Sonntag, 29.11.2020
 
Seit 20:05 Uhr Freistil
StartseiteKultur heuteEine "Salome" mit Atmosphäre28.06.2019

Musik-Drama in MünchenEine "Salome" mit Atmosphäre

Düster und sehr atmosphärisch sei die Neuinszenierung des Musikdramas "Salome" von Richard Strauss in München, sagte Opernkritiker Jörn Florian Fuchs im Dlf. Regisseur Krzysztof Warlikowski inszeniere ein Spiel auf mehreren Ebenen.

Jörn Florian Fuchs im Gespräch mit Stefan Koldehoff

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Marlis Petersen (im Vordergrund stehend) als Salome und Wolfgang Ablinger-Sperrhacke (im Hintergrund stehend) als Herodes in Krzysztof Warlikowskis Inszenierung von Richard Strauss' Salome an der Bayerischen Staatsoper (Wilfried Hösl)
Marlis Petersen in der Titelrolle der Salome (Wilfried Hösl)
Mehr zum Thema

Krzysztof Warlikowsky mit "Pelléas und Mélisande" Grandioser Auftakt der Ruhrtriennale

Franz Schrekers "Die Gezeichneten" an der Bayerischen Staatsoper Ein Gentlemen's Club dekadenter Mäuse

"Salome" in Salzburg In der Kältezone der Macht

"Auf der Bühne gibt es zunächst am Anfang dieses Abends alles - aber nicht Salome", berichtet Opernkritiker Jörn Florian Fuchs im Dlf. Regisseur Krzysztof Warlikowski eröffnet die Inszenierung mit einem Auszug aus Gustav Mahlers "Kindertotenlieder" und mit Kabarett. Es geht sehr düster zu; Warlikowski arbeitet auch hier wieder viel mit Lichtstimmungen. Ein Theater im Theater - und trotzdem werde der Salome-Stoff konkret und tiefenpsychologisch inszeniert, so Fuchs.

"Eine fantastische Besetzung"

Kirill Petrenko leitete das Bayerische Staatsorchester bei dieser Premiere. "Es ist nie überzeichnet", lobt Jörn Florian Fuchs die musikalische Leistung des Orchesters. Neben Wolfgang Ablinger-Sperrhacke als Herodes stand Marlis Petersen in der Titelrolle auf der Bühne. Ihr gelinge das "Vokalurwüchsige" der Partie zu stemmen, findet Fuchs.

Sein Fazit: "Ein Abend, der jetzt nicht in jedem Punkt hundert Prozent logisch aufgeht, der aber unglaublich viel Atmosphäre hat".

 

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk