Nougat-Aufstrichs, der jedoch erst 1964 den bis heute verwendeten Namen Nutella erhielt.

22.000 Mitarbeiter, acht Milliarden Euro Jahresumsatz

Sein Sohn Michele, der 1957 das Ruder übernahm, baute das Unternehmen zu einem international agierenden Schokoladenkonzern aus, dessen Produkte einen hohen Bekanntheitsgrad haben, etwa die Pralinen Ferrero Rocher, die Kirschpraline Mon chéri sowie die Marke "Kinder" mit verschiedenen Schokoriegeln und dem 1974 erfundenen Überraschungsei.Ein ausgepacktes Überraschungsei mit Schokolade und Spielzeug.  (Imago / Bernhard Classen)1974 wurden die Überraschungseier von Ferrero erfunden. (Imago / Bernhard Classen)

In elf Produktionsstätten weltweit werden jährlich rund 365.000 Tonnen Nutella hergestellt. Der Konzern beschäftigt weltweit mehr als 22.000 Mitarbeiter und meldete zuletzt einen Jahresumsatz von über acht Milliarden Euro.

Mit einem geschätzten Vermögen von mehr als 20 Milliarden Euro war Michele Ferrero laut dem US-Magazin "Forbes" der reichste Mann Italiens. Aus dem Tagesgeschäft hatte er sich jedoch schon vor einigen Jahren zurückgezogen. Nach dem Tod seines ältesten Sohnes Pietro 2011 gab er die Leitung des Konzerns an seinen jüngeren Sohn Giovanni ab. Der italienische Präsident Sergio Mattarella würdigte Michele Ferrero als einen "wahren Unternehmer", der in Italien und im Ausland "bekannt und geschätzt" gewesen sei.

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