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StartseiteMusikszeneEin Musikfestival auf dem Mond10.08.2021

Moonbreaker 2121Ein Musikfestival auf dem Mond

Wie bewegt man sich in 100 Jahren auf dem Mond? Wie klingt dort ein Musikfestival? Leonie Reineke hat sich dem Experiment um die Crew "Bigger space" ausgesetzt: in großer Dunkelheit erlebt sie, wie man sich durch Klang orientieren und Musik neu erfahren kann.

Von Leonie Reineke

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Eine junge Frau mit Kopfhörern und langen Haaren steht in recht dunkler Umgebung, während sie von sichtbar gemachten, bewegten Schallwellen umgeben ist.  (imago / Westend61)
Hat man sich einmal an die Soundwolke und die Dunkelheit gewöhnt, beginnt eine akustische Expedition für die Besucher des Festivals "Moonbreaker 2121". (imago / Westend61)
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"Moonbreaker 2121" wird ein digitales Festival - ein Musikfestivals, das vielleicht in 100 Jahren so stattfinden könnte. Die heutigen, irdischen Aufführungsorte werden Planetarien bundesweit sein, erfunden vom Ludwigsburger Künstlerkollegium "Bigger space".

Zwei Männer versuchen den amdunklen Hintergrund schimmernden Mond zu greifen. Über ihnen steht in weißer Schrift "Moonbreaker". (Nico Sauer)Portrait von Vincent Wikström und Nico Sauer (Nico Sauer)

Das Eintauchen in die Zukunft funktioniert durch sogenannte Audiobubbles, die die Ohren mit neuen Klängen versorgen. Das Festival ist auch als ein rein akustisches angekündigt. Eine wichtige Bedingung dafür: absolute Dunkelheit.

Abtauchen mit Audiobubbles

Leonie Reineke hat sich für ihre Reportage in diesen neuen Raum begeben: in die Dunkelheit mit akustischen Filtern, die sie erst einmal in eine Einsamkeit führen. Doch dann bestätigt sie: sie nimmt wahr, dass etwas näherkommt.

Die Präsenz von Personen und Gegenständen wird hörbar. Körperliches und Visuelles ist für den Besuch des Festivals abgeschafft. Ab sofort wird jeder Schritt zu einem Hörerlebnis - mal scheint sie knirschend auf Schnee zu laufen, mal tritt sie jedes Mal auf Quietscheentchen.

Ausgefeilte Akustik-Technik

Die Audiobubble ist eine Weiterentwicklung von Noice-cancelling-Systemen, das Gespräche und Geräusche ausblendet und gleichzeitig Klänge hinzufügen kann - mit Hilfe von Algorithmen.

Und so wird dieser 'abgespacete' Raum erlebbar, samt Kurzstopp in der Bar mit Soundmenüs und Musikevents, bei denen heutige Komponistinnen und Komponisten ihre elektronisch dominierte Zukunftsmusik imaginieren.

Blick der Nasa von einem der Mondkrater Richtung Erde, die sich im schwarzen Sternenhimmel hellblau und grün zeigt. (imago / agefotostock / helenfield)Mit Blick auf die Erde Musik genießen - vielleicht im Jahr 2121 möglich. (imago / agefotostock / helenfield)

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