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StartseiteVerbrauchertippAuch günstige Geräte überzeugen beim Test19.12.2018

Mobile ComputerAuch günstige Geräte überzeugen beim Test

Bei einer Untersuchung der Stiftung Warentest haben mobile Computer fast ausnahmslos gut abgeschnitten. Sowohl günstige als auch teuere Geräte konnten überzeugen. Entscheidend für Verbraucher bleibt beim Kauf jedoch die Frage: Wie und wo möchte ich mit dem mobilen Computer arbeiten?

Von Dieter Nürnberger

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Eine Frau arbeitet an einem Tablet. (imago )
Moderne mobile Computer überzeugen mit guten Akkulaufzeiten und moderaten Preisen (imago )
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Wer die eigenen Ansprüche kennt, findet einfacher den passenden Computer für unterwegs und kann dadurch womöglich auch Geld sparen. Mit dieser Prämisse ging die Stiftung Warentest in die Untersuchung. Und die gute Nachricht gleich vorweg: Egal, ob vergleichsweise günstige Tablets oder teure und edle Ultrabooks - es gab fast ausnahmslos gute Bewertungen. Entscheidend ist, wie und wo man mit dem mobilen Computer überwiegend arbeiten möchte, sagt Warentester Christian van de Sand:

"Eigentlich nur Hause - mal auf der Couch oder überwiegend am Schreibtisch - dann tut es ein Notebook, wie man es klassisch kennt. 15- oder 17-Zoll-Größe. Wenn ich es mehr mobil nutzen möchte, dann sollte es ein kleineres und leichteres Gerät sein. Da gibt es dann Ultrabooks und Detachables, also Geräte, wo ich die Tastatur abnehmen kann. Es gibt auch Modelle, da kann ich die Tastatur komplett umklappen, sogenannte Convertibles."

Auf den Speicher kommt es an

Die untersuchten Modelle erwiesen sich fast alle als leistungsstarke Rechner. Weshalb die Stiftung Warentest bei einzelnen Komponenten eine technische Mindestausstattung empfiehlt. Das betrifft vor allem den Prozessor, den Arbeitsspeicher und auch den Datenspeicher. Es sollte ein moderner SSD-Speicher mit mindestens 256 Gigabyte sein, sagt Christian van de Sand:

"Diese Speicher sind deutlich robuster und solider. Sie sind leiser und leichter. Und sie sind vor allem viel schneller, was den Datenzugriff angeht. Das heißt, wenn ich einen modernen SSD-Speicher habe, eine ordentliche Prozessorleistung - so zwischen 1,6 und 2,1 Gigahertz - und zudem 8 Gigabyte-Ram-Arbeitsspeicher, dann habe ich ein solides Grundgerüst in meinem Computer."

Ultrabooks überzeugen mit langer Akkulaufzeit

Ultrabooks beispielsweise sind in der oberen Preisklasse der mobilen Rechner anzutreffen - ab circa 1.000 Euro. Sie sind etwas kleiner als ein klassisches Notebook. Zwar müssen die Nutzer in der Regel auf einen berührungsempfindlichen Bildschirm verzichten, doch sind sie ideal für unterwegs. Für Geschäftsleute beispielsweise, die viel mit Texten arbeiten.

"Wir haben jetzt Modelle dabei gehabt, die nur etwas mehr als ein Kilo wiegen. Das ist für einen klappbaren Rechner wirklich schon sehr leicht. Und, was Ultrabooks auch auszeichnet, ist die lange Akkulaufzeit. Beim Internetsurfen kann man mit rund acht Stunden rechnen. Das ist ein ganz wichtiges Thema, gerade für jene, die viel unterwegs arbeiten und nicht immer und überall Strom haben."

Bei den Ultrabooks vorn liegen zwei "MacBooks" von "Apple" für 1.800 beziehungsweise 1.600 Euro. Allerdings gibt es beispielsweise mit dem "Acer Swift 3" für 935 Euro auch eine günstigere und ebenfalls gut bewertete Alternative.

Klein, leicht und wendig sind hingegen Tablets mit Tastatur. In der Untersuchung die günstigste Preisklasse. Anders als die meisten Tablets ohne Tastatur verfügen diese Modelle über ein Windows-10-Betriebssystem. Warentester Christian van de Sand:

"Ich kann damit auch wirklich produktiv arbeiten. Anders als mit iOS oder Android bei den klassischen Tablets. Weil es eben die meiste Software für dieses Windows-Betriebssystem ganz normal gibt. Das Wesentliche ist bei diesen Geräten, dass ich die natürlich per Touch bedienen kann, und dass ich die Tastatur auch nur auf Wunsch an das Gerät anstecke."

Auch hier gab es fast durchweg nur gute Bewertungen und dennoch große preisliche Unterschiede. Als Preistipp gilt das "Ideapad D330" von "Lenovo" für 500 Euro. Es kostet damit nur die Hälfte des kaum besser bewerteten Testsiegers in dieser Kategorie, des "Surface Pro 6" von "Microsoft".

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