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Mission "Sophia"Borrell für Einsatzgebiet jenseits der Migranten-Routen

Das Foto zeigt die Fregatte "Sachsen" nach ihrer Rückkehr von der Operation "Sophia" im Mittelmeer. (dpa-Bildfunk / Mohssen Assanimoghaddam)
Die Fregatte "Sachsen" nach einem Einsatz für die EU-Mission "Sophia" (2018) (dpa-Bildfunk / Mohssen Assanimoghaddam)

Der EU-Außenbeauftragte Borrell schlägt ein neues Einsatzgebiet für die europäische Marinemission "Sophia" vor.

Er sagte der Zeitung "Die Welt", die Kontrolle des UNO-Waffenembargos gegen Libyen auf hoher See könnte künftig außerhalb der Routen der Migranten erfolgen. Denkbar sei es, die Mission nicht im zentralen Mittelmeer, sondern weiter östlich in Richtung der Stadt Bengasi oder sogar des Suez-Kanals einzurichten. Die Waffenlieferungen kämen aus östlicher Richtung, führte Borrell aus.

Die Wiederaufnahme der Mittelmeer-Mission "Sophia" ist in der EU umstritten. Österreich und andere Staaten wenden sich dagegen, weil sie als Folge eine Zunahme der Migration befürchten. Der "Sophia"-Einsatz hatte ab 2015 zehntausende Flüchtlinge aus Seenot gerettet und nach Europa gebracht. Seit April 2019 beschränkt sich die EU jedoch auf die Ausbildung der libyschen Küstenwache, weil sich die EU-Staaten nicht auf ein System zur Verteilung der Geretteten einigen können.