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Militärischer TorjubelErdogan wirft UEFA Diskriminierung türkischer Spieler vor

Frankreich, Paris: Fußball: EM-Qualifikation, Frankreich - Türkei, Gruppenphase, Gruppe H, 8. Spieltag. Die türkischen Spieler salutieren, als sie ein Tor gegen Frankreich feiern. (Thibault Camus/AP/dpa)
Türkische Spieler salutieren beim Tor gegen Frankreich (Thibault Camus/AP/dpa)

Der türkische Präsident Erdogan wirft der UEFA vor, türkische Nationalspieler zu diskriminieren.

Seit der Militäroffensive der Türkei in Nord-Syrien seien die Sportler einer "systematischen Lynchkampagne" ausgesetzt, die beendet werden müsse, sagte Erdogan in Ankara. Er reagierte damit auf Ermittlungen der UEFA gegen türkische Nationalspieler, die bei Länderspielen militärisch salutiert hatten. Der Verband wertete dies als mögliche politische Provokation, die laut Regelwerk verboten ist.

Hintergrund der militärischen Geste bei zwei EM-Qualifikationsspielen war der Einmarsch türkischer Soldaten in Nord-Syrien mit dem Ziel, kurdische Milizen aus der Grenzregion zu vertreiben. Die Europäische Fußball-Union hat ein Untersuchungsverfahren gegen die betreffenden Spieler eingeleitet und einen Sonderermittler eingesetzt.

Erdogan sagte, das Vorgehen der UEFA sei "mehr als Doppelmoral", es handle sich um eine "offene Gesetzeswidrigkeit". Es sei das "natürliche Recht" der Fußballspieler, die türkischen Soldaten zu einem Erfolg zu beglückwünschen.