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MississippiUS-Bundesstaat ändert seine Flagge

In DeLisle, Mississippi, weht die Konföderierten-Flagge unter der US-Flagge. (Foto: Christian Lerch)
Ist in den Südstaaten noch allgegenwärtig: die Konföderierten-Flagge, für viele das Symbol der Sklaverei. (Foto: Christian Lerch)

Inmitten der Debatte über Rassismus hat das Parlament von Mississippi die Änderung der Flagge des US-Bundesstaats beschlossen.

Mississippi war der letzte verbliebene Staat im Süden der USA, der noch offiziell die Symbolik der Südstaaten-Konföderation des 19. Jahrhunderts verwendete. Die Südstaaten haben im Bürgerkrieg mit dem Norden vergeblich für den Erhalt der Sklaverei gekämpft. Eine Kommission soll nun eine neue Flagge vorschlagen. Sie soll am 3. November parallel zur Präsidentenwahl den Wählern zur Abstimmung vorgelegt werden.

Angesichts der anhaltenden Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt hat sich in den USA auch die Debatte um den Umgang mit dem Erbe der Sklaverei verschärft. Wiederholt wurden bei den Protesten Denkmäler von Persönlichkeiten angegriffen, die mit diesem Erbe in Verbindung stehen.

Ebenfalls im Zuge der Rassismusdebatte wollen die Demokraten im Orange County in Kalifornien einen nach Western-Legende John Wayne benannten Flughafen umbenennen. Grund seien Interviewäußerungen, in denen der 1979 verstorbene Hollywoodstar gesagt hatte, dass er an die Überlegenheit der Weißen ("white supremacy") glaube und Schwarze noch der Erziehung bedürften, wie der Sender CNN berichtete. Nach einem Antrag der Demokraten, über den die Regierung des Verwaltungsbezirks nun entscheiden muss, soll der rund 65 Kilometer südöstlich von Los Angeles gelegene Flughafen einfach Orange County Airport heißen.