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Moderne KunstCharlotte Prodger gewinnt Turner-Preis

Charlotte Prodger, Videokünstlerin aus Schottland, wurde mit dem Turner-Preis in der Tate Britain in London ausgezeichnet. (dpa-Bildfun k/ Victoria Jones)
Charlotte Prodger, Videokünstlerin aus Schottland, wurde mit dem Turner-Preis in der Tate Britain in London ausgezeichnet. (dpa-Bildfun k/ Victoria Jones)

Der britische Turner-Preis geht in diesem Jahr an die schottische Künstlerin Charlotte Prodger.

Die 44-Jährige wurde für ihre teilweise mit dem Smartphone aufgenommenen Kurzfilme "Bridgit" und "Stoneymollan Trail" ausgezeichnet. Prodgers Werke zeugten vom "tiefgründigsten Gebrauch eines Geräts, so nüchtern wie die iPhone-Kamera, die die Kunst bisher gesehen hat", sagte der Vorsitzende der Jury und Direktor der Tate Britain, Alex Farquharson.

"Bridgit", ein teilweise autobiografisches Werk, beschäftigt sich unter anderem mit der Identität von queeren Menschen. Ein Jahr lang filmte Prodger die schottische Landschaft und ihre Wohnung, darüber legte sie Soundeffekte aus ihrer Umgebung. Außerdem tritt sie selbst an einigen Stellen als Erzählerin auf und lässt Freunde aus Tagebüchern und Romanen von queeren Autoren vorlesen. Prodger lebt in Glasgow.

Der Turner-Preis ist die wichtigste britische Auszeichnung für moderne Kunst. Er ist mit umgerechnet 32.000 Euro dotiert und nach dem englischen Maler William Turner (1775-1851) benannt.