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StartseiteVerbrauchertippWLAN to go - überall11.06.2018

Mobile HotspotsWLAN to go - überall

Mobile Hotspots versorgen Handys, Tablets und Laptops mit Internet. Die kleinen Käst­chen bauen ihr eigenes WLAN-Netz­werk auf und lassen sich unterwegs sogar von mehreren Personen gleich­zeitig nutzen. Doch die Geräte unterscheiden sich - besonders bei der Datenübertragung und der Akkuleistung.

Von Dieter Nürnberger

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Das Smartphone als mobiler Hotspot für den Internetzugang mit dem Laptop (Nuchylee | photocase.de)
Auch das Smartphone kann als mobiler Hotspot für den Internetzugang mit dem Laptop genutzt werden (Nuchylee | photocase.de)
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Mobile Hotspots übernehmen unterwegs die Funktion, die zu Hause in der Regel der Internet-Router gewährleistet: Er stellt für mehrere Geräte gleichzeitig einen Internet-Zugang her. Doch anders als zu Hause passiert dies nicht über eine Telefonleitung oder einen Kabel-Anschluss, sondern über das Mobilfunknetz. Benötigt wird dafür dann nur eine einzige SIM-Karte für mehrere Geräte, erklärt Sandra Schwarz von der Stiftung Warentest die Grundidee hinter den mobilen Hotspots.

"Sie sind etwas größer als eine Zigarettenschachtel. Da ist eine Sim-Karte drin und sie haben einen eigenen Akku. In speziellen Fällen, wenn man beispielsweise mit der ganzen Familie in einen Auslandsurlaub fährt, kann man darüber alle Geräte zusammen in das Internet holen."

Im Vergleich zu öffentlichen WLAN-Hotspots, beispielsweise in Cafés oder Hotels, haben mobile Hotspots auch einige Vorteile: Das verschlüsselte WLAN-Netz bietet mehr Sicherheit und die Datenübertragung läuft meist schneller. Über das WLAN der mobilen Geräte lässt sich sogar günstiger telefonieren - per sogenanntem WLAN-Call.

Bis zu 15 Stunden Akkudauer

Untersucht wurden neun mobile Hotspots - sechs mit integriertem Akku und drei mit Stromkabel. Letztere sind allerdings meist deutlich größer und auch etwas schwerer. Für die Bewertung entscheidend waren die Datenübertragung, die Handhabung und die Akkuleistung:      

"Der eine lädt ein Video herunter, der andere schaut etwas bei "Youtube" an. Und dann sind eben mit "gut" bewertete Geräte jene, die ein solches Video doppelt so schnell wie andere herunterladen, die nur "befriedigend" abscheiden. Bei der Akkuleistung gibt es zum Teil große Unterscheide: Die meisten Geräte liegen so zwischen vier und sieben Stunden. Wir haben aber auch einen Ausreißer: ein Modell, was wirklich 15 Stunden schafft."

Als Alternative zu den Zusatzgeräten wurden auch die Hotspot-Funktionen von drei Smartphones untersucht. Denn auch das Handy kann ein WLAN-Netz aufbauen, mit dem sich andere Geräte verbinden lassen. Warentesterin Sandra Schwarz:

"Da sagt man immer, das sei ein Akkufresser. Deshalb wollten wir wissen, ob dies eine Alternative ist und haben es gegenlaufen lassen. Wir waren erstaunt: Ein Smartphone hat 7 Stunden durchgehalten. Dies wäre dann schon eine Option, wenn man es vielleicht rund einen halben Tag nutzen möchte. Die anderen beiden Smartphones lagen bei 3 oder 4 Stunden. Das sind allerdings die reinen Akkulaufzeiten, wenn man sie nicht noch zusätzlich zum surfen, telefonieren oder mailen nutzt. Hier waren sie wirklich nur als mobile Hotspots unterwegs."

Hohes Datenvolumen nötig

Mit "gut" bewertet wurden die mobilen Hotspots über das Smartphone bei Modellen von "Samsung" und "Google". Bei der Variante mit Zusatzgerät lagen die akkubetriebenen LTE-Hotspots von "Huawei" und "Netgear" vorn, bei den Modellen mit Netzkabel "Vodafone" und "Telekom".

Wichtig zu wissen: Egal, ob über das Smartphone oder per Zusatzgerät - Nutzer sollten einen Mobilfunktarif mit hohem Datenvolumen haben. Die Stiftung Warentest rät zu mindestens fünf Gigabyte. Sonst sei der Surfspaß schnell vorbei.      

Und natürlich funktionieren mobile Hotspots auch nur, wenn ein verlässliches Mobilfunknetz vorhanden ist, so Sandra Schwarz:

"Innerhalb Europas dürften die Nutzer nur wenig Schwierigkeiten haben. Allerdings: Außerhalb Europas sollten die Leute beim Anbieter ihres Hotspots nachfragen, wo dieser denn überall bedenkenlos einsetzbar ist. In manchen Gebieten - das können auch nur Teile eines Landes sein - sind die manchmal nicht in der Lage etwas zu funken."

Weil die Geräte mit den vorhandenen Mobilfunkstandards und Frequenzen in den jeweiligen Ländern nicht zurechtkommen.  

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