Die Nachrichten

Die Nachrichten

Die Nachrichten

MünchenZweiter Tag der Sicherheitskonferenz mit Macron

Eine Polizistin vor dem Tagungshotel Bayerischen Hof (picture alliance / Matthias Balk / dpa)
Eine Polizistin vor dem Tagungshotel Bayerischen Hof, in dem traditionell die Münchner Sicherheitskonferenz stattfindet (Archivbild) (picture alliance / Matthias Balk / dpa)

Der FDP-Außenpolitiker Lambsdorff hat für Gespräche mit Frankreich über die Zukunft der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik plädiert.

Das 21. Jahrhundert werde absehbar von China und den USA dominiert, sagte er im Deutschlandfunk. Man brauche eine Diskussion darüber, wie sich Europa dazu positionieren und Deutschland einbringen wolle. Frankreichs Präsident Macron hatte die Nato vergangenes Jahr als hirntot bezeichnet und mehr europäische Eigenständigkeit gefordert. Zudem bot er den europäischen Partnern eine engere Kooperation bei der atomaren Abschreckung an.

SPD-Fraktionschef Mützenich lehnte dies ab. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur, vielmehr müsse auch Frankreich Schritte hin zu einer Abschaffung seines Atomwaffenarsenals unternehmen. Der Politikwissenschaftler Kaim sagte im Deutschlandfunk (Audio-Link), eine Debatte über die europäische Sicherheit sei dringend - vor allem mit Blick auf die geringe Bereitschaft der USA, sich in der internationalen Politik zu engagieren.

Bundespräsident Steinmeier hatte auf der Münchner Konferenz gestern vor allem den USA, Russland und China vorgeworfen, mit nationalem Egoismus die internationale Weltordnung zu zerstören.

An der Veranstaltung nehmen 40 Staats- und Regierungschefs teil; sie debattieren über Wege zur Befriedung der großen militärischen Konflikte und Krisenherde.