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Missbrauch auf CampingplatzNoch mehr Opfer in Lügde

Auf dem Campingplatz Eichwald stehen vor der inzwischen eingezäunten Parzelle des mutmaßlichen Täters, zwei Polizeibeamte. Auf dem rechten Areal steht der Campingwagen, aus dem die Beweismittel stammen, die mittlerweile verschwunden sind. Auf dem Campingplatz in Lügde im Kreis Lippe waren Kinder für Pornodrehs missbraucht worden. (dpa / Guido Kirchner)
Auf dem Campingplatz in Lügde sind nach neuen Erkenntnissen mindestens 34 Menschen missbraucht worden. (dpa / Guido Kirchner)

Im Fall des jahrelangen sexuellen Missbrauchs auf einem Campingplatz im nordrhein-westfälischen Lügde hat es mehr Opfer gegeben als bislang bekannt.

Landesinnenminister Reul sagte in Düsseldorf, inzwischen wisse man von 34 Betroffenen. Bislang gingen die Behörden von 31 aus. Reul fügte hinzu, bei 14 weiteren Kindern bestehe der Verdacht, dass auch sie Opfer geworden sein könnten.

Nach bisherigen Erkenntnissen gab es auf dem Campingplatz mehr als 1.000 Fälle von Missbrauch. Die Taten reichen zurück bis ins Jahr 2008. Drei Personen sitzen in Untersuchungshaft. Beim Hauptverdächtigen gibt es laut Reul Hinweise darauf, dass er schon 2002 ein damals achtjähriges Mädchen missbraucht hat.