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StartseiteSternzeitDas vorletzte Dreigestirn 19.11.2020

Mond, Saturn und Jupiter am Abendhimmel Das vorletzte Dreigestirn

Nach Einbruch der Dunkelheit zeigt sich tief im Südwesten ein markantes Dreigestirn. Rechts oberhalb der Mondsichel leuchten Saturn und Jupiter. Sie bilden am Himmel fast ein kleines rechtwinkliges Dreieck.

Von Dirk Lorenzen

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Halbmond, Saturn und Jupiter am frühen Abend am Südwesthimmel (Stellarium)
Halbmond, Saturn und Jupiter am frühen Abend am Südwesthimmel (Stellarium)

In diesem Jahr zählten die monatlichen Besuche des Mondes bei den beiden Riesenplaneten zu den himmlischen Highlights. Doch damit ist es nun bald vorbei. Beim nächsten Dreiertreffen am 17. Dezember hat sich Jupiter schon auf weniger als einen Monddurchmesser Saturn genähert. Das Dreieck ist dann extrem spitz – eher eine Linie.

Kurz vor Weihnachten überholt Jupiter den Ringplaneten – dann verschmelzen beide fast zu einem Lichtpunkt. So etwas gibt es bestenfalls alle 20 Jahre. Zum Jahresende verschwinden Jupiter und Saturn im Strahlenkranz der Sonne. Wenn sie im März am Morgenhimmel wieder auftauchen, ist Jupiter bereits dreimal weiter von Saturn entfernt als heute Abend. Dann gibt es keine ganz engen Dreiertreffen mit dem Mond mehr.

Saturn, aufgenommen im Sommer dieses Jahres, mit weit geöffneten Ringen (NASA/ESA)Der Ringplanet Saturn bildet heute mit Mond und Jupiter ein schönes Dreigestirn (NASA/ESA)

Unser Trabant braucht 27,3 Tage, um einmal rund um den ganzen Himmel zu laufen. Jupiter braucht dafür zwölf, Saturn fast 30 Jahre. In der Zeit, die Jupiter für eine Runde braucht, absolviert der Mond 160 Läufe.

Und während eines Saturn-Umlaufs dreht der Mond gar 400 Runden am Himmel. Auf jeder begegnet er am Firmament allen Planeten – aber so enge Doppelbesuche bei Jupiter und Saturn wie heute Abend wird es erst im Jahr 2040 wieder geben. Erst dann treffen sich die beiden Riesenplaneten erneut.

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