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StartseiteVerbrauchertippChatten, surfen und streamen im Ferienhaus28.05.2019

Mobile WLAN-RouterChatten, surfen und streamen im Ferienhaus

Viele Hotels, Campingplätze und Ferienwohnungen bieten heute Internetzugang per WLAN an. Die Funknetze sind jedoch selten gut geplant, manchmal auch hardwaremäßig veraltet. Das lässt sich mit einem mobilen Router ändern. Bei einigen Modellen ist zusätzlich eine Flatrate nötig.

Von Michael Voregger

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Junge Leute auf einem Campingplatz, einer spielt Gitarre, einer surft auf dem Laptop, zwei schauen auf ihr Smartphone (imago / Steven Nagy)
Im Ferienhaus oder auf dem Capmingplatz sind die Übertragungsraten oft begrenzt und reichen nicht weit (imago / Steven Nagy)
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Im Urlaub wollen die meisten Menschen nicht auf das lieb gewonnene Internet verzichten. Zumal sich ja auch Ausflüge besser planen lassen und die Bestellung von Eintrittskarten einfacher funktioniert. Bei Reisen mit der Familie ist vor allem der Nachwuchs an einer guten Verbindung interessiert. Luka ist 17 Jahre alt.

"Mittlerweile braucht man das schon. Allerdings ist es auf keinen Fall hundertprozentig wichtig, weil man ja auch andere Sachen machen kann."

Er hat aber schon so manche Reise erlebt, wo die Verbindung regelmäßig ins Stocken kam.

"Sehr selten kann man flüssig surfen. Meistens ist es so, wenn mehr als zwei Geräte sind, dann ist es vorbei. Whatsapp, also Kommunikation, Surfen, Internet, Videos streamen. Abends nach acht Uhr und morgens zwei Stunden, vielleicht fünf Stunden."

Unterschiedliche Techniken bei Miniroutern

Wenn eine vierköpfige Familie sich gleichzeitig ins Netz begibt, dann werden viele Daten bewegt. Selbst wenn es in den Ferien einen Internetzugang gibt, sind die Übertragungsraten oft begrenzt und erreichen nicht alle Räume. Den Router von zu Hause will man nicht so gerne einpacken. Viele Hersteller haben deshalb Minirouter im Angebot. Die sind kleiner als eine Zigarettenschachtel und haben alles, was mobil gebraucht wird. Dabei kommen zwei unterschiedliche Techniken zum Einsatz. Ernst Ahlers ist Redakteur der Zeitschrift c't:

"Zum einen die, die Sie verwenden, wenn es gar keinen Internetzugang gibt. Dann holen Sie sich einen Zugang über das Mobilfunknetz. Das sind so kleine Geräte – etwa handtellergroß – mit einem integrierten Akku. Dazu brauchen Sie eine SIM-Karte mit einem Datentarif. Da gibt es Flatrates mit viel Datenvolumen, die sind aber noch entsprechend teuer. Und die andere Sorte sind Geräte, sind so kleine Router, ähnlich wie Sie die zu Hause haben. Mit einem Anschluss Internet per Kabel oder Internet per WLAN."

Gibt es im Ferienhaus oder auf dem Campingplatz keinen Internetzugang, dann muss nicht nur ein passender Router angeschafft werden. Wer über das Mobilfunknetz online geht, der braucht auch einen passenden Datentarif.

"Die Mobilfunk-Router gibt es in verschiedenen Geschwindigkeitsstufen, je nachdem was das Mobilfunknetz hergibt. Da ist natürlich die Frage, was Sie persönlich brauchen und erwarten. Je schneller dieser Anschluss ist, desto schneller ist auch das Volumen erschöpft. Wenn Sie jetzt Vielsurfer sind oder eine paar Vielsurfer in der Familie haben, dann kann man darüber nachdenken, so eine Flatrate, die je nach Anbieter bei 65 Euro anfängt, für eine begrenzte Zeit zu buchen."

Smartphone mit Datenkarte als Router-Ersatz

Man muss für so einen Zweck nicht unbedingt einen neuen Mobilfunk-Router anschaffen. Manchmal tut es auch ein abgelegtes Smartphone mit einer Datenkarte. Auf jeden Fall sollte das Ladegerät mit auf Reisen gehen. Ernst Ahlers:

"Diese Mobilrouter, die sich das Internet per Mobilfunk holen, fangen so bei 40 Euro an, können aber weit über 200 Euro gehen. Das hängt von der Geschwindigkeitsstufe und sonstigen Funktionen ab."

Stellt das Hotel oder die Ferienwohnung einen kabelgebundenen Internetzugang zur Verfügung, macht der Reiserouter den drahtlosen Netzwerkzugriff für mehrere Geräte möglich. Gibt es ein WLAN, kann der Reiserouter die Abdeckung in allen Räumen verbessern. Außerdem schützt die integrierte Firewall vor fremden Zugriffen.

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