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MillionenstrafeBaseballer der Houston Astros spionierten Spielzüge ihrer Gegner per Kamera aus

Der Spieler Carlos Correa von den Houston Astros schlägt den Ball (picture alliance/MAXPPP)
Der Spieler Carlos Correa von den Houston Astros schlägt den Ball (picture alliance/MAXPPP)

Die Major Leage Baseball sieht es als erwiesen an, dass die Houston Astros in ihrer Meistersaison 2017 die Gegner ausspioniert haben.

Houston hatte im heimischen Stadion eine Kamera so positioniert, dass die Signale, die der gegnerische Fänger mit den Fingern seinem Werfer gibt, entschlüsselt werden konnten. Somit wussten die Astros-Spieler, wie die Pitcher die Bälle werfen würden. Trainer A.J. Hinch und Manager Jeff Luhnow wurden deshalb für die kommende Saison gesperrt. Der Verein reagierte umgehend und entließ beide. Houston muss zudem die Maximalstrafe von fünf Millionen Dollar zahlen.

Einer der Verantwortlichen der Liga, Rob Manfred, verteidigte das Ausmaß der Strafe. Das Verhalten der Mannschaft habe Fans, Spieler, Führungskräfte anderer Clubs und Medienvertreter dazu veranlasst, Fragen zur Integrität der Spiele zu stellen, an denen die Astros teilgenommen hätten. Es sei zwar "unmöglich" festzustellen, ob sich das Verhalten tatsächlicha uf die Ergebnisse ausgewirkt habe, doch die schiere Vorstellung davon könne dem Baseball erheblichen Schaden zufügen.

Boston Red Sox sind auch betroffen

Der Skandal wird auch Auswirkungen auf die Boston Red Sox haben. Deren Coach, Alex Cora, gehörte 2017 zum Trainerstab der Astros und war maßgeblich an der Spionage beteiligt. Ihm drohe, so heißt es, eine mindestens ebenso hohe Strafe wie den Verantwortlichen der Astros.