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Mit bakterieller Reinkultur zum Erfolg

Pünktlich zum Weltumwelttag rücken Projekte und Pläne in den Mittelpunkt des Interesses, die zum notwendigen Engagement für Mensch und Unwelt beitragen. Der heutige Tag hat für zwei Chemie-Studenten der Uni Konstanz und einen Doktoranden eine besondere Bedeutung: Saskia Schulz, David Schleheck und Wenbo Dong erforschten den Abbau von umweltgefährdenden Substanzen in Wasch- und Spülmitteln durch Bakterien. Dafür erhielten sie kürzlich den 10. LBS-Umweltpreis. "Man wusste bisher nur, vorne fließen die Tenside in die Kläranlage rein und hinten nicht mehr raus. Also muss mittendrin ein Bakterium oder eine Gemeinschaft von Bakterien vorhanden sein, die es abbauen," Biologie-Doktorand David Schleheck über den Ausgangspunkt der Arbeit. Bisher herrschte, über die Ausschaltung der für Fische und Pflanzen überaus giftigen Seifen-Tenide, in einer Kläranlage, Rätselraten. In Zukunft kann die Abgabe der Umweltgifte an die Natur weiter gedrosselt werden. David Schleheck: "Für die bestehenden synthetischen Seifen kann der Klärprozess noch weiter optimiert werden. Für neue synthetische Verbindung ist durch die Untersuchung die Abbaubarkeit vorhersehbar." Saskia Schulz und Wenbo Dong haben die Konstanzer Uni zwischenzeitlich verlassen. David Schleheck bleibt an dem Forschungsprojekt dran: "Innerhalb einer dreijährigen Doktorarbeit werde ich versuchen, das isolierte Bakterium zu untersuchen." Bereits im Rahmen seiner Diplomarbeit hat er sich mit einem ähnlichen Thema befasst. Für umweltrelevante Forschungsthemen an einer Uni interessieren sich auch die Verantwortlichen der chemischen Industrie. "Forschungsprojekte wurden finanziert im Rahmen von 30.000 bis 40.000 Mark. Als Doktorand bekommt man ein Gehalt und Sachmittel, das geht bis in die 100.000 Mark."

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