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Missverständnis?Benedikt XVI negiert Autorenschaft von umstrittenem Buch

Papst Benedikt XVI. winkt am 27.02.2013 im Vatikan in Rom bei der Abfahrt nach der Generalaudienz auf den Petersplatz. Tausende Gläubige haben sich vor dem Petersdom versammelt, um den Pontifex zu verabschieden. Papst Benedikt XVI. hat als erster Papst der Neuzeit seinen Rücktritt erklärt. (dpa / picture alliance / Michael Kappeler)
Sein Privatsekretär spricht mit Blick auf die Autorenschaft von einem "Missverständnis". (dpa / picture alliance / Michael Kappeler)

Der frühere Papst Benedikt war nach eigenen Angaben nicht darüber informiert, dass er als Co-Autor des Buches betitelt wird, in dem er den Zölibat verteidigt.

Sein Privatsekretär, Erzbischof Gänswein, sagte, er habe den Autor, Kurienkardinal Sarah, gebeten, den Namen und das Bild Benedikts XVI. vom Bucheinband entfernen zu lassen. Den Text über das Priestertum habe der emeritierte Papst zwar im Sommer 2019 geschrieben und Sarah zur freien Verfügung überlassen. Er habe aber keinen Vertrag mit dem Verlag unterschrieben. Kurienkardinal Sarah wies Behauptungen zurück, er habe Benedikt bei der Veröffentlichung getäuscht.

In dem Text plädiert der emeritierte Papst für die strikte Beibehaltung des Zölibats. Vatikan-Experten werteten dies als öffentliche Kritik an der Haltung von Papst Franziskus in dieser Frage.