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MinisterpräsidentBayerns Kreuzerlass hat laut Söder nichts mit Wahlkampf zu tun

Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident (CSU), steht im Eingangsbereich der bayerischen Staatskanzlei neben einem Kreuz, das er kurz zuvor aufgehängt hat (picture alliance/ dpa/ Peter Kneffel)
Markus Söder und das Kreuz in der Staatskanzlei - vom 1. Juni an sollen in allen bayerischen Behörden und öffentlichen Gebäuden Kreuze hängen (picture alliance/ dpa/ Peter Kneffel)

"Das Aufhängen eines geweihten Kreuzes in der Bayerischen Staatskanzlei hat nichts mit Wahlkampf zu tun."

Bayerns Ministerpräsident Söder hat erneut den umstrittenen Kreuzerlass seiner Regierung verteidigt. Gegenüber der "Schwäbischen Zeitung" aus Ravensburg fügte er hinzu, die CSU mache das, von dem sie überzeugt sei. Das Kreuz in Behörden beispielsweise werde in Bayern von einer großen Mehrheit in der Bevölkerung unterstützt. Der Passauer Bischof Oster sagte der "Passauer Neuen Presse", er habe sich gefragt, ob es gut oder schlecht sei, wenn jetzt überall in den Behörden Kreuze hingen. Oster führte aus: "Ich finde es gut, und wenn ich nach den Motiven desjenigen gefragt werde, der das angeordnet hat, so sage ich: Ich kann in kein Herz hineinschauen."

Der Kreuzerlass war am 1. Juni in Kraft getreten. Ihm zufolge sollen im Eingangsbereich von Dienstgebäuden in Bayern Kreuze hängen. Es entwickelte sich eine breite Diskussion über den Erlass. Von den Kirchen kamen unter anderem Warnung vor einer politischen Instrumentalisierung des christlichen Symbols.