Montag, 18.11.2019
 
Seit 09:35 Uhr Tag für Tag
StartseiteWissenschaft im BrennpunktBund fürs Leben. Warum Bakterien unsere Freunde sind 16.03.2014

MikrobiologieBund fürs Leben. Warum Bakterien unsere Freunde sind

Der Mensch ist nie allein, auf ihm und mit ihm leben Billionen kleinste Lebewesen – meist Bakterien. Viele tummeln sich im Darm und ernähren sich von der gleichen Nahrung wie der Mensch, auf dem sie leben. Sie können uns krank machen, aber sie sorgen auch dafür, dass wir meistens gesund sind.

Rezension: Michael Lange

(Carl Hanser Verlag)
Hanno Charisius und Richard Friebe: Bund fürs Leben. Warum Bakterien unsere Freunde sind (Carl Hanser Verlag)

Wer die Biologie des Menschen verstehen will, muss auch die Bakterien im Superorganismus Mensch kennenlernen, und schon deshalb ist dieses Buch lesenswert. Statt kurzerhand bestimmte Ernährungsformen oder Probiotika zu empfehlen, sorgen die Autoren zunächst dafür, dass sich der Leser des Ökosystems auf seiner Haut und in seinem Innern bewusst wird. Dabei wird klar: Die Lebensgemeinschaft aller Bakterien, das so genannte Mikrobiom, gestaltet sich von Mensch zu Mensch höchst unterschiedlich. Das macht allgemein verbindliche Empfehlungen für Ernährung und Lebensweise so schwierig. Dennoch kann jeder auf die Welt in seinem Innern einwirken. Mit verschiedenen Methoden und Produkten setzen sich die Autoren kritisch auseinander. 

Die Aufmachung des Buches wirkt eher kindlich, naiv – manchmal auch die Sprache. Hinter den bunten Sprachbildern stecken jedoch jede Menge wissenschaftlicher Erkenntnisse. So gibt es umfangreiche Informationen über verschiedene Krankheiten und ihre Wechselwirkungen mit dem Mikrobiom. Die beiden Autoren finden immer wieder neue Bilder für die Beschreibung des Zusammenlebens von Mensch und Mikrobe. Dadurch ist das Buch sehr gut verständlich, manchmal aber auch etwas langatmig. 

Hanno Charisius und Richard Friebe: Bund fürs Leben. Warum Bakterien unsere Freunde sind 
ISBN: 978-3-446-43879-3
Carl Hanser Verlag, 319 Seiten, 19,90 Euro
 

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk