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StartseiteVerbrauchertippPodcasts - suchen, runterladen, hören13.02.2019

Mobile AudiobeiträgePodcasts - suchen, runterladen, hören

Überall und jederzeit genau das hören, was einen interessiert: das ermöglichen Podcasts. Jeder fünfte Bundesbürger hat die mobilen Audiobeiträge abonniert. Die Handhabung ist denkbar einfach und komfortabel, nur über eine Frage sollte man sich vorab Gedanken machen.

Von Michael Voregger

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Pocast App Logo auf einem Apple iPad. (picture alliance / Jaap Arriens)
Der Begriff setzt sich zusammen aus Broadcast (englisch für Rundfunk) und dem Namen für den mp3-Player iPod (picture alliance / Jaap Arriens)
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Podcasts haben in Deutschland derzeit Konjunktur. Inzwischen hört jeder fünfte Bundesbürger die mobilen Audiobeiträge. Themen aus Kultur, Sport, Musik und Comedy sind dabei besonders beliebt. Denise Klein arbeitet in der Öffentlichkeitsarbeit und leitet einen kleinen Verlag im Ruhrgebiet.

Jederzeit und überall

"Das ersetzt so ein bisschen das Hörbuch. Ist immer aktuell. Radio ist mir meist zu breit gefächert. Da hole ich mir die Informationen, die ich auch haben will und die mich interessieren. Aktuell höre ich den Aufwachen-Podcast. SozioPod, Talkradio – das ist auch so ein sozialwissenschaftlicher Podcast. Viel, was mit gesellschaftspolitischen Themen zusammenhängt."

Die Beiträge sind unterschiedlich lang und können mit jedem Smartphone abgespielt werden. Sie lassen sich direkt auf das Mobiltelefon herunterladen. Der Vorteil ist klar – die Hörer sind nicht an das feste Programm eines Radiosenders gebunden. Es kann jederzeit und überall gehört werden. Beliebt ist das unterwegs auf Reisen oder auf dem täglichen Weg zur Arbeit.

"Ich habe halt meine speziellen und dann gucke ich immer, wann kommen die neuen raus und dann lade ich die mir auf das Handy herunter. Das ich die auch überall mit dabei habe und hören kann. Speziell bei der Hausarbeit und anderen langweiligen Sachen."

Mit und ohne Werbung

Die Podcasts der öffentlich-rechtlichen Sender kommen ohne Werbung aus und ergänzen das eigene Programm. Viele Angebote werden von freien Journalisten, Autoren, Verlagen und Agenturen produziert. Die finanzieren sich über Sponsoren und Werbung. In den Podcasts wird an einigen Stellen ein kleiner Hinweis auf den Geldgeber eingespielt. Jo Bager ist Redakteur bei der Zeitschrift ct und hört Podcasts bei der Fahrt mit dem Fahrrad.

"Sie zeichnen sich auch durch die Persönlichkeit desjenigen aus, desjenigen der da am Mikrofon sitzt aus. Und bohren öfter in die Tiefe, als es zum Beispiel auf einer Webseite möglich ist."

Zentral suchen, runterladen, hören: die App

In regelmäßigen Abständen erscheinen neue Episoden. Die müssen nicht umständlich gesucht werden – sie lassen sich kostenlos abonnieren. Das Smartphone braucht nur die entsprechende App - einen Podcatcher.

"Die App ist also der zentrale Punkt, wo man seine Podcasts sucht, abonniert, dann halt auch die Folgen runterlädt und dann, wenn man Gelegenheit hat, dann auch die Folgen hört. Abonniere ich einen Kanal, dann werde ich immer informiert, wenn neue Folgen da sind. Oder immer, wenn ich Zeit habe, dann schaue ich was da in meinen Kanälen so an Neues hinzugekommen ist. Bei mir ist das immer der Nachhauseweg."

Die Apps sind kostenlos und machen ihr Geschäft mit der eingeblendeten Werbung. Wer das nicht möchte, kann für ein paar Euro eine Version ohne Anzeigen kaufen.

Man sollte schon wissen, wonach man sucht

Abspielbar sind die Beiträge auf allen mobilen Geräten und viele Apps funktionieren sogar auf dem klassischen Computer. Etwas kompliziert ist die Suche nach neuen Angeboten, die den eigenen Vorlieben entsprechen. Jo Bager

"Oft ist da schon eine Suchfunktion drin – manchmal ein bisschen unstrukturiert. Mitunter sollte man schon wissen, wonach man sucht. Es gibt auch schon Podcatcher, die einem ganz gute Empfehlungen machen."

Es gibt Podcatcher, die sich online synchronisieren. Dann haben die Hörer auf allen Abspielgeräten immer den gleichen Stand. Wegen der Übersicht ist es allerdings nicht sinnvoll mehr als zwei Dutzend Kanäle zu abonnieren. Das bekommt man dann auch ohne Synchronisierung hin.

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