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StartseiteSternzeitRiesenmond bei Riesenplanet09.07.2016

Mondsichel bei JupiterRiesenmond bei Riesenplanet

Heute Abend stehen die Mondsichel und der Riesenplanet Jupiter tief am Westhimmel einträchtig nebeneinander. Der Mond ist bereits vor Sonnenuntergang zu erkennen – mit Einbruch der Dunkelheit leuchtet dann auch Jupiter ein Stück rechts daneben auf. Unser Mond läuft in knapp vier Wochen einmal rund um den Himmel. Am sechsten August steht er wieder in der Nähe Jupiters.

Von Dirk Lorenzen

Die Mondsichel und Jupiter heute Abend tief im Westen (Stellarium) (Stellarium)
Die Mondsichel und Jupiter heute Abend tief im Westen. (Stellarium)

Doch bis dahin wandert auch die Erde ein gutes Stück weiter um die Sonne herum. Somit findet die nächste Begegnung von Mond und Jupiter viel näher an der Sonne statt – das Treffen geht an unserem Himmel in der hellen Dämmerung unter. Am Himmel kommt es heute zu einem Treffen der Giganten: Jupiter ist der größte Planet im Sonnensystem – sein Äquatordurchmesser beträgt rund 140.000 Kilometer. Unser Mond ist ebenfalls der größte seiner Art – jedenfalls in Bezug zu seinem Planeten.

Kein Aprilscherz: Das Very Large Telescope guckt in den Mond! (ESO/Hüdepohl)Kein Aprilscherz: Das Very Large Telescope guckt in den Mond! (ESO/Hüdepohl)

Der Durchmesser des Mondes ist mit knapp 3500 Kilometern gut ein Viertel so groß wie der der Erde. Zwar sind drei Jupitermonde absolut gesehen größer als unser Mond – aber selbst der größte hat nur etwa ein Dreißigstel Planetendurchmesser. Charon, der Begleiter Plutos, ist mit dem halben Durchmesser seines Hauptkörpers in Relation sogar noch größer als unser Mond – aber Pluto gilt nicht mehr als Planet.

Somit leuchten heute Abend im Westen tatsächlich der Riesenplanet und der "Riesenmond" des Sonnensystems. Erst am Morgen des 28. Oktober sind die beiden wieder dicht nebeneinander zu sehen – dann sogar noch enger als heute, dafür aber am morgendlichen Osthimmel.

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