Sonntag, 18.04.2021
 
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Monsterwellen

Auf der Suche nach der Urgewalt des Meeres

Physik. - Lange Zeit galten sie als Seemannsgarn, doch mittlerweile sind die Beweise für ihre Existenz erdrückend: Monsterwellen gibt es wirklich – und zwar viel häufiger als gemeinhin angenommen. Jedes Jahr fallen den haushohen Wasserwänden in stürmischer See riesige Schiffe zum Opfer. Tendenz steigend.

Rezension: Ralf Krauter

Susan Casey: Monsterwellen. Auf der Suche nach der Urgewalt des Meeres (Droemer Verlag)
Susan Casey: Monsterwellen. Auf der Suche nach der Urgewalt des Meeres (Droemer Verlag)

Wahrscheinlich erlebt die Menschheit derzeit nur das Vorspiel zu dem, was ihr im Gefolge des Klimawandels noch ins Haus steht. Die US-Adventure-Journalistin Susan Casey hat sich auf die Reise gemacht, um das Geheimnis der Wasser-Ungetüme zu ergründen. Sie begleitet Extrem-Surfer auf der Suche nach der perfekten Riesenwelle nach Hawaii und Tahiti. Sie besucht international führende Wellenforscher und Tsunami-Experten in ihren Labors. Sie spricht mit Überlebenden von Schiffsunglücken und den Risikoanalysten der Versicherungsagentur Lloyds in London.

Das Ergebnis ist eine fesselnde Mischung aus Reise-Reportage und wissenschaftlicher Betrachtung einer unbändigen Naturgewalt, die gefährlich, faszinierend und rätselhaft zugleich bleibt. Susan Caseys Schreibstil zieht unweigerlich in seinen Bann. Ob Surf-Freak, Klimaforscher oder Wellenmodellierer – dieses in jahrelangen Recherchen entstandene und gelungene Buch dürften viele mit Genuss verschlingen.

Susan Casey: Monsterwellen. Auf der Suche nach der Urgewalt des Meeres
ISBN 978-3-426-27461-3
Droemer-Verlag, 381 Seiten, 19,99 Euro

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