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StartseiteInterview"Spur führt in den Machtapparat"01.03.2015

Mord an Boris Nemzow"Spur führt in den Machtapparat"

Das Putin-Regime sei seit seinem Entstehen von einer breiten Blutspur begleitet, sagte der CSU-Politiker Bernd Posselt. Auch die Spur beim Mord an dem Oppositionellen Boris Nemzow führe in den Machtapparat Russlands, sagte der Europapolitiker im DLF. Nemzow hätte brisantes Material gesammelt und vermutlich einen großen Teil von Putins Propaganda entzaubert.

Bernd Posselt im Gespräch Jürgen Liminski

Bernd Posselt (CSU), Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, aufgenommen am 15.09.2014 vor Beginn der CSU-Vorstandssitzung in Muenchen (dpa - picture alliance / Andreas Gebert)
Bernd Posselt (CSU), Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe und CSU-Beauftragter für Mittel- und Osteuropa (dpa - picture alliance / Andreas Gebert)
Weiterführende Information

Russland - Weltweites Entsetzen über Mord an Nemzow
(Deutschlandfunk, Aktuell, 28.02.2015)

Parlamentswahl in Estland - Russlands Nachbar sorgt sich um seine Sicherheit
(Deutschlandfunk, Informationen am Mittag, 28.02.2015)

Emordung von Kremlkritiker Nemzow - "Einer, der symbolisch war"
(Deutschlandfunk, Interview mit der russischen Oppositionspolitikerin Galina Michailova, 28.02.2015)

Wladimir Putin habe panische Angst vor der Wahrheit, so der CSU-Politiker Posselt. Putin unterdrücke die Medien und die Opposition, aber präsentiere sich gleichzeitig als ein "lupenreiner Demokrat".

"Russland ist extrem schwach." Die Sanktionen würden deutlich greifen, sodass Russland finanziell und wirtschaftlich strauchele. Gefährlich, so Posselt, sei die Mischung aus Aggressivität - auch als Atommacht -  und Schwäche. Aus seiner Sicht sei es nun besonders wichtig, dass Europa auch auf außenpolitischer Ebene gestärkt werde. Zudem müsse Europa unter anderem bei der Energiepolitik unabhängig werden. Europa stehe in Bezug auf Russland eine langfristige Herausforderung bevor. 

Das vollständige Interview können Sie mindestens sechs Monate nach hören.

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