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StartseiteAgendaWird bezahlbarer Wohnraum in Großstädten immer knapper?08.07.2015

Mietspiegel und MietpreisbremseWird bezahlbarer Wohnraum in Großstädten immer knapper?

Seit dem 1. Juni haben die Bundesländer die Möglichkeit, eine vom Bundestag beschlossene gesetzliche Mietpreisbremse einzurichten. Dafür müssen sie jene Gebiete festlegen, in denen der Wohnungsmarkt angespannt ist. Dort können dann weitere sprunghafte Mietpreissteigerungen gesetzlich ausgebremst werden, um sozial schwächere und junge Familien nicht weiter aus den Städten zu verdrängen.

Moderation: Judith Grümmer

Blick auf die Schönhauser Allee in Berlin-Prenzlauer Berg (picture alliance / zb)
Blick auf die Schönhauser Allee in Berlin-Prenzlauer Berg (picture alliance / zb)

Berlin, Hamburg und NRW machen nun den Anfang. Hier gilt die Verordnung seit dem 1. Juli. Doch können gesetzliche Mietpreisregulierungen den immer knapper werdenden, bezahlbaren Wohnraum tatsächlich regulieren? Die Kritiker halten die Mietpreisbremse für einen zahnlosen Tiger, der den Neubau und Erhalt bezahlbarer Wohnungen abbremst. Die immer neuen Eingriffe ins Mietrecht seien ein Unsicherheitsfaktor für Mieter und Vermieter, der allen schade, heißt es. Die Befürworter der Mietpreisbremse dagegen erwarten, dass von nun an bezahlbarer Wohnraum auch in guten und zentralen Lagen erhalten werden kann. Nur so könne ein deutliches Signal gegen steigende Mietpreise gesetzt werden und Städte von allen Bevölkerungsgruppen belebt bleiben..

Dass in den Großstädten mit Wohnungsknappheit möglichst schnell ausreichend bezahlbarer Lebensraum geschaffen werden muss, gilt als eine der drängendsten sozialen Herausforderungen unserer Gesellschaft.

Doch welche Konzepte können bezahlbare Mieten garantieren, ohne die Investitionsbereitschaft der Immobilienwirtschaft auszubremsen? Oder: Wie werden wir in Zukunft in den Ballungsgebieten leben?

Diskutieren Sie mit. Rufen Sie uns an unter der kostenfreien Telefonnr. 00800 44 64 44 64 oder mailen Sie uns unter: laenderzeit@deutschlandfunk.de

Unsere Gesprächspartner:

  • Elisabeth Gendziorra, Geschäftsführerin des BFW-Landesverbandes (NRW) , Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V., Düsseldorf
  • Reiner Wild, Geschäftsführer des Berliner Mieterverein und im Vorstand des Deutschen Mieterbunds
  • Michael Neitzel, Diplom-Ökonom - Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung, Bochum
  • Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen der Stadt Hamburg

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