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Missbrauchsskandal in den USAUS-Turnverband verliert bald Olympia-Lizenz

US-Turnerin Alexandra Raisman bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio auf dem Schwebebalken  (Imago)
Der US-Turnverband soll seine Olympia-Lizenz verlieren. (Imago)

Wegen des Missbrauchsskandals im US-Kunstturnen strebt das US-Olympiakomitee USOC einen Ausschluss des Verbandes USA Gymnastics an.

Wie das USOC mitteilte, ist der entsprechende Vorstoß eingeleitet worden. Dies sei eine Situation, in der es keine perfekte Lösung gebe. Kurzfristig wolle man sicherstellen, dass die US-Turner die Unterstützung erhalten, um auch weiterhin antreten zu können. Die USOC-Vorsitzende Hirshland schrieb in einem offenen Brief an die Turngemeinschaft, diese verdiene etwas Besseres. Der Verband USA Gymnastics sei den aktuellen Herausforderungen in seiner jetzigen Form nicht gewachsen.

Das USOC hat die rechtliche Befugnis, jene Verbände zu ernennen, die eine jeweilige Sportart bei den Olympischen Spielen repräsentieren. Das Olympische Komitee hatte nach dem Missbrauchsskandal um den Teamarzt Larry Nassar gefordert, USA Gymnastics müsse seine Verwaltungsspitze komplett erneuern.

Hunderte Frauen und Mädchen werfen Nassar vor, sich an ihnen vergangen zu haben. Er war Anfang des Jahres wegen sexuellen Missbrauchs zu 40 bis 175 Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte sich in den Verfahren schuldig bekannt, mehrere Mädchen sexuell misshandelt zu haben.