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MigrationEU-Innenkommissarin Johansson: "Push-Backs" mit Beteiligung von Frontex wären inakzeptabel

Griechenland beginnt mit der Rückführung von Flüchtlingen. Sie besteigen Boote, die in Richtung Türkei fahren. (dpa/picture-alliance/Orestis Panagiotoun)
Rückführung von Flüchtlingen in die Türkei. (dpa/picture-alliance/Orestis Panagiotoun)

Nach Berichten über eine angebliche Zurückweisung von Flüchtlingen hat EU-Innenkommissarin Johansson von der Grenzschutzagentur Frontex Aufklärung verlangt.

Wenn dabei herauskomme, dass es sogenannte Push-backs mit der Beteiligung von Frontex gegeben habe, sei das absolut inakzeptabel, sagte Johansson im Deutschlandfunk. Die Menschen hätten das Recht, einen Antrag auf Asyl zu stellen, betonte Johansson. Man müsse unterbinden, dass Flüchtlinge auf See zurückgeschickt würden.

Bei sogenannten "Pushbacks" werden Flüchtlinge und Migranten, die über das Mittelmeer versuchen, EU-Gebiet zu erreichen, unrechtmäßig wieder zurückgeschickt. Unter anderem hatten der "Spiegel" und das ARD-Magazin "Report Mainz" darüber berichtet, dass Frontex in entsprechende Vorgänge in der Ägäis verwickelt sei.

Diese Nachricht wurde am 27.10.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.