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StartseiteVerbrauchertippDie meisten können sich hören lassen30.04.2018

Mini-Hifi-Anlagen im TestDie meisten können sich hören lassen

Die Stiftung Warentest hat sich kompakte Stereoanlagen vorgeknöpft. Das Ergebnis: Die meisten getesteten Geräte haben einen guten Sound und sind mit vielen Anschlussmöglichkeiten ausgestattet, z.B. für Streamingdienste. Bei einigen Modellen waren die Tester allerdings überrascht.

Von Dieter Nürnberger

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Lautstärkeregler einer Stereoanlage  (imago / xblickwinkel )
Die meisten getesteten Geräte schnitten mit "gut" oder "sehr gut" ab (imago / xblickwinkel )
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Vergleichsweise klein sind kompakte Stereoanlagen noch immer. Allerdings sind sie heutzutage deutlich vielseitiger und moderner. Die Displays einiger Modelle zeigen beispielsweise längst das CD-Cover oder das Logo des gehörten Radiosenders in Farbe an. Und mit analogen oder digitalen Anschlussmöglichkeiten sind die Musikanlagen oft durchaus auf der Höhe der Zeit, so Warentester Christian van de Sand:

"Die kompakten Stereoanlagen sind tatsächlich kleine Allroundtalente: Man hat die Boxen direkt dabei und diesen kleinen Würfel in der Mitte, über den man die Musik steuert. Das Kassettendeck ist ausgezogen, dafür sind Bluetooth oder ein Netzwerkzugang dazu gekommen. Im Prinzip sind dies immer noch diese einfachen Kompaktanlagen, wie man sie schon lange kennt. Die einfach in der Handhabung sind und so gut wie jede Musikquelle abspielen können."

Ton ist das Hauptkriterium

Wichtiges Kriterium bei den kompakten Musikanlagen ist der Ton. Natürlich klingen große und tiefe Boxen meist voluminöser. Doch von den 15 Modellen in der Untersuchung konnten 11 durchaus punkten.

"Die allermeisten im Test bieten wirklich ein gutes Klangerlebnis. Zwei sogar ein sehr gutes. Und auch was die Lautstärke angeht, kommt aus diesen kleinen Boxen erstaunlich viel raus. Es sind also einige Modelle dabei, die auch bei 90 Dezibel - ungefähr so laut wie eine Autohupe - noch verzerrungsfrei im Bassbereich klingen. Das reicht schon, um eine Party zu beschallen."

Die Musikanlagen kosten zwischen 100 und knapp 600 Euro. Der Preis ist meist abhängig von der technischen Ausstattung. Immerhin verfügen sämtliche Modelle über den Funkstandard Bluetooth. Sie lassen sich somit beispielsweise mit einem Smartphone verbinden. Das reicht aus, auf Internetradio oder Streamingdienste zuzugreifen. Nachteil: Erhält der Nutzer einen Anruf, stoppt die Musik. Zudem ist die Reichweite von Bluetooth beschränkt. Komfortabler sind daher die Kompaktanlagen mit einem eigenen Netzwerkzugang.

"Vorteil ist: Ich brauche dann kein zweites Gerät, von dem ich die Musik zuspiele. Und das ist für all diejenigen, die auch zukunftsgewandt Musik hören wollen, interessant. Bei den WLan-Anlagen kommt noch dazu: Wenn ich eine große Sammlung von Musik beispielsweise auf einer Netzwerkfestplatte habe, dann könnte ich darauf ebenso zugreifen. Weil die sich in einem Netzwerkverbund im heimischen WLan befinden."

Unterschiede beim Radioempfang

Die untersuchten Kompaktanlagen bieten zudem alle digitalen Radioempfang - per DAB+-Radio. Allerdings zeigten sich deutliche Unterschiede beim Empfang. In ungünstigen Lagen, etwa einem Keller, empfingen einzelne Modelle nur wenige oder überhaupt keinen Sender mehr. Letztlich erhielten 11 der 15 Stereo-Kompaktanlagen eine gute oder sogar sehr gute Bewertung. Vorn lagen die eher teureren Modelle mit Netzwerkzugang. Warentester Christian van de Sand:

"Das ist die Anlage von "Yamaha" - "MCR-N570D", kostet 565 Euro. Es gibt aber auch günstigere Anlagen in diesem Bereich: Beispielsweise von "Onkyo" - kostet 390 Euro. Wer auf Netzwerkfunktionen verzichten kann, spart noch etwas mehr Geld: Die beste Anlage in dieser Kategorie ist ein Modell von "Panasonic" für 255 Euro - klingt auch sehr gut. Und es gibt noch einen Preistipp: Von "Pioneer" - "X-HM26D". Kostet so um die 180 Euro. Bietet einen guten Klang und in dieser Kategorie alles, was man sich wünscht."

Allerdings: 4 Modelle - vor allem günstige Kompaktanlagen - boten trotz noch annehmbaren Klangs per Lautsprecher keinen Kopfhörerausgang. Eine solch maue Ausstattung überraschte sogar die Stiftung Warentest.

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